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Imme Ihlis Ende der Leidenszeit

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Imme Ihli

Imme Ihli - „Ich habe einen starken Willen“, sagt sie über sich und fügt hinzu: „Und ich bin nun mal Optimist!“ Ihre ganze Willenskraft und einen unerschütterlichen Optimismus benötigte die Speerwerferin vom FTSV Jahn Brinkum auch, ehe ihr nach drei Verletzungsjahren nun 2014 endlich der große Wurf gelang. Bei den norddeutschen Meisterschaften in Hamburg holte sich die 23-Jährige im Juli mit persönlicher Bestweite von 43,89 Metern den Titel bei den Frauen.

Imme Ihli ist seit ihrer Grundschulzeit Leichtathletin. Bei einer Ferienspaßaktion wurde damals ihr Wurftalent entdeckt. Beim TSV Worpswede sammelte sie erste Wettkampferfahrungen, an die sich in den folgenden Jahren bei mehreren Vereinen etliche Erfolge als Mehrkämpferin anschlossen. Über den LC Hansa Stuhr und den Bremer LT fand Ihli schließlich zum FTSV Jahn Brinkum. „Ich bin da einfach Ute Schröder gefolgt“, erklärt die 23-Jährige. „Wir kennen uns ja schon ewig.“

Es war ein langer Weg, bis beide den norddeutschen Meistertitel feiern durften. Denn über Jahre war an ein geordnetes Training nicht zu denken. Ihli litt unter heftigen Rückenschmerzen. Die einseitige Belastung beim Speerwurf sowie Trainingsdefizite in der Vergangenheit dürften hierzu beigetragen haben. Doch statt sich nach zahlreichen erfolglosen Behandlungen vom Sport zu verabschieden, blieb Ihli hartnäckig. Schließlich brachte Akupunktur doch noch entscheidende Besserung: „Ich hatte überall Nadeln, selbst am Kopf. Aber es half tatsächlich.“

Auch nach Ende der Leidenszeit sind die Trainingsbedingungen für Athletin und Trainerin weiter schwierig. Ihli, die jetzt eine Ausbildung zur Heilpflegeerzieherin abgeschlossen hat, konnte bei einer 40-Stunden-Arbeitswoche nicht allzu häufig an den Trainingsstunden in Brinkum teilnehmen. „Ute mailt die Trainingspläne. Sie weiß, dass ich das dann auch mache“, erklärt Ihli. Weitere Unterstützung gibt es durch die Eltern, die mitunter per Foto oder Video die Würfe festhalten, um der Trainerin eine Technikanalyse zu ermöglichen.

Trotz aller Unwegbarkeiten gelang es Imme Ihli, nach dem in Bremen errungenen Landesmeistertitel bei den „Norddeutschen“ im entscheidenden Moment mit 43,89 Metern noch einen draufzusetzen. „Der Wurf war Spitze. Das war schon eine tolle Sache. Das möchte ich gerne noch einmal erleben.“

Womit das Saisonziel für 2015 schon genannt ist? „Naja, zunächst wünsche ich mir erstmal für die Winterwurfmeisterschaften eine gute Leistung. Dann geht’s ins Trainingslager nach Kienbaum. Für zwei Wochen den Kopf frei haben und nur Sport machen, herrlich! Ich freue mich riesig drauf.“

Auch der weiteren Saison sieht die künftige Polizistin sehr zuversichtlich entgegen: „Vielleicht schaffe ich dann ja eine Weite von über 45 Metern. Ich weiß, ich kann das.“

el

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