Landesligist unterliegt mit Altherren-Stürmer Dirk Pistol im Tor SFL Bremerhaven

Melchiorshausens Steigerung bleibt unbelohnt – 2:4

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Melchiorshausens Lars Behrens (r.) erzielte beim 2:4 gegen SFL Bremerhaven beide Tore für den Landesligisten.

Melchiorshausen - Bereits die Hinbegegnung hatte der TSV Melchiorshausen gegen den Bremer Fußball-Landesligisten SFL Bremerhaven mit 0:6 verloren, und im Rückspiel lagen die Gastgeber am Sonnabend zur Pause mit 0:3 zurück – eine weitere Pleite drohte. Sie steigerten sich aber nach dem Wechsel, unterlagen am Ende mit 2:4.

„In der zweiten Halbzeit lief es deutlich besser. Da haben Laufbereitschaft und Einsatz gestimmt. Es lag sogar ein Unentschieden drin“, sagte Melchiorshausens Spartenleiter Heiner Böttcher. Trainer Reiner Klausmann musste umdisponieren, denn ihm stand kein etatmäßiger Torhüter zur Verfügung. Jens Ruscher befindet sich in den Flitterwochen. Sascha Kleemann fällt mit Sehnenabriss in der Schulter aus, und Torben Kaiser weilt im Urlaub. So sprang Altherren-Stürmer Dirk Pistol ein. Der 40-Jährige machte einen ordentlichen Job zwischen den Pfosten. Das sah auch Heiner Böttcher so: „Es hat nicht an Dirk gelegen, dass wir verloren haben.“

In den ersten 45 Minuten lief beim TSV Melchiorshausen kaum etwas zusammen. Böttcher nannte den entscheidenden Unterschied: „Bremerhaven war spritziger und aggressiver.“ Die Gäste nutzten ihre Chancen auf dem nassen Rasen (es hatte zuvor geregnet) eiskalt aus. Pistol konnte einen Flachschuss nicht festhalten, Oleg Naumov staubte zum 1:0 (15.) ab. Sechs Minuten später foulte Julian Michel einen Bremerhavener im Strafraum. Mittelfeldakteur Timo Struppe verwandelte den Elfmeter zum 2:0 (21.) in den linken Winkel. Kurz vor der Pause erhöhte der Torschütze mit sehenswertem 18-Meter-Heber auf 3:0 (40.).

Nach dem Wechsel rissen sich die Melchiorshauser zusammen, legten eine Schippe drauf. Nach einer Rechtsflanke von Nils Kaiser traf Lars Behrens aus kurzer Distanz zum 1:3 (52.). Die Hausherren setzten nach, wollten mehr. Der Lohn: Mit einem klugen Pass spielte Tim Cohrs Lars Behrens frei, der den Ball aus 14 Metern zum 2:3 (74.) versenkte. Die Platzherren freuten sich anscheinend zu sehr, denn schon im Gegenzug steuerte Thomas Schneider allein aufs Tor zu und markierte das 4:2 (75.). „Da haben wir gepennt“, ärgerte sich Melchiorshausens Abteilungsleiter. In der Endphase scheiterte Julian Michel an Bremerhavens Schlussmann Jan-Michael Kutzner, den Abpraller verwandelte Behrens zwar zum 3:3 (85.), doch stand der Stürmer klar im Abseits. „Letztlich geht der Sieg von Bremerhaven in Ordnung“, urteilte Böttcher.

mbo

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