Landesligist gewinnt 3:1 in Sudweyhe, verliert aber seinen Torwart

Sulingens Sieg teuer bezahlt: Jamieson verletzt vom Platz

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Salam Garaf (vorn) auf dem Weg zum 1:0: Der Sulinger Offensivmann lässt hier Patrick Weniger und Malte Pirngruber (v.l.) hinter sich. Garaf war ständiger Unruheherd.

Sudweyhe - Von Cord Krüger. Es hätte schlimmer kommen können für den TuS Sudweyhe: Der Bezirksliga-Aufsteiger verlor gestern Abend in der zweiten Runde des Fußball-Bezirkspokals nur mit 1:3 (1:2) gegen den ambitionierten Landesligisten TuS Sulingen. „Ich bin zufrieden“, urteilte denn auch Sudweyhes Trainer Wilco Freund: „Wir haben uns nach dem frühen 0:2 zusammengerissen und die Ordnung wiedergefunden.“ Sein Sulinger Kollege Walter Brinkmann gab hingegen die dürftige Chancenverwertung zu denken: „Wir spielen ansehnlich – aber sind vor dem Tor nicht konsequent genug. Dann wird es eben eng – und es passieren Szenen mit Verletzungen.“ Wie bei seinem Torhüter Marc Jamieson, der früh vom Platz musste.

Dabei schien die Partie schon nach einer Viertelstunde zugunsten des Landesligisten entschieden – weil der seine ersten beiden Möglichkeiten eiskalt genutzt hatte: Zunächst nahm Salam Garaf einen Steilpass von Mehmet Koc durchs Sudweyher Abwehrzentrum an, setzte sich gegen Patrick Weniger und Malte Pirngruber durch und ließ Torwart Mirko Meyer keine Chance (10.). Drei Minuten später das 2:0: Manuel Meyer schickte Dennis Neumann per langem Ball auf die Reise, der herausgeeilte Keeper Meyer verschätzte sich, Neumann ließ ihn rechts liegen und traf aus spitzem Winkel von der Grundlinie ins lange Eck (13.).

Die Abwehr der Platzherren reagierte vor 120 Zuschauern zunächst konsterniert, aber mehrere Befreiungsschläge verhinderten Schlimmeres. Zwei dieser langen Bälle erreichten TuS-Torjäger Stephen Bohl, der daraus aber mit Ausnahme von Offensiv-Fouls gegen Maarten Schops und Manuel Meyer nichts machte und schon nach einer halben Stunde die Gelbe Karte sah. Sudweyhes erster Torschuss ließ 32 Minuten auf sich warten, abgefeuert von Jan-Ove Bäker, sicher begraben durch Gäste-Keeper Marc Jamieson.

Auf der anderen Seite kam im Angriff fast jeder Ball an, Bogdan Golgot vergab das 3:0 (35.), ebenso wie wenig später Garaf (38.). Wie aus dem Nichts fiel da der Anschluss – mit einer unschönen Begleiterscheinung: Bei einem Konter setzte Maik Behrens energisch nach und rasselte dabei so heftig mit Jamieson zusammen, dass der Schlussmann vor Schmerzen schreiend liegen blieb. Behrens schob ins leere Tor zum 1:2 ein (41.), Jamieson schrie weiter – Rudelbildung, Schiri Marcel Thalmann gab den Treffer, der 42-jährige Torwarttrainer Bernd Meyer musste zwischen die Pfosten. Jamieson humpelte mit einer Innenbandverletzung im rechten Knie in Richtung Bank. „Im Moment habe ich noch ein gutes Gefühl, dass es nicht ganz so schlimm ist“, schilderte Brinkmann: „Das Knie ist nicht so stark angeschwollen, als wenn etwas darin kaputt wäre.“

Trotzdem kam seine Mannschaft im zweiten Durchgang mit Wut im Bauch aus der Kabine. Koc mit scharfer Ecke (47.) und Neumann mit knapp daneben gesetztem Schuss hätten schon auf 3:1 erhöhen können, aber „Memo“ Koc sorgte für die Vorentscheidung: Garaf hatte zuvor Fabian Meyer auf der linken Seite den Ball abgeluchst, seinen Sturmpartner bedient – und Koc schlenzte schön ins Netz (51.). Der Mann mit der Nummer 10 hätte in der Folge noch nachlegen können, schoss einmal aber knapp drüber (67.) und zwang Meyer zehn Minuten vor Schluss zur Glanzparade. So blieb es bei einem Ergebnis, „mit dem wir uns gegen so eine Top-Mannschaft sehen lassen können“, meinte Freund.

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