Startnummer 38

Landesliga-Fußballer des TuS Sulingen spielen ein grandioses Jahr

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Startnummer 38: Landesliga-Fußballer des TuS Sulingen. Zum Team gehören (hinten v.l.): Tomasz Tomasic, Dennis Neumann, Sören Sandmann, Tim Rieckhof, Pierre Neuse, Mehmet Koc, Jona Hardt, Rajann Leymann, Benjamin Barth sowie (Mitte v.l.): Teammanager Thorsten Neumann, Trainer Maarten Schops, Sebastian Elvers, Manuel Meyer, Niklas Bartsch, Richard Sikut, Physiotherapeut Helmut Vielhauer, Torwarttrainer Bernd Meyer, Co-Trainer Piotr Skitek, Physiotherapeut Marcus Thannhäuser und (vorn v.l.): Betreuer Holger Klamke, Erdal Ölge, Tim Becker, Salam Garaf, David Schröder und Bogdan Golgot.

Sulingen - Es müssen nicht immer Meisterschaften, Pokalsiege oder Aufstiege sein, um für die Sportlerwahl nominiert zu werden. Absolute Topleistung auf einem hohen Niveau fließen ebenso in die Bewertungskriterien mit ein. Und hier haben die Fußballer des TuS Sulingen in der Landesliga im Kalenderjahr 2015 Maßstäbe gesetzt. Wobei die Fieberkurve des Erfolges stetig nach oben angestiegen ist.

In den 29 Ligaspielen 2015 feierten die Sulinger 20 Siege, spielten drei Mal unentschieden und verloren nur sechs Mal. Das bedeutet unterm Strich 63 Punkte. Seit dem 21. März (1:4 gegen Pattensen) hat die Mannschaft von den folgenden 25 Spielen nur drei verloren. Die abgelaufene Saison beendete das Team auf Platz fünf. Derzeit liegt der TuS Sulingen nach 16 Ligaspielen (elf Siege, drei Unentschieden, nur zwei Niederlagen) mit 36 Punkten und 32:10 Toren auf dem dritten Platz – mit sechs Zählern Rückstand, aber einem Spiel weniger auf Spitzenreiter HSC Hannover. Im Schnitt heißt das 2,25 Punkte von drei möglichen und zwei erzielten Toren bei nur 0,62 Gegentoren pro Partie. Eine unglaublich starke Bilanz. Zumal die Mannschaft von Trainer Maarten Schops die letzten acht Spiele in Serie gewann.

Darüber hinaus hat der TuS Sulingen das Viertelfinale im Bezirkspokal erreicht, das im kommenden Jahr ausgespielt wird. Die Spieler Rajann Leymann und Pierre Neuse erhielten für ihr Engagement als Jugendtrainer im Club ebenso den Ehrenamtspreis des NFV-Kreises Diepholz wie Teammanager Thorsten Neumann. „Wir haben sicherlich gute Arbeit geleistet, aber die Nominierung ist schon eine Überraschung“, sagt Trainer Schops: „Und es ist immer eine Ehre, wenn Leistung so anerkannt wird.“ Auch Dennis Neumann hat „nicht damit gerechnet. Die Sportlerwahl ist eine richtig tolle Sache“, weiß Sulingens Kapitän. Vor zwei Jahren durfte er den Siegerpokal für seine Mannschaft entgegennehmen.

Schops, im ersten Halbjahr noch Spieler und seit Sommer Cheftrainer beim TuS Sulingen, sieht die Stärke seiner Mannschaft in der Mannschaft selbst: „Die Jungs haben viel Spaß miteinander, machen viel zusammen, auch außerhalb des Platzes. Das ist ein richtiges Team.“ Doch trotz der Freundschaften herrsche gesunder Konkurrenzkampf und der Ehrgeiz, „Leistungssport treiben zu wollen, erfolgreich zu sein, Fußball nicht nur als Freizeitbeschäftigung zu sehen“, wie Schops es formuliert. Natürlich will auch jeder Spieler auf dem Platz stehen, „aber die Jungs akzeptieren es, wenn auch mal ein anderer spielt“, berichtet der Belgier. Er freut sich zudem, dass neben Ehrgeiz und Wille auch eine „richtig hohe Qualität im Kader“ ist.

Kapitän Neumann sieht auch einen Vorteil darin, dass die Mannschaft seit Jahren vom Stamm her zusammenspielt, dadurch auch zusammengewachsen ist und sich immer nur punktuell verstärkt hat: „Es ist ein Zeichen dafür, dass sich die Spieler wohl und auch gut aufgehoben fühlen, dass es keinen Grund für einen Wechsel gibt“.

Bei allen Erfolgen und Siegen mahnt Trainer Schops aber immer wieder an, mit der nötigen Demut an die Arbeit zu gehen. „Siege sind in dieser Liga nicht selbstverständlich. Die Jungs wissen zwar, wie gewinnen geht, sie wissen aber auch, dass immer wieder aufs Neue viel dafür getan werden muss, um zu gewinnen.“ Und daher ist die Meisterschaft in der Landesliga und der damit verbundene Aufstieg in die Oberliga für den 39-Jährigen derzeit „gar kein Thema“. Auch wenn durch die grandiose Siegesserie vor Weihnachten im Umfeld hohe Erwartungen geschürt wurden. „Wir beschäftigen uns nicht damit“, sagt der Belgier, „wir haben im Sommer etwas gemeinsam begonnen, sind auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel. Wir müssen weiter täglich hart arbeiten, uns ständig weiterentwickeln – und wir müssen dahin kommen, 90 Minuten konstant auf einem hohen Niveau spielen zu können. Und das braucht noch Zeit.“

Schließlich hat Schops, der im Sommer von seinem Vorgänger Walter Brinkmann „eine intakte Mannschaft übernommen“ hatte, so „einiges umgekrempelt“, wie Kapitän Neumann sagt. Vor allem der Systemwechsel von 4-2-3-1 auf 4-1-4-1 war nicht von heute auf morgen zu vollziehen. „Wenn man etwas Neues einstudieren will, muss man sich die Zeit nehmen, Erkenntnisse sammeln und die dann auch Schritt für Schritt umsetzen“, erklärt Schops. Natürlich gehe seine Mannschaft immer mit dem Willen auf den Platz, ein Spiel gewinnen zu wollen. Doch Respekt vor dem Gegner und eine gewisse Bescheidenheit im eigenen Anspruchsdenken hätten noch keinem geschadet. Und diese Balance zu halten, hat die Mannschaft verinnerlicht.

flü

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