Landesliga-Aufsteiger knöpft dem Favoriten TuS Sulingen vor knapp 300 Zuschauern ein 0:0 ab / Winkler Rückhalt im Tor

Wetschen besteht die Feuertaufe

+
Aufopferungsvoll verteidigten Danny Lange (links) und seine Wetscher das 0:0 gegen den TuS Sulingen mit Pierre Neuse.

Wetschen - Von Daniel Wiechert. Sulingens Tim Rieckhof pfefferte sein Trikot auf den Boden, auf eben diesen saß Teamkollege Richard Sikut und starrte ins Nichts, während sich vor ihm Wetschens Nils Unger und Oliver Ihnken glücklich abklatschten. Dass ein 0:0 unterschiedlichste Gemütsstimmungen hervorzaubern kann, zeigte sich am Samstag beim Landesliga-Derby zwischen dem TSV Wetschen und dem TuS Sulingen.

„Wir haben mehr investiert, hätten deshalb meiner Meinung nach auch den Sieg verdient gehabt“, sagte TuS-Trainer Maarten Schops: „Aber wir haben eben oft den letzten Pass vermissen lassen. Gerade in einem kampfbetonten Spiel wie diesen musst du in Tornähe noch zwingender agieren. Mit der Defensive bin ich hingegen absolut zufrieden.“

Wetschens Trainer Uwe Küpker war hingegen heilfroh, dass seine Taktik aufgegangen war: „Wir haben gut zugeordnet, haben geschickt verschoben. Jeder ist für jeden gerannt, damit wir uns kein Tor fangen. Oft ist es so, dass Bezirksliga-Meister auch in der Landesliga blind nach vorne spielen – das geht nicht gut, wie der Freitagabend gezeigt hat, als die beiden Mitaufsteiger Almstedt und Krähenwinkel Lehrgeld bezahlt haben.“

Deshalb hatte Wetschen abwartend gegen Sulingen begonnen. Die Gäste übernahmen von der ersten Minute an das Heft des Handelns, kamen vor allem über den starken Jona Hardt immer wieder über links bis zur Grundlinie durch. Der 18-Jährige hatte dann auch den ersten Abschluss, allerdings war Hardts Versuch (19.) aus 14 Meter leichte Beute für den extrem abgeklärt wirkenden Wetscher Keeper Kai Winkler. Nur zwei Minuten später wurde es richtig brenzlig für die Gastgeber, als Mehmet Koc nach einem langen Diagonalball von Manuel Meyer allein vor Winkler auftauchte, doch der 22-Jährige klärte zur Ecke. In der 44. Minute mussten dann die Sulinger zittern: Dino Maielis Schuss aus kurzer Distanz ins kurze Eck entschärfte Sulingens Torwart Tim Becker.

In der Pause musste der angeschlagene TuS-Kapitän Dennis Neumann runter (Schops: „Eine Vorsichtsmaßnahme. Wir wollen einfach nichts riskieren“), bevor die Gäste die nächste bittere Pille schlucken mussten. Tomasz Tomasik verdrehte sich das rechte Knie, musste ausgewechselt werden. „Wie es ausschaut, ist es wohl eine muskuläre Sache, zum Glück“, sagte Schops. Schließlich hatte Tomasik bereits lange wegen eines Kreuzbandrisses aussetzen müssen.

Im Spiel hatte Sulingen weiter die größeren Möglichkeiten. Nach einem Pass des eingewechselten Salam Garaf war Pascal Löhmann durch (61.), doch mit dem rechten Fuß hielt Winkler die Wetscher Null. Fünf Minuten später scheiterte Löhmann erneut am TSV-Keeper. Und plötzlich schienen die Gastgeber die zweite Luft zu bekommen: Sulingens Routinier Manuel Meyer klärte im letzten Moment vor dem einschussbereiten Nils Unger (79.). Und dann war da noch Oliver Ihnken. Wetschens Neuzugang nahm eine Rechtsflanke von Philipp Nüßmann mit der Brust mit, zog aus zwölf Metern (88.) ab – drüber. Es wäre auch zu viel des Guten gewesen.

Nicht nur die letzten Spielszenen hätten gezeigt, so Wetschens Coach Küpker, „dass es unser Anspruch ist, Fußball zu spielen. Wir wollen uns ja nicht durchmogeln.“ Diesen Verdacht dürfte aber auch niemand der knapp 300 Zuschauer gehabt haben.

Kotzlichkeiten und dicke Tränen: Zwölfter Dschungel-Tag in Bildern

Kotzlichkeiten und dicke Tränen: Zwölfter Dschungel-Tag in Bildern

Eröffnung der Klostermühle in Heiligenberg

Eröffnung der Klostermühle in Heiligenberg

Arnold Schwarzenegger fährt Elektro-Auto

Arnold Schwarzenegger fährt Elektro-Auto

Abschied von Roman Herzog: "Geschenk für unser Land"

Abschied von Roman Herzog: "Geschenk für unser Land"

Meistgelesene Artikel

Arambasic geht das Herz auf

Arambasic geht das Herz auf

Kreisauswahl gewinnt Sichtungsturnier

Kreisauswahl gewinnt Sichtungsturnier

Sogar Kasperlik trifft ins Tor

Sogar Kasperlik trifft ins Tor

Keine Schiris – Zwangpause für Sulingen

Keine Schiris – Zwangpause für Sulingen

Kommentare