Mit dem deutschen Senioren-Team beim Cross-Country-Lauf auf dem Treppchen

Kurios: Sebrantke holt draußen Bronze bei der Hallen-WM

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Jubelnd ins Ziel: Oliver Sebrantke holte bei der Hallen-WM in Budapest Bronze mit der deutschen Mannschaft – allerdings im Freien.

Stuhr - Oliver Sebrantke fuhr zur Hallen-WM der Senioren nach Budapest, um draußen zu triumphieren. Klingt unmöglich, geht aber: Denn drei Langstrecken-Wettbewerbe bei dieser Leichtathletik-Hallen-WM fanden im Freien statt. Dabei holte Sebrantke mit der deutschen Mannschaft Bronze im Cross-Country-Lauf. Beim Halbmarathon lief es dagegen gar nicht gut für Sebrantke, der Läufer des LC Hansa Stuhr war mit Platz neun gar nicht zufrieden. Dafür durfte er sich über einen überraschenden achten Platz über 3 000 Meter freuen – und das dann auch in der Halle.

„Die Medaille ist natürlich ein guter Trost für das schlechte Abschneiden beim Halbmarathon“, berichtete Sebrantke. Als Außenseiter war er zu Beginn der Titelkämpfe in Ungarn in den acht Kilometer langen Cross-Country-Lauf gestartet. Und der 38-Jährige hatte einen richtig guten Tag erwischt. In 27:41 Minuten brachte der Stuhrer einen neunten Platz in seiner Altersklasse M 35 in die Teamwertung, so dass er gemeinsam mit Matthias Wilshusen und Marcel Frank Mannschafts-Bronze feierte.

Da der Halbmarathon erst am Schlusstag der WM auf dem Programm stand, entschied sich Sebrantke noch für einen Start über 3 000 Meter, „obwohl ich ja längere strecken bevorzuge“, meinte der Stuhrer und merkte noch grinsend: „Außerdem war es eine Hallen-WM, da wollte ich wenigstens einmal in der Halle gewesen sein.“ Es war ein guter Plan. Mit der ungewohnten 200 Meter-Bahn („Ich habe mich wie beim Bremer Sechs-Tage-Rennen gefühlt“) kam Sebrantke als Achter seiner Altersklasse in 9:43,89 Minuten überraschend gut klar.

Der krönende Abschluss sollte dann der Halbmarathon werden. „Ich wollte unbedingt auf dem Treppchen landen. Irgendwie kam ich vom Start an aber nicht richtig ins Rollen. Ich war jeden Kilometer fünf Sekunden langsamer als sonst, musste schon sehr früh abreißen lassen und bin nur hinterhergehechelt“, gestand Sebrantke. In 1:15:08 Stunden kam er nur auf Platz neun. Vom dritten Platz trennten ihn knapp dreieinhalb Minuten. „Es ist echt blöde, wenn es ausgerechnet bei einer WM nicht läuft“, haderte Sebrantke. Aber nur kurz: „Die guten Ergebnisse von den Wettkämpfen davor und die Bronzemedaille mit der Mannschaft wiegen das wieder auf.“ Außerdem wird ihm eine besondere Ehre im Gedächtnis bleiben: Sebrantke durfte bei der Eröffnungsfeier beim Einmarsch der Nationen als Fahnenträger die deutsche Mannschaft anführen.

Der nächste Start ist auch schon geplant: In zwei Wochen geht es zum Marathon nach Wien. · el

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