„Die Zeit für einen Wechsel war reif“ / Kreuzbandriss bei Ole Strangmann

Kunzendorfs Königstransfer: Torjäger Dikollari kommt

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Und wieder schlägt es ein: Hier trifft Uphusens Saimir Dikollari im Niedersachsenpokal gegen Regionalligist Wilhelmshaven.

Brinkum - Von Gerd TöbelmannMit diesem Neuzugang kann der Brinkumer SV in der kommenden Saison um den Titel der Fußball-Bremen-Liga mitkämpfen. Vom Oberligisten TB Uphusen wird sich Torjäger Saimir Dikollari dem Team von Trainer Dennis Offermann anschließen. Morgen muss der BSV noch ohne den 30-Jährigen auskommen, wenn der Tabellendritte um 15.00 Uhr zum letzten Saisonspiel in Vegesack antritt.

Brinkums Manager Frank Kunzendorf, der den Wechsel zusammen mit Torwarttrainer Thorsten Degenhardt (ehemaliger Dikollari-Coach in Melchorshausen) eingetütet hatte, meinte gestern: „Das ist der stärkste Spieler, den ich bisher nach Brinkum geholt habe. Ich bin sehr froh, dass das geklappt hat, denn gerade im Angriff haben wir noch Nachholbedarf, um höhere Ziele zu erreichen.“ Und Kunzendorf nimmt kein Blatt vor den Mund: „Sollte Meister Bremer SV in die Regionalliga aufsteigen, dann wollen wir um den Titel mitkämpfen. Sollten es die Bremer nicht schaffen und zusammenbleiben, dann wird es natürlich schwerer für uns.“ In diesem Zusammenhang fügte „Kunze“ noch hinzu, „dass ich noch mit weiteren durchaus namhaften Spielern in Kontakt stehe“. Heißt im Umkehrschluss: Einige Akteure des jetzigen Kaders werden den Verein verlassen (müssen).

Dikollari indes soll eine echte Führungsperson werden. Vor acht Jahren stand er schon einmal vor einem Wechsel nach Brinkum. Der damalige Trainer Goran Barjaktarevic wollte ihn haben – der damalige Manager Christian Kudla die Ablösesumme aber nicht bezahlen.

Letztlich landete Dikollari beim TSV Melchiorshausen, wo er vier Jahre lang blieb, um dann für ein halbes Jahr zum SC Twistringen zu gehen. Danach zog es ihn dann zum TB Uphusen in die Lüneburger Landesliga. „Dass ich in Uphusen derart durchgestartet bin, hat mich selbst etwas überrascht“, blickt Dikollari auf sein fast vierjähriges Engagement beim TBU zurück.

Bereits in der ersten Saison holte er sich die Torjägerkrone mit 25 Treffern. Zwei Jahre später langte er 28-mal zu – ebenfalls Platz eins. Damit trug er maßgeblich zum Oberliga-Aufstieg bei. Auch in der neuen Klasse ließ es Dikollari mit bislang 16 Einschlägen mächtig krachen. Und Torschütze beim 1:4 im Halbfinale des Landespokals gegen den Regionalligisten BSV Rehden? Dikollari natürlich.

Aber warum nun der Wechsel auf dem bisherigen Höhepunkt seiner Karriere? Der Mittelstürmer widerspricht Gerüchten, dass es dabei ums Geld gegangen sei: „Das ist Quatsch. Mit der Mannschaft oder dem Umfeld des Vereins hat das nichts zu tun. Ich hatte vier schöne Jahre in Uphusen, aber nun ist die Zeit für einen Wechsel einfach reif.“

Und warum ausgerechnet Brinkum, wo es doch auch Anfragen aus der Regionalliga gab? „Ich habe mir Brinkum oft angesehen. Diese junge Mannschaft hat viel Potenzial. Und ich möchte mithelfen, dass der Verein dieses ausschöpft.“

Bei diesem Unterfangen kann Ole Strangmann nicht mehr mitmachen. Gerade erst von einer Knieverletzung zurückgekehrt, riss sich der 23-Jährige ausgerechnet bei seinem Comeback gegen den 1. FC Burg das Kreuzband.

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