Brinkum hat gegen Komet Arsten viel mehr Ballbesitz, gewinnt aber nur mit 1:0

Kunstschütze Ercan knackt den Riegel

War gestern kein Faktor im Angriff: Brinkums bulliger Stürmer Dennis Krefta (rechts).
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War gestern kein Faktor im Angriff: Brinkums bulliger Stürmer Dennis Krefta (rechts).

Brinkum - Nach dem Spiel legte ihm ein Komet-Spieler seinen Arm über die Schulter und fragte: „Das sollte doch bestimmt eine Flanke werden, oder?“ Der Angesprochene erschrak fast und antwortete: „Nee, nee. Das war so gewollt. In der Mitte stand doch auch gar keiner von uns.“ Der Kunstschütze heißt Can Ercan und erzielte am Sonntag im Match der Fußball-Bremen-Liga gegen den TuS Komet Arsten mit einem tollen Schlenzer das Tor des Tages beim 1:0 (0:0)-Erfolg des Brinkumer SV.

Jetzt hätte man meinen können, dass Ercan nach dem Match vielleicht mal aufbegehren und seine Jokerrolle bei Trainer Mike Gabel zur Debatte stellen würde. Nichts davon war zu hören. Der 21-Jährige wählte seine Worte sehr moderat: „Ich habe mit dem Trainer gesprochen. Es ist alles okay. Ich war in den vergangenen drei Jahren oft und lange verletzt und bin immer noch nicht bei 100 Prozent. Deshalb ist doch klar, dass ich noch kein Stammspieler bin.“ So wollen Trainer das von ihren Spielern hören, die nicht in der Startelf stehen.

Einiges zu hören bekamen die Stammkräfte nach der Partie von Gabel: „Hey, Jungs. Ihr steht hier rum, als ob wir gerade verloren hätten. Rückt jetzt mal enger zusammen. Wir haben heute natürlich verdient gewonnen, aber wir müssen uns sehr viel früher belohnen. Aber ich weiß natürlich auch, dass es immer schwer ist, wenn man gegen 1 000 Beine anspielen muss.“

Soll heißen: Brinkum hatte 70 Prozent Ballbesitz, und der Gegner zog sich über 90 Minuten hinweg in die eigene Hälfte zurück, um das Brinkumer Spiel kompliziert zu machen. „Das ist aber auch wirklich schwer, gegen solche Gegner Tore zu schießen. Heute haben wir einige klare Dinger vergeben, aber zum Glück ein Traumtor geschossen“, meinte BSV-Kapitän Jannik Bender.

Die Gastgeber hätten vor der Pause bereits für klare Verhältnisse sorgen können, aber Herman Mulweme zum Beispiel scheiterte gleich dreifach, hatte in der 31. Minute jedoch auch Pech mit einem Pfostentreffer. Julius Rahmig und Mert Bicakci machten es unmittelbar vor dem Pausenpfiff auch nicht besser. Und was war mit den Bremern los? Zumindest im Angriff gar nichts. Über 90 Minuten hinweg hatte das Team von Trainer Kevin Köhler keine einzige echte Torchance.

In der zweiten Halbzeit ging der Einbahnstraßen-Fußball vor gut 100 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz am Brunnenweg weiter – und auch das Vergeben von Möglichkeiten. Dennis Kreftas eigentlich gut getimten Kopfball konnte Keeper Pascal Wiewrodt noch um den Pfosten drehen (48.). Auch Mulweme (51.) und Rahmig (71.) trafen nicht. „In solchen Spielen bekommst du dann noch ein dummes Gegentor“, meinte Bender später. Diesmal nicht. Im Gegenteil: In der 85. Minute kam der eingewechselte Can Ercan in halbrechter Position an den Ball, nahm mit links Maß und zirkelte die Kugel unhaltbar hoch ins lange Eck. Da konnte sich Wiewrodt strecken wie er wollte.

Erst jetzt fuhr Komet Arsten noch ein paar Angriffe, die jedoch alle schlampig gespielt wurden und im Sand verliefen.

Von Gerd Töbelmann

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