Küpkers Kontakte bescheren Wetschen ablösefreie Neuzugänge / „Müssen uns nicht verstecken“

Mix aus Erfahrung und jungem Elan

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Mit acht neuen Spielern und einem neuen Trainergespann geht Aufsteiger TSV Wetschen in die Landesliga-Saison. Auf die neue Herausforderung freuen sich (hinten von links) Trainer Uwe Küpker, Lukas Heyer, Oliver Ihnken, Co-Trainer Friedel Holle sowie (vorn von links) Waldemar Lell, Jan Rösler und Kevin Diekmann. Es fehlen Dino Maieli, Ricardo Tenti und Florian Kuhn.

Wetschen - Von Cord Krüger. Zwei Jahre war Uwe Küpker vereinslos. Aber die hat er effektiv genutzt! Seine Trainerlizenz brachte der 56-Jährige gemäß der neuen Abstufungen aufs Uefa-B-Level, vorher und danach hielt der 56-Jährige Augen und Ohren offen. Manchmal schien er auf zwei Sportplätzen gleichzeitig zuzuschauen und dabei alles in sich aufzusaugen. Die gesammelten Infos halfen Küpker jetzt – und seinem neuen Club: Alle vier Neuverpflichtungen des TSV Wetschen gingen reibungslos über die Bühne – ohne Ausbildungsentschädigungen und Ablösen. Zumindest vom finanziellen Aufwand also Glücksfälle für den Landesliga-Aufsteiger.

Bestes Beispiel: Oliver Ihnken. Der gebürtige Lohner war im B-Jugend-Alter zu Werder Bremens U 17 gekommen, dort bis zum Herrenalter geblieben, 2012 zum Landesligisten VfL Oythe gewechselt – und in der abgelaufenen Serie studienbedingt abgetaucht. Oythes Ex-Coach Küpker wusste jedoch, dass sich der Stürmer „das letzte Jahr in der Kreisliga fitgehalten hat – beim SV Kroge-Ehrendorf. „Das ist ein guter Junge, den konnte ich nehmen.“ So kam der 22-Jährige zum Landesliga-Neuling.

Stammkeeper Winklers

Konkurrenz: Jan Rösler

Ebenfalls ein Mann mit Oyther Vergangenheit: Waldemar Lell. „Ich habe erfahren, dass er jetzt in St. Hülfe baut“, berichtet Küpker. Sein Jagdinstinkt war geweckt, er rief den Mittelfeldmann an und machte dem 25-Jährigen das Wetscher Projekt schmackhaft.

Ähnlich gut im Bilde war Küpker über Dino Maieli. Der Linksverteidiger von Weser-Ems-Landesligist BW Lohne stand auf seiner Position vor einem Zweikampf mit dem Ex-Rehdener Christian Hegerfeld, „dann sollte aber noch ein weiterer Linksverteidiger kommen. Also habe ich Dino gesagt, dass wir ihm bessere Perspektiven bieten können“, schilderte der Twistringer. Maieli war überzeugt, Lohne erteilte die Freigabe.

In Wetschen trifft der 28-jährige Abwehrmann alte Bekannte wieder – unter anderem seine einstigen Teamkollegen Nils Unger und Andre Krause aus gemeinsamen Landesliga-Zeiten mit der SG Diepholz. Andere Namen dürften ihm noch nicht so geläufig sein. Etwa Kevin Diekmann vom SV „Jura“ Eydelstedt, der den Sprung aus der 1. Kreisklasse in die Landesliga wagt. Oder die beiden aus der A-Jugend aufgerückten Lukas Heyer und Florian Kuhn. Auf beide hält Küpker allerdings schon große Stücke: „Lukas hat sich sehr gut eingefügt“, sagt er über den Mittelfeldmann, „den ich peu à peu schon bringen, aber ganz sicher nicht verheizen werde“. Kuhn sei „vielseitig verwendbar, kann aber körperlich noch zulegen“, schätzt der Coach. Er bedauert schon jetzt, dass sich der Allrounder Mitte September zu einem Auslandssemester verabschiedet.

Dass ein halbes Jahr aber schnell vorübergehen kann, bewies Ricardo Tenti: Wetschens gefährlichster Stürmer der Hinrunde hatte sich in der Winterpause abgemeldet, um es beim Oberligisten VfL Osnabrück II zu versuchen. Die Bilanz: einsatzarme, aber keinesfalls verlorene Wochen angesichts der guten Weiterbildung in den Trainings der Drittliga-Reserve. „Von der Offensivkraft her müssen wir uns keinesfalls verstecken“, schätzt Küpker. Und von der Defensivstärke wohl auch nicht: Nur 31 Tore ließ Keeper Kai Winkler in den 30 Partien der Wetscher Meistersaison zu – trotz der kaum fassbaren Verluste in den Reihen seiner Vorderleute mit allein vier Kreuzbandrissen. Vielleicht wird Winkler jetzt noch stärker – denn Konkurrenz soll ja das Geschäft beleben. Und nun sitzt ihm Jan Rösler im Nacken, ausgebildet in der A-Jugend von RW Damme, später dort auf dem Sprung zum Erstherrenkeeper in der Landesliga und nach der Rückkehr mit zwei überzeugenden Jahren im Kasten des Kreisligisten TSV Brockum. Rösler wiederum brachte fast nebenbei noch einen neuen Co-Trainer mit: seinen Stiefvater Friedel Holle, bekannt aus den Landesliga-Zeiten des SV „Friesen“ Lembruch. Ebenfalls ablösefrei, versteht sich.

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