Interview mit dem Coach

Uwe Küpker zu seiner Rückkehr nach Twistringen: „Ich glaube daran“

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Will dem SC Twistringen aus seiner schwierigen Situation helfen: Uwe Küpker.

Twistringen - Von Carsten Drösemeyer. Dreimal ist offenbar nicht nur Bremer Recht: Auch Uwe Küpker nahm jüngst zum dritten Mal auf der Trainerbank des Fußball-Bezirksligisten SC Twistringen Platz. Wie der erfahrene Coach die abstiegsbedrohten „Blaumeisen“ vor dem Sturz in die Kreisliga bewahren will, verrät er im Gespräch.

Herr Küpker, wie hat sich Ihr Comeback in Twistringen angefühlt? Hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert?

Also die richtige Kabine habe ich noch gefunden (lacht). Im Ernst: Da ich für Twistringen ja vor nicht so langer Zeit noch in der Alten Herren gekickt habe, kannte ich natürlich noch alles.

Aber ein Traumeinstand sieht wahrscheinlich anders aus. Beim 0:2 gegen den TSV Wetschen lief ja nicht gerade alles nach Plan.

Das stimmt. Die Mannschaft ist schon ziemlich verunsichert, und dann kassieren wir einen unnötigen Elfer und eine strittige Rote Karte. Das spielte uns alles nicht in die Karten.

Bereuen Sie also vielleicht schon Ihre Rückkehr zum SCT?

Nein, auf keinen Fall. Ich bin hier über 25 Jahre Vereinsmitglied und möchte helfen. Um persönliche Eitelkeiten geht es mir dabei nicht.

Wären Sie denn für ein anderes Kreisteam ebenfalls auf die Trainerbank zurückgekehrt?

Ich hatte in der Vergangenheit sicherlich das eine oder andere Angebot. Aber Twistringen ist für mich eine besondere Aufgabe. Das ist mein Heimatverein, an dem ich hänge.

Die Mission Klassenerhalt dürfte allerdings nicht einfach werden.

Das ist mir bewusst. Ich versuche, mit meiner Erfahrung wieder für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Aber viel verändern kann ich bis zum Winter nicht mehr. Eine Möglichkeit wäre es, vorerst mit klaren Aufgaben in der Abwehr Mann gegen Mann zu spielen. Das ist vielleicht altmodisch, aber wir müssen jetzt noch ein paar Punkte sammeln und uns irgendwie in die Winterpause retten.

Um dann im kommenden Jahr durchzustarten?

Das ist der Plan. Immerhin stehen dann ja auch die derzeit verletzten Hoffnungsträger wie Christoph Hainke oder Tom Thiede wieder zur Verfügung. Und vielleicht können wir ja auch noch mal personell hier und da nachlegen.

Wie gut sind Sie über die Konkurrenz auf dem Laufenden? Sie waren ja einige Zeit raus aus dem Trainergeschäft.

Trotzdem habe ich mir in den letzten Jahren viele Spiele angeschaut. Außerdem sind Trainerkollegen wie Sulingens Stefan Rosenthal oder Lemfördes David Schiavone ehemalige Spieler von mir. Mit denen tausche ich mich regelmäßig aus. Genügend Informationen bekomme ich also.

Hand aufs Herz: Ist das die schwierigste Station Ihrer Trainerkarriere? Immerhin beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz schon fünf Punkte.

Es ist ganz klar eine schwierige Situation. Aber als ich damals Walter Brinkmann als Twistringer Trainer abgelöst habe, war es auch eine Herkulesaufgabe, in der Landesliga zu bleiben.

Es gibt also noch Hoffnung für den SCT?

Wenn ich nicht vom Klassenerhalt überzeugt wäre, hätte ich nicht zugesagt. Wenn künftig ein Rad ins andere greift, können wir es packen. Ich glaube daran.

Und dann würden Sie Ihren Vertrag verlängern?

Zumindest könnte ich mir dann eine weitere Saison vorstellen. Aber jetzt müssen sich die Mannschaft und ich erst einmal beschnuppern und schauen, ob es passt.

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