13-Jährige holt sich Hallen-Bezirkstitel / Unbesiegt in der Verbandsliga / Traum DM-Teilnahme

Start-Nr. 8: „Küken“ Radeke auch bei Damen top

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Auch der Volley gehört zum Repertoire der erfolgreichen Barrierin Kristin Radeke. ·

Barrien - So einen großen Siegerpokal hat Kristin Radeke noch nie in ihren Händen gehalten. Verdient hat sie ihn, denn die 13-jährige Tennisspielerin des Barrier TC gewann gleich bei ihrem Debüt die Hallen-Bezirksmeisterschaften der Damen in Brinkum. Der Titel war das i-Tüpfelchen auf ihr bisher erfolgreichstes Jahr.

Dabei konnte Kristin Radeke zu Jahresbeginn wegen einer Hüftverletzung drei Monate lang nicht ihrem Lieblingssport nachgehen. Aus der Zwangspause kehrte sie aber stark zurück, denn im Anschluss spielte sie eine grandiose Premierensaison im Team des Damen-Verbandsligisten Barrier TC. An Position vier blieb sie in drei Einzeln und drei Doppeln ungeschlagen – dabei war sie vor der Freiluftrunde nur als Ersatz eingeplant gewesen. „Bei meinem ersten Einsatz war ich gar nicht nervös“, erinnert sich Radeke. In einem Einzel zeigte sie besondere Nervenstärke und wandelte im dritten Satz einen 1:4-Rückstand noch in einen Sieg um. Bei den U 14-Verbandsmeisterschaften erreichte sie souverän das Finale, das sie jedoch knapp mit 3:6 und 6:7 verlor.

Viele gute Ergebnisse erzielte die Achtklässlerin auch im Rahmen der „Nike Junior Tour“: Als „Verbandskind“ – Radeke gehört in ihrer Altersklasse zu den besten Tennisspielerinnen im Verband Nordwest und erhält daher seit drei Jahren Verbandstraining – durfte sie mit einigen anderen Verbandskindern und dem Trainer auf Turnierreise gehen. In Berlin, Hamburg, Hannover und Norderstedt gelangen ihr einige Siege gegen starke Gegnerinnen. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten: „Zum ersten Mal habe ich es in meiner Altersklasse unter die Top 150 in Deutschland geschafft“, jubelt Radeke. Derzeit steht bei ihr Platz 120 zu Buche, Tendenz steigend.

In der gerade laufenden Hallensaison verbuchte sie einen vierten Platz bei den U 14-Verbandsmeisterschaften – allerdings war sie da gesundheitlich angeschlagen. Eine Woche zuvor hatte sie souverän bei den Damen-Bezirksmeisterschaften triumphiert. Im Finale besiegte die Favoritin die an zwei gesetzte Catharina Döhle (TSV Heiligenrode) glatt mit 6:1, 6:3. Dabei wurden noch einmal ihre Stärken deutlich: Läuferisch ist Radeke, die vier Trainingseinheiten pro Woche absolviert, top. „Wenn ich Druck mache und die Gegnerin zu kurz wird, nutze ich auch meine Chance“, sagt die 13-Jährige, die auf dem Platz sehr ruhig und geduldig ist. Am Aufschlag möchte die 1,58 Meter große Barrierin noch arbeiten. Wenn sie weiterhin so fleißig trainiert, erfüllt sich vielleicht auch ihr großer Wunsch: Die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften. Dafür muss sie „nur“ Verbandsmeisterin werden. Im Sommer war sie schon knapp dran.

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