2:1 in Drakenburg dank Nüßmanns „Flanke“

Krummes Ding rettet Wetschen

Mittelfeldspieler Lukas Heyer (li.) machte es mit dem TSV Wetschen gestern wieder mal spannend. - Foto: Flügge

Wetschen - Langweilig wird es Frank Heyer auf der Trainerbank des TSV Wetschen in dieser Saison eigentlich nie. „Wer unsere letzten Ligaspiele gesehen hat, der weiß, dass man bei uns mit allem rechnen muss“, sagte der Coach mit einem Grinsen. Auch gestern Abend bot der Fußball-Landesligist im Achtelfinale des Bezirkspokals wieder gute und vor allem spannende Unterhaltung. Nach einer sehr hektischen Schlussphase und einem emotionalen Auf und Ab setzte sich Wetschen mit 2:1 (0:0) beim Bezirksliga-Vierten TuS Drakenburg durch.

Die Partie hatte recht ruhig begonnen. Der Favorit zog seinen Matchplan, auf dem engen Platz in Drakenburg viel über die Außenpositionen zu spielen, zunächst konsequent durch. „Die ersten 30 Minuten waren gut, da fehlten nur im entscheidenden Moment oft ein paar Zentimeter“, meinte Heyer. Doch dann verlor der TSV ein wenig den Faden und ließ sich von der robusten Spielweise der Gastgeber beeindrucken. „Das war alter, englischer Fußball“, sagte Heyer, „oft hohe und lange Bälle, die manchmal nicht so leicht zu verteidigen sind.“

Im zweiten Durchgang versuchte der Bezirksligist dann mehr mitzuspielen – das Tor aber machte Wetschen. Nach Freistoßflanke von Philipp Nüßmann köpfte Andre Heyer das 1:0 (57.). Sein Bruder Frank hatte sich dann schon mit dem knappen Sieg angefreundet, als Dominic Becker im eigenen Strafraum einen Elfmeter verursachte und auch noch Gelb-Rot bekam (89.). „Das hat mich aufgeregt, weil es meiner Meinung nach kein Elfer war“, ärgerte sich Heyer. Marc Fricke war’s egal, er traf zum 1:1 für die

Heyer bringt sogar seinen Co-Trainer

Hausherren. In der zweiten Minute der Nachspielzeit schlug Wetschen aber zurück. Nüßmanns hohe Freistoß-Hereingabe wurde plötzlich extrem gefährlich, weil keiner dazwischenging – und der Ball sich als Bogenlampe ins Netz senkte. 2:1 für Wetschen. Schluss und eben kein Elfmeterschießen, auf das sich alle schon eingestellt hatten.

Für Wetschen war der Sieg nicht selbstverständlich, weil der TSV quasi mit dem letzten Aufgebot angereist war. „Ich hatte nur zwölf Leute“, meinte Heyer, der sogar seinen Co-Trainer Benjamin Priesmeier einwechselte. Letztlich mit Erfolg. 

mr

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