Rehdener erleidet Spiralbruch des Schien- und Wadenbeins / Wnuck: „Ich war wie gelähmt“

Krogemann ganz schwer verletzt

+
Schwer verletzt: Rehdens Defensivspieler Dominic Krogemann (Mitte) fällt nach einem Schien- und Wadenbeinbruch für lange Zeit aus. ·

Kreis-Diepholz - Von Arne FlüggeREHDEN · Das Krachen war über den ganzen Platz zu hören. Nach einem unglücklichen Zusammenprall im Trainingsspiel zog sich Dominic Krogemann von Fußball-Regionalligist BSV Rehden eine ganz schwere Verletzung zu. Der Defensivspieler erlitt einen Spiralbruch des rechten Schien- und Wadenbeins. Der 24-Jährige wurde bereits erfolgreich operiert, musste die Nacht aber auf der Intensivstation des Diepholzer Krankenhauses verbringen.

Rehdens Trainer Björn Wnuck stand auch gestern noch ganz unter den Eindrücken der Szene. „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich habe zwar schon gesehen, wie sich jemand auf dem Platz das Kreuzband reißt, doch das ist damit überhaupt nicht zu vergleichen. Dieser Knall, die lauten Schreie von Kroge. Und dann habe ich gesehen, dass der Fuß daneben hing. Ich war wie gelähmt, wie paralysiert. Ich wusste im ersten Moment nicht, was ich machen sollte“, berichtete der 29-Jährige.

Zum Glück seien andere wesentlich geistesgegenwärtiger gewesen, so Wnuck. Betreuer Volker Steinert kümmerte sich sofort um Krogemann, wickelte ihn in Decken, schiente das verletzte Bein notdürftig mit Getränkekisten, rief den Notarzt und machte den Weg für den Krankenwagen frei.

Krogemann wurde sofort in die Klinik gefahren, der Bruch mit Nägeln und Platten fixiert. „Du denkst doch nicht im Traum daran, dass so etwas mal passieren kann“, meinte Wnuck: „Für den Jungen tut es mir riesig leid.“

Rehdens Coach hat seinen Spieler bereits im Krankenhaus besucht. „Die Operation ist gut verlaufen. Kroge war schon wieder verhältnismäßig gut drauf“, erklärte Wnuck.

Wie lange Krogemann nach dem komplizierten Bruch ausfällt, ist nicht abzusehen. Rund acht Monate dürften das Minimum sein. Doch darüber macht sich Wnuck derzeit keine Gedanken. „Wichtig ist, dass Kroge jetzt gesund wird. Alles andere ist Kaffeesatzleserei.“

Krogemanns Verletzung trifft den BSV Rehden angesichts der ohnehin schon angespannten Personallage hart. Weil der etatmäßige Innenverteidiger Michael Wessel am Sonntag im Auswärtsspiel beim FC Eintracht Norderstedt eine Gelbsperre abbrummt, „hätte Kroge definitiv auf der Manndeckerposition gespielt“, meinte Wnuck. So aber muss der Coach jetzt ganz neu planen. Francis Banecki wäre eine Option, doch den Allrounder würde Wnuck nach dessen starker Leistung gegen Goslar nur ungern von der „6“ ins Zentrum zurückbeordern. „Ich werde im Training noch einiges ausprobieren und mich dann für die Variante entscheiden, von der ich am meisten überzeugt bin“, kündigte Wnuck an.

Verzichten muss der Coach in Norderstedt ohnehin auf Danny Arend (muskuläre Probleme), Daniel Gunkel (Sprunggelenksverletzung) und Bryan Jordan (Zerrung). Für Torwart Milos Mandic ist nach dessen Meniskus-Operation die Saison gelaufen. Und jetzt Krogemann. „Das macht alles nicht einfacher“, sagte Wnuck, „Doch es bietet auch Potenzial für Trotz. Wir müssen jetzt noch enger zusammenrücken, am Sonntag nach Norderstedt fahren – und uns für Kroge den Arsch aufreißen.“

Trump: Lösung im Nahost-Konflikt kann Region befrieden

Trump: Lösung im Nahost-Konflikt kann Region befrieden

Terror gegen Teenager: 22 Opfer bei Anschlag in Manchester

Terror gegen Teenager: 22 Opfer bei Anschlag in Manchester

Besonderes Flair: Sightseeing in den schönsten Straßen der Welt

Besonderes Flair: Sightseeing in den schönsten Straßen der Welt

Sanierung der A1 nach Gefahrgut-Unfall

Sanierung der A1 nach Gefahrgut-Unfall

Meistgelesene Artikel

Marathon-Sieger Dorn: „Es hat mir in Drebber super gefallen“

Marathon-Sieger Dorn: „Es hat mir in Drebber super gefallen“

Kantersieg für die Katz’: Melchiorshausen steigt ab!

Kantersieg für die Katz’: Melchiorshausen steigt ab!

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Maarten Schops muss seinen Spitzenreiter TuS Sulingen selten umbauen

Maarten Schops muss seinen Spitzenreiter TuS Sulingen selten umbauen

Kommentare