TuS Sulingen verliert Heimspiel gegen Lehrte

Krise im Landeanflug – 1:2

Auch Sulingens Stürmer Atsuhi Waki (re.) biss sich an den bulligen Lehrter Verteidigern die Zähne aus. - Foto: Flügge

Sulingen - Von Arne Flügge. Während seine Spieler unter dem herunterprasselnden Dauerregen mit gesenkten Köpfen wie begossene Pudel in die Kabine schlichen, war Maarten Schops ganz und gar in seine Gedanken vertieft. Dem Trainer von Fußball-Landesligist TuS Sulingen war nach der 1:2 (0:1)-Heimpleite gegen den FC Lehrte deutlich anzusehen, dass er litt.

„Ich bin schon sehr enttäuscht“, sagte der 40-Jährige mit ganz ruhiger Stimme: „Es ist schwierig, zu akzeptieren, dass wir gut und hart trainieren und das am Wochenende aus irgendeinem Grund nicht auf den Platz bekommen.“

Mit dem weichen Polster von sieben Punkten Vorsprung waren die Sulinger aus der Winterpause gekommen. Nach der nun zweiten Niederlage in Folge ist der Vorsprung weg, der heiße Atem der Konkurrenz wieder im Nacken zu spüren. „Natürlich wussten wir, dass es für uns eine harte Rückrunde wird“, sagte Schops, „aber wir haben auch ganz ehrlich nicht damit gerechnet, diese beiden Spiele zu verlieren.“

Es scheint eine Krise im Landeanflug auf den TuS Sulingen zu sein. Zumindest steht zu befürchten, dass es eine Zeit dauern wird, bis sich die Mannschaft von den Niederlagen erholt und wieder ihren Weg gefunden hat. „Wir sind zwar noch vorn, aber unsere Formkurve zeigt nach unten, die der Konkurrenz nach oben. Die anderen Mannschaften sind nicht besser, aber sie sind stabiler, lassen weniger zu und nutzen ihre Chancen eiskalt.“ Attribute, die seinem Team derzeit abgehen. „Wir müssen das so schnell wie möglich wieder hinbekommen“, forderte der Belgier. Das sei nicht unmöglich, das große Ganze aber müsse jetzt erstmal zurückstehen. Schops: „Wir müssen zusehen, dass unsere Leistung wieder stimmt. Erst dann können wir über unsere Ziele sprechen.“

Und die Vorstellung gestern machte deutlich, dass den Sulingern vieles abhanden gekommen ist. Sicher, sie haben alles versucht, von daher kann man ihnen keine fehlende Leidenschaft vorwerfen, doch der TuS Sulingen spielte einfach zu kompliziert, und „mit dem Ball haben wir einfach nicht gut gespielt“, seufzte Schops: „Wir haben viel investiert und auch Chancen gehabt, doch uns fehlt die letzte Qualität im Spiel nach vorn und auch im Torabschluss. Und dann wird es im Verlaufe des Spiels immer schwieriger, die Ruhe zu bewahren.“

Schließlich mussten die Gastgeber schon früh einem 0:1-Rückstand hinterherlaufen. Nach einer Flanke von Pascal Bodmann stand Michael Fitzner in der Mitte völlig blank und köpfte zum 1:0 ein (6.). Ein Tor, das nicht hätte fallen dürfen, weil „genügend Leute von uns da waren. Und dennoch lassen wir ihn zum Abschluss kommen“, monierte Schops.

Lehrte zog sich fortan komplett zurück, die Gastgeber starteten einen Angriffsversuch nach dem anderen, blieben aber immer wieder hängen, suchten zu spät den Abschluss. Und kamen sie mal durch, war es einfach zu ungefährlich und zu harmlos. Das zog sich dann wie ein roter Faden durch das weitere Spiel: 80 Prozent Ballbesitz, null Prozent Ertrag. Bis zur 68. Minute. Endlich wurde einmal schnell nach vorn kombiniert, der eingewechselte Mehmet Koc passte von der rechte Seite zurück an die Strafraumgrenze, und Sebastian Elvers vollstreckte aus 16 Metern zum 1:1.

War das die Wende? Nein. Denn trotz aller Bemühungen waren die Sulinger nicht in der Lage, jetzt noch eine Schippe draufzulegen und sich entscheidend in Szene zu setzen. Und es sollte noch schlimmer kommen. Nach einem Lehrter Konter brachte Lauritz Müller Gegenspieler Patrick Heldt im Strafraum zu Fall. Der Gefoulte verwandelte den Elfmeter zum 2:1-Siegtreffer der Gäste (84.) und klaute Sulingen damit sogar noch alle Punkte.

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