Bremer SV holt 11. Ristedter „Württemberg-Cup“ mit 6:4 nach Elfmeterschießen / Brinkum hält vor 400 Zuschauern toll mit

Der Krimi-Triumph des Topfavoriten

Teamwork: Die Brinkumer Luca Schierenbeck (l.) und Keeper Niclas Bertram stoppen BSV-Angreifer Patrick Wunderling.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannRISTEDT · Topfavorit Bremer SV (Bremen-Liga) sicherte sich gestern Abend durch ein 6:4 (1:1) nach Elfmeterschießen gegen den Liga-Rivalen Brinkumer SV den Sieg beim 11. Ristedter Fußball-Turnier um den „Württemberg-Cup“, „sackte“ dafür 500 Euro ein und setzte sich damit in Ristedt schon zum vierten Male durch. Den dritten Platz holte sich verdientermaßen Bezirksligist TSV Bassum durch ein 1:0 gegen den Liga-Rivalen TSG Seckenhausen-Fahrenhorst.

Finale, Bremer SV - Brinkumer SV n.E. 6:4 (1:0): Es war das beste Spiel des Turniers. Die jungen Brinkumer wollten den Ex-Kollegen (gleich sieben Spieler samt Trainerstab wechselten von einem BSV zum anderen) zeigen, dass auch sie etwas drauf haben. So entwickelte sich eine rassige Partie, in der die Bremer etwas abgeklärter und technisch versierter agierten. Da war das 1:0 (22.) durch Torjäger Jan de Boer (Abstauber aus fünf Metern) kein Zufall.

Aber Brinkum war dadurch in keinster Weise geschockt. Luca Schierenbeck (25.), Marc Rässler (30.) und Parsya Hadjibaschiri (36.)

▪ Ugur Saatci schießt

▪ Brinkums Ausgleich

verpassten den möglichen Ausgleich. Der fiel dann in der 73. Minute: Nach Foul von de Boer an Kevin Müller verwandelte Ugur Saatci den fälligen Elfmeter zum 1:1. Jetzt stand das Match Spitz auf Knopf.

Die logische Folge war das Elfmeterschießen. Hier hatten die Brinkumer die etwas schlechteren Nerven, als Karlos Yacoub den entscheidenden Strafstoß vergab. Brinkums Trainer Holger Zander war aber weit davon entfernt, dem Turniersieg nachzutrauern: „Ich bin in keinster Weise enttäuscht, denn wir haben mit unserer neuen Mannschaft hier viel erreicht. Der Bremer SV war in einigen Situationen etwas cleverer als wir.“

Spiel um Platz drei, TSV Bassum - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 1:0 (0:0): Kurz vor Ende der Partie meinte Bassums Trainer Stephan Stindt: „Wenn wir jetzt noch den Ausgleich kriegen, verstehe ich die Welt nicht mehr.“ Soll heißen: Bassum hatte gestern derart viele Chancen, dass sein Team viel früher den Sack hätte zumachen müssen. Als der Pfiff dann kam, wirkte Bassums neuer Coach erlöst und zufrieden: „Wir haben ein gutes Turnier gespielt und gegen jeden Gegner mitgehalten. Der Sieg heute jedenfalls ist hochverdient.“

Dem mochte Trainer-Kollege Torben Budelmann nicht widersprechen: „Wir haben verdient verloren. Vielleicht lag’s etwas daran, dass meine Jungs immer noch enttäuscht waren, nicht ins Finale gekommen zu sein. In der ersten Halbzeit war das heute gar nichts.“ Co-Trainer Wilco Freund ergänzte: „Jetzt wissen wir wenigstens, wo wir in der Vorbereitung noch den Hebel ansetzen müssen.“

Bassum hatte klar das Gros der hochkarätigen Chancen, deren Verwertung Stindt aber gar nicht gefiel. Vor dem Wechsel hätten Jannik Hahnel, Oliver Meyer oder Roman Seidel die Führung herausschießen können. Das tat gleich nach dem Wechsel (39.) dann Mathis Hoffmann, der beim 1:0 mit einer gekonnten Kopfball-Bogenlampe erfolgreich war. Die TSG kam zwischen der 46. und 50. Minute (Chancen durch Pankratz und Hübner) kurzzeitig auf, aber der Elan verpuffte genauso schnell wieder.

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