Kreisliga-Torschützenkönig Stephen Bohl hätte noch häufiger treffen können

Ein Bomber mit Mitgefühl

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Stephen Bohl (M.) auf dem Weg zum nächsten Tor. 42 Mal in dieser Saison konnten seine Gegner dies nicht verhindern.

Sudweyhe - Von Cord Krüger. Irgendwann wusste Stephen Bohl selbst nicht mehr, wie viele Tore er nun beim bedauernswerten TuS Syke geschossen hatte. „Aber der Schiri war immer genau auf Höhe“, verriet der Stürmer des TuS Sudweyhe mit einem fast verschämten Grinsen. Und als Referee Rico Niemann dem 25-Jährigen von seinen am Ende neun Treffern berichtete, wusste Bohl, dass er für den Kreismeister nun auch die Torjägerkanone geholt hatte. „Das bedeutet mir schon was – vor allem, weil ich damit der Mannschaft etwas zurückgeben konnte.“

Jener Mannschaft, die ihm beim 13:1-Sieg über den Vorletzten auch einige Bälle zum Einschuss aufgelegt hatte und dank der er Kirchdorfs Christoph Albers doch noch um ein Törchen in der Rangliste überholt hatte. „Das tut mir ein bisschen leid für Christoph, aber er hat ja gegen Syke zuletzt auch sechs Dinger gemacht“, erinnert Bohl.

Ebenfalls Mitgefühl blieb nach seinem Neuner-Pack für die Syker – davon ein Hattrick in nur drei Minuten am Ende. „Aber die Syker sind teilweise auch echt unglücklich in die Zweikämpfe gegangen.“ Die Folgen: fünf Elfmeter, die der Industriekaufmann alle verwandelte und von denen er zwei selbst herausgeholt hatte. Auch vom Punkt muss man erstmal treffen – doch Bohl bewahrte die Ruhe, nachdem ihn seine Mitspieler stets laut als Schützen gefordert hatten. An dieser Abgeklärtheit hapert es bisweilen noch bei ihm, sagt der Angreifer über sich selbst: „Ich hätte noch öfter treffen können.“

Sein Trainer Wilco Freund meint sogar, dass es „gut 30 Tore mehr hätten sein können“. Doch das sieht er Bohl angesichts „seiner anderen großen individuellen Fähigkeiten“ nach: „Stephen ist unwahrscheinlich schnell, findet fast immer die richtigen Laufwege. Er hat eine sehr gute Einstellung – im Training und im Spiel. Er ist eine Führungspersönlichkeit.“ Umso mehr freut sich der TuS-Coach, dass ihm seine gefährlichste Waffe bleibt. Zwischendurch sah es nicht zu 100 Prozent aus, denn Bohl stand auch mit dem TSV Melchiorshausen in Kontakt. Dessen künftiger Coach Reiner Klausmann „ist ja mein Ex-Trainer“, erinnert er an den einst für Sudweyhe verantwortlichen Fußball-Lehrer. „Doch die Anfrage kam etwas spät – da hatte ich hier schon zugesagt.“

Deshalb freut sich der Goalgetter nun auf die Bezirksliga mit einer Mannschaft, die fast komplett zusammenbleibt. „Darüber hinaus bekommen wir noch einige gute Leute dazu – auch aus unserer starken A-Jugend.“ Bohl ist dann weiter als „Leitwolf“ gefordert, „denn mit meinen 25 Jahren bin ich ja jetzt schon der Drittälteste“, sagt der Vizekapitän schmunzelnd. Er selbst wiederum will weiter seine „Kaltschnäuzigkeit“ verbessern, aber daran haben wir schon gearbeitet“, erläutert Freund.

So freut sich Stephen Bohl auf die Herausforderung in der neuen Liga, „in der ich vielleicht wegen des höheren Spielniveaus nicht mehr so viel auf die Socken bekomme. Bisher war ich zum Glück ja allenfalls nur kurz verletzt, und ich hoffe, dass das so bleibt.“

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