Litauer verlässt HSG Barnstorf/Diepholz

Kreisläufer Gervé zieht´s zum TvdH Oldenburg

Verlässt den Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz nach sieben Jahren: Kreisläufer Andrius Gervé (beim Wurf).
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Verlässt den Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz nach sieben Jahren: Kreisläufer Andrius Gervé (beim Wurf).

Barnstorf - Von Matthias Borchardt. Wenn Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz am Montag, 31. Juli, mit der zweiten Vorbereitungsphase wieder das Training aufnimmt, dann ist ein Akteur nicht mehr dabei, und zwar Kreisläufer Andrius Gervé. Der Litauer hat sich dem ambitionierten Verbandsligisten Tvd Haarentor Oldenburg angeschlossen.

„Es ist doch klar, dass mir nach sieben Jahren bei der HSG Barnstorf/Diepholz der Abschied schwer gefallen ist. Ich habe für den Verein immer mein Bestes gegeben. Ich wollte aber noch einmal etwas Anderes ausprobieren“, sagt der 31-Jährige.

Thiemann lobt den Vorzeigeathleten

Gervé hat diesen Entschluss nicht im Alleingang gefasst, sondern tauschte sich vor seinem Wechsel intensiv mit Heiner Thiemann, sportlicher Leiter bei der HSG Barnstorf/Diepholz, aus. Thiemann lobt den Vorzeige-Handballer, der 2010 von RK Granitas Kaunas gekommen ist: „Andrius hat sich vorbildlich für unseren Verein eingesetzt. Er war eine tragende Kraft in der Mannschaft. Er hat sich bei uns richtig gut entwickelt. Aufgrund seiner Leistungen bei uns ist er in die litauische Nationalmannschaft berufen worden.“ Dort zog sich der zweikampfstarke und torgefährliche Kreisläufer eine schwere Schulterverletzung (rechter Wurfarm lädiert) zu.

In der abgelaufenen Saison musste der in Barnstorf mit seiner Familie lebende Gervé aufgrund eines Knorpelschadens im rechten Knie lange Zeit passen. Er fehlte mehrere Wochen, machte etliche Spiele nicht mit, absolvierte ein Reha-Programm. „Andrius kann im Training viele Übungen nicht mehr mitmachen, Seitwärtsbewegungen, abbremsen und harter Körperkontakt in der Abwehr gehen nicht mehr richtig“, erläutert Thiemann. Aufgrund dieser Gegebenheiten wollte Gervé kürzer treten, unterklassig weiterspielen.

Golenia und Quader derzeit die ersten Optionen

Die Verantwortlichen des TvdH Oldenburg suchten nach dem unerwarteten Abgang von Leistungsträger Ivo Warnecke (jetzt Trainer bei Drittliga-Absteiger SG VTB/Altjührden) Ersatz. Da Oldenburgs Coach Vaidas Dilkas mit seinem litauischen Landsmann Gervé befreundet ist, gab der 31-Jährige ihm letztendlich die Zusage. „Sie wollen gemeinsam etwas machen. Andrius ist sehr ehrgeizig, will es noch einmal bei einem anderen Verein probieren“, unterstreicht Thiemann.

Barnstorfs Trainer Dag Rieken sagt zur Personalie Gervé: „Andrius stellt schon einen Verlust dar. Wir mussten ja schon fast die komplette Rückserie auf ihn verzichten. Wir können den Weggang aber kompensieren.“ Martin Golenia und Cedric Quader dürften am Kreis erste Wahl sein. Auch der A-Jugendliche Hannes Göbel könnte eine Option sein. „Er hat die erste Vorbereitungsphase mittrainiert. Wir müssen sehen, wie er sich weiterentwickelt“, meint der 48-jährige B-Lizenz-Inhaber.

Passiert personell beim letztjährigen Tabellensiebten nach den Zugängen von Jan Linné (TuS Nettelstedt II) und Tobias Mundhenke (eigene Zweite) noch etwas? „Wir sind immer weiter auf der Suche nach guten Handballern“, betont Thiemann abschließend.

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