Kreisauswahl trennt sich von Werders Elite-Team 4:4 / Nur 100 Zuschauer

Eine fulminante Aufholjagd, ein bitterer Beigeschmack

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Zweikampf zwischen dem Sudweyher Hanjo Harjes (rechts) und Tim Steidten vom Werder Bremen Elite-Team.

Schwarme - Von Arne Flügge. Werder-Legenden zum Anfassen, acht Tore und eine fulminante Aufholjagd: Das Benefizspiel zwischen den Kreisliga-All-Stars und dem Werder Bremen Elite-Team zugunsten des Kinderhospiz’ „Löwenherz“ Syke gestern Abend hatte so einiges zu bieten. Nach einer munteren Partie trennten sich beide Mannschaften leistungsgerecht 4:4. Bitter nur, dass lediglich 100 Zuschauer den Weg nach Schwarme gefunden hatten.

Entsprechend enttäuscht war Organisator Jörg Beese. „Es ist sehr, sehr schade, dass so wenige Leute gekommen sind. Zumal die Partie ja einem guten Zweck diente“, sagte der Trainer von Fußball-Kreisligist TSV Schwarme.

Diejenigen, die gekommen waren, wurden sportlich nicht enttäuscht. Die von Pedro Pinheiro (FC Sulingen II) gecoachte Kreisauswahl bot vor allem in der ersten Halbzeit eine überzeugende Leistung. „Der Haufen wurde wild zusammengestellt, ohne vorher einmal zu trainieren“, schmunzelte Pinheiro, „von daher war das in Ordnung.“ Und obwohl seine Mannschaft zur Pause nach Toren von Cengiz Yalcin (11./TSV Schwarme), Nico Riekers (27./TuS Sudweyhe) und Bartosz Drozdowski (36./SV Mörsen-Scharrendorf) mit 3:0 vorn lag, schwärmte Pinheiro von den ehemaligen Werder-Stars. „Das ist schon geil anzusehen, wie Frank Baumann noch verteidigt oder Mirko Votava das Spiel im Mittelfeld lenkt und Bälle verteilt.“

Ex-Werder-Torwart Christian Vander spielte fast die gesamten 80 Minuten durch – im Sturm. „Ich gehe nicht mehr ins Tor – die Hüfte“, sagte er. Vander blieb gestern torlos. „Einen hätte ich machen müssen, aber da war ich schon im roten Bereich“, schmunzelte er.

Benefizspiel: Kreisliga-All-Stars vs. Werder Bremen Elite-Team in Schwarme

Als dann Patrick Langhorst vom FC Sulingen nach der Pause auf 4:0 erhöhte (51.), schien alles auf einen ganz klaren Sieg der Kreis-Elf hinaus zu laufen. Doch weit gefehlt. Es ist nicht überliefert, was Werder-Trainer und Linksverteidiger Viktor Skripnik seiner Mannschaft zugeflüstert hat. Werder bekam plötzlich die zweite Luft. Tim Steidten (59.), Marcel Schlüter (62.) und Sebastian Hartung (64.) verkürzten innerhalb von fünf Minuten auf 3:4. „So Jungs, jetzt sind wir wieder dran“, lächelte Votava, „jetzt schaffen wir auch noch den Ausgleich.“

Gesagt, getan: Erneut Sebastian Hartung erzielte sechs Minuten vor dem Abpfiff das 4:4 (74.). Werder hatte einen 0:4-Rückstand wettgemacht. „Das war wieder eines der Wunder von der Weser“, schmunzelte Double-Kapitän Baumann: „Wir machen es wie die Profimannschaft. Erstmal zurückliegen und dann mit Leidenschaft noch ein Unentschieden holen.“ Werders Direktor Profifußball hatte das Spiel insgesamt „richtig Spaß gemacht. Wir kicken mit der Mannschaft einmal die Woche so für uns. Es war schön, jetzt mal im Wettkampf zu spielen, zumal es ja noch für den guten Zweck war.“

Allerdings hätte sich auch Baumann mehr Zuschauer gewünscht. „Das ist wirklich ein bisschen schade. Ich denke aber, dass trotzdem noch ein paar Euro für das Kinderhospiz übrig bleiben.“

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