Wetschens Oliver Ihnken sieht die Gelb-Rote Karte – dann kippt in Hameln das Spiel

Folgenschwerer Platzverweis – 1:3

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Sah gestern wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte: Wetschens Oliver Ihnken (vorn).

Wetschen - Knapp eine Stunde lang war Fußball-Landesligist TSV Wetschen trotz arger Personalsorgen gestern im Auswärtsspiel mit der SG Hameln 74 auf Augenhöhe. „Wir haben uns richtig gut verkauft“, sagte Wetschens Trainer Uwe Küpker nach dem unglücklichen 1:3 (1:1). Doch dann traf Schiedsrichter Helge Bruns (VSV Hohenbostel) beim Stande von 1:1 eine Entscheidung, die Küpker als „folgenschwer und spielentscheidend“ einstufte, und mit der er „überhaupt nicht einverstanden“ war: Nach einem Zweikampf zwischen Oliver Ihnken und dem Hamelner Sönke Wyrwoll stellte der Referee Wetschens Stürmer wegen wiederholten Foulspiels vom Platz. „Eine harte Entscheidung. Oliver hat klar den Ball gespielt. Auch der Assistent hat mir gesagt, dass da nichts war, ist aber nicht eingeschritten“, ärgerte sich Küpker. Zudem habe Wyrwoll, bereits mit Gelb vorbelastet, kurz danach ein „richtig rüdes Foul“ begangen, sei dann aber nicht vom Platz geflogen.

Bis zu diesem Zeitpunkt sah vieles nach einer Punkteteilung aus. Ihnken hatte Wetschen in der 15. Minute nach Vorarbeit von Steffen Winkler mit 1:0 in Führung gebracht. Nachdem der TSV-Angreifer kurz danach die Chance zum 2:0 vergeben hatte, traf Jannik Hilker in der 38. Minute zum 1:1-Ausgleich.

Fortan entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, ehe der Platzverweis für Ihnken Wetschen vor arge Probleme stellte. Mit einem Mann weniger und dann bei dem tiefen Boden „waren wir nicht mehr in der Lage, die nötigen Offensivakzente zu setzen“, berichtete Trainer Küpker.

Und dann kam auch noch Pech hinzu: Bei dem Versuch von Andre Krause, eine Hereingabe wegzugrätschen, sprang der Ball auf dem nassen Geläuf Wetschens Mittelfeldspieler ans Schienbein und von dort zum 1:2 ins Tor. „Wir haben dann noch einmal alles versucht“, sagte Küpker. Per Konter machte Hameln aber in der 83. Minute durch Flamur Dragusha den Sack zu. „Wir haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, mitzuhalten“, resümierte der TSV-Coach: „Von daher macht uns das Ergebnis jetzt nicht angst und bange. Wichtig ist, dass die verletzten Spieler jetzt zurückkommen.“

flü

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