„Württemberg-Cup“: Siegtorschütze beim Heiligenfelder 1:0 gegen Stuhr / Uphusen fertigt Melchiorshausen 6:0 ab

Janek Piontek macht den Unterschied

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Zumindest in der ersten Halbzeit war Heiligenfeldes Janek Piontek (links, hier gegen Stuhrs Jannik Troue) der beste Mann auf dem Platz und folgerichtig mit seinem 1:0 auch der Matchwinner.

Ristedt - Von Gerd Töbelmann. Seinem angestrebten Ziel, beim Ristedter „Württemberg-Cup“ zumindest das kleine Finale um Platz drei zu erreichen, kam Fußball-Bezirksligist SV Heiligenfelde gestern ein Stückchen näher, denn im Liga-Duell gegen den TV Stuhr sprang ein verdienter 1:0-Sieg heraus. In einem weiteren Spiel der Gruppe B setzte sich gestern Abend vor 250 Zuschauern Oberligist und Titelverteidiger TB Uphusen mit 6:0 gegen den Bremer Landesligisten TSV Melchiorshausen durch.

TV Stuhr - SV Heiligenfelde 0:1 (0:1): Heiligenfeldes neuer Trainer Walter Brinkmann ist ein Mann des klaren öffentlichen Wortes. Das war auch gestern bei seiner Spielanalyse nicht anders: „Ich denke zwar, dass wir aufgrund der besseren Offensivaktionen verdient gewonnen haben, aber es war ein wirklich schlechtes Spiel mit etlichen Ballverlusten. Wir haben viel zu viel mit langen Bällen operiert, obwohl das so nicht abgesprochen war. Wir müssen noch daran arbeiten, dass wir auch mal Ruhe ins Spiel bringen.“

In der ersten Halbzeit jedoch war das noch nicht so schlimm. In dieser Phase drückte ein Spieler dem Match seinen Stempel auf: Janek Piontek. Der SVH-Offensivmann war auf dem linken Flügel kaum zu bremsen, kam selbst zum Abschluss oder schlug knallharte Flanken in die Mitte. Da war es nur logisch, dass der 23-Jährige letztlich auch zum Matchwinner avancierte. In der 25. Minute knallte er das Leder nach einem verunglückten Stuhrer Rettungsversuch aus fünf Metern zum 1:0 in die Maschen.

Stuhr hatte seine beste Chance unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff (35.), doch Andre Kück scheiterte nach einem Sololauf mittig vor dem SVH-Kasten. Das galt auch für den aus Lahausen zum SVH gekommenen Tobias Marquardt nach dem Wechsel (66.). Insgesamt jedoch verflachte die Partie von Minute zu Minute. „Wir sind mit unserem Auftreten ganz und gar nicht zufrieden. Vor allem in der ersten Halbeit war Heiligenfelde klar besser und hat deshalb auch verdient gewonnen“, bilanzierte Stuhrs Trainer Stephan Stindt.

Dass es kein Offensivspektakel zu sehen gab, lag vielleicht auch daran, dass die Tormaschinen beider Teams nicht auf dem Platz standen. Während SVH-Torjäger Joshua Brandhoff (33 Saisontore) noch verletzt zuschaute, war sein Stuhrer Gegenstück Riccardo Azzarello (29 „Einschläge“) wegen einer Prüfung gar nicht vor Ort.

TB Uphusen - TSV Melchiorshausen 6:0 (3:0): Melchiorshausens Trainer Wilco Freund meinte noch vor dem Match: „Klar werden wir tief stehen. Aber wir wollen auch Nadelstiche nach vorn setzen.“ Teil eins der Aussage traf voll zu – Teil zwei so gut wie gar nicht. Dafür war der Leistungsunterschied zum schon voll im Saft stehenden Oberligisten viel zu groß. Ab und an gab es für die Blau-Weißen gar kostenlosen Unterricht im schnellen Kombinationsspiel.

Vor allem Mustafa Azadzoy machte den Unterschied aus. Der 23-Jährige, der mit Afghanistan immerhin amtierender Südasienmeister ist, war viel zu schnell für Melchiorshausen. Eigentlich ist ein Spieler mit solchen Qualitäten in der Oberliga verschenkt. „Klar bin ich froh, dass ich Mustafa im Kader habe“, meinte Trainer Dennis Offermann, der in der vergangenen Saison noch in Brinkum an der Linie stand.

Von Anfang an entwickelte sich ein einseitiges Match. Bereits vor der Pause besorgten Bekin Murati (17.), Denis Spitzer (24.) und Azadzoy (26.) die Vorentscheidung zum 3:0.

Auch danach änderte sich nicht viel. Royhat Kaya (47.), erneut Azadzoy (53.) und ein zweites Mal auch Kaya (69.) erhöhten auf 6:0. Demgegenüber blieb die Uphuser Hälfte für Melchiorshausen weitgehend eine Tabuzone.

„Uphusen hat unsere Fehler heute gnadenlos ausgenutzt. Noch bitterer ist aber, dass sich Matthias Kastens und Julian Michel verletzt haben“, sagte Freund.

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