Nach 24 Minuten beendet Gewitter die Partie / Werder II will wiederkommen

Petrus grätscht dazwischen: Allstar-Spiel abgebrochen

Mörsen - Es hat nicht sollen sein: Das Benefizspiel zwischen den besten Fußballern des Kreises Diepholz und Werder Bremens U23 wurde gestern Abend nach 24 Minuten beim Stand von 2:0 für die Bremer Regionalliga-Kicker abgebrochen. Doch Frank Baumann, Direktor für Profi-Fußball, Scouting und die U23 bei Werder, versprach nach dem Abbruch aufgrund eines nicht enden wollenden Gewitters: „Wir kommen wieder nach Mörsen.“

Michael Thrams senkte nach einer viertelstündigen Unterbrechung den Daumen: „Bei den Blitzen ist es zu gefährlich“, sagte der Schiedsrichter vom SV Mörsen-Scharrendorf. Schnell verbreitete sich die Meldung, dass Werders U23 schon in der kommenden Woche zum Wiederholungsspiel anreisen werde, doch dem schob Baumann einen Riegel vor: „Nächsten Mittwoch haben wir schon ein Testspiel verabredet, ich kann aber die Zusage geben, dass wir wiederkommen.“ Wann das sein wird, bleibt offen. „Ich werde mit Organisator Jörg Beese in Kontakt bleiben“, sagte der Ex-Nationalspieler. Die Spontanität kam an. „Ich ziehe den Hut vor Werder, dass sie so schnell gesagt haben, dass es wiederholt wird“, sagte Pedro Pinheiro, der das Diepholzer Allstar-Team als Trainer betreute.

Auch bei Initiator Beese kam nach anfänglicher Niedergeschlagenheit („Der ganze Stress, die ganze Hektik, und dann sowas...“) neuer Enthusiasmus auf: „Wir werden es neu angehen. Dann aber bitte mit Sonnen-Garantie“, sagte Beese: „Die Eintrittskarten von heute behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit, wenn sie bis dahin aufbewahrt werden.“

Die Neuauflage sollte sich kein heimischer Fußball-Anhänger entgehen lassen. Denn auch wenn die 250 Zuschauer (davon 100 Kinder) nur 24 Minuten den Ball rollen sahen, bekamen sie einiges geboten. Die Kreisliga-Kicker erwischten einen Blitzstart: Jan-Ove Bäker (TuS Sudwehye) schlug einen langen Ball auf Serdar Uludasdemir (SV Mörsen), doch freistehend im Strafraum bekam dieser die Kugel nicht entscheidend unter Kontrolle. „Der ist mir leider vom Schlappen gerutscht“, sagte der Offensivakteur hinterher. Drei Minuten später zog Michael Wiehle (TSV Bassum) aus 20 Metern ab, doch Werder-Keeper Eric Oelschlägel war zur Stelle. Anders als sein Gegenüber Markus Norrenbrock. Er stand zu weit vor seinem Kasten, Lukas Fröde sah es und lupfte zum 1:0 (9.) ein. Marcel Hilßner erhöhte mit einem trockenen Schuss von der Strafraumkante auf 2:0 (17.). Dann kam Petrus‘ Grätsche – mit voller Wucht.

Rubriklistenbild: © dpa

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