Für Krefta – gemeinsam gegen die Torflaute

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Abwehrspieler Michel Fischer spielt aktuell in der Weyher A-Jugend, wird im Sommer aber nach Brinkum wechseln.

Brinkum - Am 27. Oktober 2013 war alles gut für Dennis Krefta: Der Stürmer des Bremen-Ligisten Brinkumer SV steuerte einen Doppelpack zum 5:1-Erfolg gegen Union 60 bei. Es waren seine Treffer zehn und elf am zwölften Spieltag – was für eine Quote!

Doch kaum zu glauben, aber wahr: Seitdem ist der 22-Jährige torlos geblieben. Am 26. Spieltag soll sich das endlich ändern, Krefta am Sonntag im Heimspiel gegen den Blumenthaler SV (14 Uhr) wieder treffen. Dafür tut Trainer Dennis Offermann einiges.

„Natürlich reden wir viel“, sagt der Coach, der in der Hinrunde selbst noch auf dem Platz gestanden und sieben Tore erzielt hat: „Ich weiß doch, wie man sich fühlt. So eine Phase ist zum Kotzen, aber sie geht auch zu Ende. Das kann ich versprechen.“ Von allein klappt das allerdings nicht. Die Einstellung muss stimmen. Doch da sieht Offermann bei Krefta kein Problem: „Er hängt sich im Training voll rein, will sich selbst an den Haaren da rausziehen. Vielleicht ist es manchmal schon ein bisschen zu viel Elan.“

Krefta soll nun aber bloß nicht auf die Bremse treten. Schließlich lebt der Angreifer von seiner Schnelligkeit. Und da sieht Offermann auch das Team in der Plicht: „Wir müssen für Dennis die Situationen schaffen, in denen er seine Stärken ausspielen kann. Das ist uns zuletzt nicht ganz so gut gelungen.“

Mertgen steht nicht

mehr zur Verfügung

Die Torflaute des Einzelnen muss also gemeinsam bekämpft werden. Da hilft es natürlich auch, wenn andere treffen und Krefta damit den Druck nehmen. Dennis Mertgen ist das bislang mit zehn Toren ganz gut gelungen. Doch der 22-Jährige steht ab sofort nicht mehr zur Verfügung, weil er kurzfristig in Köln einen Studienplatz bekommen hat. „Das macht es offensiv für uns nicht leichter“, sagt Offermann, will aber nicht klagen: „Wir haben noch genug Qualität.“

Die sollte auf jeden Fall am Sonntag für einen Heimsieg gegen Blumenthal reichen. Gegen den Tabellensechsten gehen die Brinkumer als Favorit ins Spiel – und nicht wie vor einer Woche als Außenseiter. In der Rolle gelang der Offermann-Truppe ein starker Auftritt gegen Spitzenreiter Bremer SV, der sich zu einem 1:0-Sieg mühte. „Natürlich haben wir das ganz gut gemacht. Aber wir haben auch etwas falsch gemacht, sonst hätten wir nicht verloren“, merkt der Brinkumer Trainer an. Deshalb gab es vom 34-Jährigen in dieser Woche nicht nur lobende, sondern auch mahnende Worte – mit dem Ziel: die Einstellung muss bleiben, die Fehlerquote minimiert und vorne getroffen werden. Am besten von Krefta, damit der 27. Oktober als letzter Torjubel-Tag des 22-Jährigen gestrichen werden kann.

Zudem treibt Manager Frank Kunzendorf die Personalplanungen für die kommende Saison kräftig voran. Und zweimal wurde er schon in Sachen Neuzugänge fündig. Vom A-Junioren-Regionalligisten SC Weyhe wechseln Maximilian Wirth und Micel Fischer nach Brinkum. Wirth ist im offensiven Mittelfeld einsetzbar, während Fischer seine Stärken in der Abwehr hat. „Beide waren zweimal zum Probetraining bei uns und haben einen guten Eindruck gemacht“, erklärte Kunzendorf gestern. · kni/töb

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