ADVENTSKALENDER Tobias Siebert und Philipp Balters: Seckenhausens Social-Media-Männer

Kreativität auf drei Kanälen

Mit Laptop, weihnachtlichen Outfits und animierten Schneeflocken: Tobias Siebert (links) und Philipp Balters sind ziemlich oft online.
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Mit Laptop, weihnachtlichen Outfits und animierten Schneeflocken: Tobias Siebert (links) und Philipp Balters sind ziemlich oft online.

Social Media ist momentan ja in aller Munde. Bei den Fußballern der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst kümmern sich Tobias Siebert und Philipp Balters um die Darstellung ihres Clubs im Netz.

Seckenhausen – Ein Türchen oder ähnliches soll aufgehen, ein bisschen vorweihnachtliches Flair auf dem Bild zu sehen sein. Kein Problem – Tobias Siebert und Philipp Balters wissen sofort, was gemeint ist und liefern das gewünschte Motiv für unseren „Adventskalender“. Die Zwei sind eben Experten, wenn es um so etwas geht. Das zweite Foto im Container am Kunstrasenplatz der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst in Brinkum haben sie sogar schon ein wenig bearbeitet.

Mit Schneeflocken. Passt perfekt zu den Weihnachtsmützen und dem Christmas-Pulli, den Siebert extra angezogen hat. Balters und er kümmern sich seit etwa vier Jahren um die Social-Media-Belange der TSG-Fußballer. Und für Siebert wird das Hobby sogar bald zum Beruf.

251 Abonnenten bei Youtube (Stand 30. November), 1 303 bei Facebook – und gar 1 636 bei Instagram (satte 1060 Beiträge): Die TSG kann auf den unterschiedlichen Kanälen der Sozialen Medien sehr ordentliche Follower-Zahlen vorweisen. Für einen Verein, dessen erste Mannschaft in der Bezirksliga spielt, „ist das ordentlich“, meint Siebert und fügt mit hörbarem Stolz in der Stimme an: „Im Landkreis sind wir ganz vorne mit dabei.“

Macht auf die Tür! Hin und wieder schreiben Seckenhausens Tobias Siebert (rechts) und Philipp Balters ihre Social-Media-Beiträge auch im Container am Kunstrasenplatz in Brinkum.

Spartenleiter Hauke Janssen (Siebert: „Es gibt nichts, wo er seine Finger nicht mit im Spiel hat“) hatte das Seckenhauser Social-Media-Engagement seinerzeit mit angeschoben. Vor ein paar Jahren stiegen Balters und Siebert dann ein. Seither informieren sie, gemeinsam mit dem neuen Teammitglied Tim Härte aus der „Dritten“, über alles Wissenswerte rund um den Club. Ankündigungen, Ergebnisse, Fotos – alles dabei. Und bis vor kurzem hatten sie auch noch ein aufwändiges Videoprojekt. Zwei Jahre lang begleitete Siebert die „Erste“ mit der Kamera, sammelte Material ohne Ende. Balters (spielt inzwischen in der Alten Herren) war anschließend für den Schnitt verantwortlich. Herausgekommen sind 19 Folgen zu je zehn Minuten – abrufbar bei Youtube. „Ich war schon beim Treffpunkt immer dabei und bin als Letzter vom Platz gegangen“, schildert Siebert, der wegen zweier Kreuzbandrisse im rechten Knie (2015 und 2016) selbst nicht mehr aktiv ist – aber als Betreuer des Bezirksliga-Teams (seit Sommer) noch immer ganz nah dran.

Twitter machen wir nicht, weil wir viel mit Bildern bei Instagram oder auch mal längeren Texten bei Facebook arbeiten. Wenn wir bei Twitter einsteigen, können wir direkt auch noch über TikTok und andere Möglichkeiten sprechen. Das nimmt ja dann kein Ende mehr. Man muss auch nicht überall dabei sein.

Tobias Siebert über die unterschiedlichen Kanäle, die das Social-Media-Team der TSG Seckenhausen bedient.

Seine größte Leidenschaft liegt nun ganz klar im Gestalterischen – an Handy, Laptop oder PC. „Es macht einfach Riesen-Spaß. Bei der Bildbearbeitung mit Photoshop merkst du, was im kreativen Bereich alles möglich ist“, meint Siebert: „Und das habe ich sozusagen durch die TSG kennengelernt.“ Zuletzt hat der 29-Jährige eine Landkarte mit allen Seckenhauser Gegnern der 2022 beginnenden Abstiegsrunde entworfen und gepostet: „Das hat zwei Stunden gedauert.“

Siebert ist bei solchen Aufgaben voll in seinem Element und kam igrendwann auf die Idee, es auch hautberuflich zu machen. Im März hat er „nebenbei“ ein Grafikdesign-Fernstudium an einer Fachhochschule in Darmstadt angefangen. Mitte 2022 will er fertig sein und dann am liebsten „irgendwo im Sportbereich“ oder in der Marketingabteilung eines Unternehmens seine Kreativität einbringen. Seinen bisherigen Job als Autolackierer wird er dafür aufgeben. Seine Eltern seien zunächst nicht sonderlich begeistert davon gewesen, dass er den Familienbetrieb in Oldenburg verlässt und als späterer Inhaber somit eher nicht mehr infrage kommt: „Aber mein Bruder Steven arbeitet ja auch noch dort . . .“

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