TSV Wetschen kann mit Sieg gegen Almstedt die Landesliga-Abstiegszone verlassen

Krause zurück für den Weg aus dem Keller

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Wieder da: Andre Krause (vorn) nach abgebrummter Sperre und der genesene Nils Unger (r.) sind zurück im Wetscher Team.

Wetschen - Irgendwie schienen sie von sich selbst schockiert zu sein. Als die Landesliga-Fußballer des TSV Wetschen am Sonntag nach ihrem 5:2-Coup beim TSV Burgdorf die Rückfahrt antraten, „war die Stimmung im Bus irgendwie gedämpft. Sonst haben wir während solcher Heimreisen ja schon mal gesungen – selbst, wenn wir vorher so richtig auf den Deckel bekommen haben“, rätselt Trainer Friedel Holle: „Die Jungs waren erschlagen – schachmatt.“ Allerdings stellt der TSV-Coach klar, dass es „ein gutes Gefühl“ sei, nun nach acht Spieltagen nicht mehr auf dem letzten Platz zu stehen, „ein sehr gutes Gefühl sogar!“

Nun kann der Aufsteiger den nächsten Sprung nach vorn machen – und sich bei einem Heimsieg ab 16 Uhr gegen den MTV Almstedt am eigenen Schopf aus der Abstiegszone ziehen. „Wir haben es selbst in der Hand“, sagt Holle nicht ohne Stolz über das, was noch vor einiger Zeit kaum mehr erreichbar schien.

Und dann kommt in Gestalt des Tabellen-Zwölften ja noch ein vermeintlich leichteres Kaliber als Burgdorf nach Wetschen. Doch bei dieser Einschätzung protestiert Holle: „Die Burschen verfügen über eine enorme Physis. Wenn man nicht aufpasst, überrennen sie einen.“

Wie im Hinspiel, das Wetschen sang- und klanglos mit 0:3 verlor – trotz einer defensiven Taktik mit drei Sechsern vor der Abwehr. Almstedt hebelte den TSV über seine schnellen Flügelflitzer aus. Also geht es Holle diesmal offensiver an: „Wir haben zuletzt immer versucht, ein frühes Tor zu erzielen – und wir haben vorn die Jungs, die wir dafür brauchen.“ Der B-Lizenz-Inhaber lässt also wieder mit zwei Spitzen stürmen – eine Position davon dürfte in Gestalt des zuletzt vierfachen Torschützen Oliver Ihnken gesetzt sein. Mittelfeld-Stratege Andre Krause hat seine Gelbsperre abgebrummt, Offensiv-Wirbler Nils Unger kehrt nach abgeklungenen Knieproblemen ebenso zurück wie die zuletzt privat verhinderten Marwin Meyer und Murat Demirli. Beste personelle Voraussetzungen also für den Aufstieg aus dem Keller. Lukas Heyer und Lars Schulze bilden die Doppel-Sechs. „Bender“ Schulze droht jedoch eine Sperre – „das allerdings schon seit vier Spielen“, räumt Holle schmunzelnd ein: „Wie er das mit seiner kompromisslosen Art so lange durchgehalten hat, ist aller Ehren wert.“

Dies gehört eben auch zum Lernprozess, in dem Holle inzwischen deutliche Fortschritte erkannt hat: „Wir haben jetzt 25 Spiele in der neuen Liga absolviert und allesamt wertvolle Erfahrungen gesammelt. Spieler, Trainer und der gesamte Verein. Die nehmen wir auf jeden Fall mit. Und inzwischen wissen wir: Wir können mithalten.“ Den nächsten Beweis dafür wollen die Wetscher morgen gegen Almstedt antreten.

ck

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