Rehden gegen Hildesheim mit starkem Start und ziemlichem Chancenwucher

Krasniqi und Coleman knipsen früh

Quirlig und torgefährlich: Rehdens neuer Stürmer Kevin Coleman (am Ball, hier gegen Hildesheims Dominik Franke und Emre Aytun) traf zum zwischenzeitlichen 2:0.
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Quirlig und torgefährlich: Rehdens neuer Stürmer Kevin Coleman (am Ball, hier gegen Hildesheims Dominik Franke und Emre Aytun) traf zum zwischenzeitlichen 2:0.

Rehden – Angelos Argyris war stocksauer: Mitte der zweiten Halbzeit stauchte der neue Innenverteidiger des BSV Rehden mehrsprachig seine Vorderleute zusammen. Am Ende, nach dem 3:0 (2:0)-Heimsieg über den VfV Borussia 06 Hildesheim, atmete der Grieche tief durch – denn so sicher stand Rehdens Null hinten zwischenzeitlich nicht: „Das war ein richtig guter Gegner“, lobte der 27-Jährige die Domstädter nach seinem zweiten Spiel für die Schwarz-Weißen: „Das ist eine junge Mannschaft, die schönen Fußball spielt, aber am Anfang haben wir für sie zu viel Druck und Stress aufgebaut.“

Golombek lobt „Riesen-Pressing“

Und zwar mit einem „Riesen-Pressing“, wie BSV-Trainer Andreas Golombek hinterher lobte. Sein Hildesheimer Kollege Markus Unger gestand: „In den ersten zehn Minuten hat uns Rehden überrannt.“

Vielleicht auch, weil die letzte Vorbereitung des VfV aufs Spiel mäßig ausfiel – wegen eines Staus auf der A2, sodass der Mannschaftsbus erst 45 Minuten vor dem eigentlichen Anpfiff an den Waldsportstätten eintrudelte. Die Partie begann dann mit viertelstündiger Verspätung.

Stenogramm

BSV Rehden - VfV Borussia 06 Hildesheim 3:0 (2:0) - Rehden: Niemann - Nandzik, Roschlaub, Argyris, Haritonov - Tomic (72. Menga), Krasniqi, Temin - Djumo (77. Jallot) - Seaton (72. Pajaziti), Coleman (58. Popovic). Hildesheim: Brandt - David, Franke, Aytun (46. Rauch) - Erdmann, Ufuk, Schulze, Baghdadi - Drawz (65. Abdul), Sonntag (76. Shehada), Steinwedel. Tore: 1:0 (2.). Krasniqi, 2:0 (8.). Coleman, 3:0 (61.) Seaton. Schiedsrichter: Hendrik Duschner (SC Borgfeld). Zuschauer: 180.

Klar, dass die Platzherren da zwangsläufig frischer wirkten – und schon nach zwei Minuten in Führung gingen: Einwurf Alexander Nandzik auf Kevin Coleman, der spielte zurück zu Nandzik – und dessen Rechtsflanke nahm Kamer Krasniqi aus dem Lauf und traf ins lange Eck. Kurz darauf zappelte der Ball erneut im Netz, doch Coleman war zu schnell und ins Abseits gelaufen (4.). Bei der nächsten Aktion des US-Amerikaners hatte Schiri Hendrik Duschner aber nichts zu meckern, als Coleman von links einen feinen Diagonalball von Nandzik in die Maschen schlenzte (8.). Hildesheims Keeper Antonio Brandt verhinderte gegen den frei auf ihn zu sprintenden Michael Seaton das 3:0, den Nachschuss donnerte Djumo über das leere Tor (15.). Abermals Djumo traf den Außenpfosten (17.) – bei der Borussia brannte es hinten lichterloh. „Da müssen wir das 3:0, 4:0 und 5:0 machen“, monierte Golombek die Chancenverwertung.

Joker Popovic sticht als Vorbereiter

Anschließend kam das Unger-Team besser ins Spiel: Bei einem Entlastungsangriff verhinderte BSV-Torwart Flemming Niemann gegen Marco Drawz den Anschluss (21.) – es war der Auftakt zu einem nun deutlich offeneren Geschehen, in dem die Hildesheimer die gefährlicheren Szenen hatten. Doch dank Abwehrrecke Argyris, der zweimal ausputzte, und Niemann, der gegen Silas Steinwedel rettete (37.), ging es für den BSV glimpflich aus. Golombek reagierte, stellte auf eine Fünfer-Abwehrkette um – und seine Männer bekamen das Geschehen wieder unter Kontrolle.

Zur zweiten Hälfte veränderte auch Unger seine Defensive, brachte in Person des etatmäßigen Abwehrchefs Niklas Rauch mehr Routine in die Dreierkette. Und die erste Chance nach Wiederanpfiff hatte auch seine Mannschaft, doch Niemann war bei einem Schuss von Fatih Ufuk auf dem Posten (55.).

Spieler des Spiels: Alexander Nandzik

Blitzsaubere Leistung auf seiner rechten Abwehrseite, laufstark, mit seinen Flanken Vorbereiter des 1:0 und 2:0: Der 28-Jährige trug maßgeblich zum Sieg des BSV Rehden bei.

Nun wechselte Golombek – und der für Coleman neu ins Spiel gekommene Julijan Popovic hatte schon drei Minuten später seinen großen Auftritt: Nach Zuspiel von Nandzik sprintete er durch, flankte von rechts – und Seaton ließ die Kugel im Flug von der Brust neben den Innenpfosten tropfen – 3:0 (61.). „So ein Gurken-Tor“, sagte Unger seufzend zu der Szene, die Golombek als Knackpunkt sah: „Danach merkte man beim Gegner, dass für ihn das Ding durch war.“ Doch Brandt rettete gegen Altrim Pajaziti (74.), sodass es „nur“ beim 3:0 blieb.

Golombek war hinterher trotzdem zufrieden: „Wir sind auf dem richtigen Weg, sodass unsere Gegner bald merken, dass es schwer wird, gegen uns zu gewinnen.

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