Trainer des TV Neuenkirchen tritt zurück

Kramme verlässt Kommandobrücke

Hans Kramme ·
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Hans Kramme ·

Neuenkirchen - Von Cord KrügerDiese Nachricht traf Hans Kramme völlig überraschend. „Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet“, gab der bisherige Trainer des Fußball-Kreisligisten TV Neuenkirchen nach der Neuigkeit zu, die er vor knapp einer Woche erfahren musste: Teile der Mannschaft hatten sich zur neuen Saison einen anderen Coach gewünscht.

Und dies, obwohl der TVN derzeit als Dritter bestens dasteht! Doch der 57-Jährige sah das Vertrauen zu stark beschädigt und erklärte mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt. Das wollte so eigentlich niemand, einige Kicker riefen ihn in den vergangenen Tagen sogar an und baten ihn, den Schritt noch einmal zu überdenken. Vergeblich.

„Das ist schon schade, obwohl ich das ursprünglich gar nicht so lange machen wollte“, schildert Kramme. Vor eineinhalb Jahren hatte er den TVN übernommen und damals vor dem Abstieg gerettet. „Jetzt haben wir eine Bezirksliga-taugliche Truppe zusammen, stehen noch in der dritten Runde des Kreispokals – und auch mit der Zweiten lief es gut.“ Denn den Tabellenzweiten der 2. Kreisklasse hat Kramme bisher ebenfalls mittrainiert. „Wir hatten da ein gutes Konzept: Die Einheiten liefen gemeinsam ab – so war beim Training immer was los, und es gab mehr Konkurrenzkampf.“

An diesem System des doppelten Aufgalopps „wollen wir weiter festhalten“, unterstreicht TVN-Spartenleiter Karsten Rode. Auch ansonsten lässt er auf die Arbeit seines Freundes Kramme nichts kommen: „Eine Handvoll Spieler war nicht ganz zufrieden. Einige meinten, dass man mehr trainieren müsste. Aber unter der Woche sind eben viele gar nicht in Neuenkirchen“, sagt Rode: „Von daher hat Hans schon das Optimum aus der Mannschaft herausgeholt.“

Bis zum Saisonende will Rode keinen neuen Trainer verpflichten. Stattdessen rückt Co-Trainer Frank Scharrelmann nach, der nun von Spieler Michael Geisler als „kickendem Co.“ Unterstützung bekommt.

Hans Kramme hingegen steht für ein neues Trainer-Engagement vorerst nicht zur Verfügung. „Ich denke, das war‘s erstmal – aber wer weiß? Otto Rehhagel ist mit 73 ja auch noch mal zurückgekommen. Da hätte ich jetzt Gelegenheit zu 15 Jahren Pause…“

Und wenn sich die erste Enttäuschung gelegt hat, will der Neuenkirchener auch wieder das eine oder andere Heimspiel besuchen.

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