Uenzen: Wittmershaus vor Lawendel / Ehlers knapp besiegt

Krämpfe verhindern Showdown

Vor dem Start war Mario Lawendel (re.) noch guter Dinge. Später musste er in Uenzen nach heftigen Krämpfen Horst Wittmershaus (li.) den Vortritt lassen. Foto: töbelmann

Uenzen - Von Gerd Töbelmann. 800 Meter vor dem Ziel passierte es: Mario Lawendel (36) schrie laut auf und musste seinen Lauf unterbrechen. Mit tierischen Krämpfen im rechten Bein musste der Titelverteidiger vom LC Hansa Stuhr am Montag seinen Konkurrenten Horst Wittmershaus (SC Weyhe) ziehen lassen. Der 51-Jährige holte sich wenig später nach 21:36 Minuten seinen sechsten Sieg bei der 35. Auflage des Uenzer Vor-Silvesterlaufs über 6,1 km.

Wenig später (22:00) kam Lawendel ins Ziel und musste sich erst einmal hinlegen. Und wer war als Erster zur Stelle und linderte Lawendels Schmerzen? Horst Wittmershaus. Der entthronte Vorjahressieger war nicht am Boden zerstört: „Horst ist mein Idol. Ihm gönne ich den Sieg.“

Bis 800 Meter vor dem Ziel deutete viel auf einen Zielsprint der beiden überragenden Läufer hin. „Da hätte ich womöglich keine Chance gehabt“, erklärte Triathlet Wittmershaus. Lawendel, der zuletzt nicht so viel Zeit fürs Training erübrigen konnte (vielleicht eine Ursache der Krämpfe), war überrascht über das heftige Ziehen in der Muskulatur: „Sowas passiert mir ganz selten. Ich habe echt gedacht, dass ich mit Horst um den Sieg sprinte.“

Aber was ist nun mit Lawendel und seinem heutigen Heimrennen beim Silvesterlauf in Fahrenhorst? „Das werde ich kurzfristig entscheiden, ob ich da starten werde“, sagte der Hansa-Läufer. Vor dem Start in Uenzen hatte er noch überlegt, in Fahrenhorst die 4,5 oder 13,5 km anzugehen. Der Rat von Wittmershaus: „Das mit dem langen Kanten sollte er sich nach den heutigen Vorfällen gut überlegen.“ Der Ironman-Finisher vom Oktober auf Hawaii wird heute auf alle Fälle im Fahrenhorster Badenholz laufen und hat sich die 13,5-km-Strecke ausgesucht.

Auch bei den Frauen ging der Sieg an eine schon etwas ältere Starterin. Die 50-jährige Hamburgerin Johanna Goldschmidt (Triabolos Hanburg) gewann nach 26:13 Minuten mit nur einer Sekunde Vorsprung vor Sandra Ehlers vom SC Weyhe. Interessant an der Sache: Goldschmidt war nur wegen des Rennens nach Uenzen gekommen. „Ich bin schon mal vor vier Jahren hier gestartet. Und es hat mir derart gut gefallen, dass ich nun wiedergekommen bin. Hier ist alles sehr familiär und gut organisiert“, meinte die Triathletin.

Organisator Gert Kracke zeigte sich zufrieden: „Bei tollem Wetter hatten wir 116 Teilnehmer. Alles gut.“

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