Zweiter Anlauf für die Sulinger Abwehr

Kotrade wagt die Viererkette

Wollen in der Bezirksliga einen einstelligen Tabellenplatz: FC-Trainer Eckhardt Kotrade (vorn links) und die Neuzugänge Stefan Rosenthal (vorn rechts), Nils Kummer (hinten rechts) und Pano Tsetoulidis.

Kreis-Diepholz - Von Arne HelmsSULINGEN · Eckhardt Kotrade tritt auf der Trainerposition des FC Sulingen ein schweres Erbe an. Schwer deshalb, weil der Nachfolger von Jürgen Harmsen einerseits die vergangene Katastrophensaison samt Beinahe-Abstieg vergessen machen muss, andererseits aber einem Team vorsteht, das einige Bezirksliga-Trainer auf dem Zettel haben, wenn es um den Titelkampf geht.

Der Übungsleiter, gekommen von Kreisligist Dickel, windet sich geschickt heraus: „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz. Dazu gehört aber, dass wir früh den Klassenerhalt sichern.“ Freilich steht Kotrade ein Kader zur Verfügung, dessen Qualität mehr als nur Mittelmaß verspricht. Insbesondere der Ex-Twistringer Stefan Rosenthal dürfte enorm zur Stabilität im Defensivverbund beitragen.

Im Bereich vor Torhüter Patrick Kühn (Kai Ortmann wird nur noch aushilfsweise im Einsatz sein) geht Kotrade ein kleines Wagnis ein, setzt auf eine Viererkette. Das hatte Harmsen auch vor, war damit aber grandios gescheitert. Nach einer 2:10-Klatsche beim ASC Nienburg hatte er damals wieder auf Dirk Meyer als Libero gesetzt.

Das Defensivpersonal hat sich seitdem – mit Ausnahme von Rosenthal – kaum verändert. Höchstens Neuzugang Nils Kummer, ebenfalls aus Twistringen in die Sulestadt gewechselt, wäre noch ein Kandidat für die Abwehrreihe. Doch Kotrade „will Reizpunkte setzen. Das schafft neue Motivation und spornt die Spieler an.“ Sogar Offensivmann Alper Yildirim hat er hinten rechts schon getestet. „Da sind schon einige Positionswechsel möglich. Die Jungs sollen ruhig merken, wie gearbeit werden muss, damit ein Ball wieder vorne landet.“ Seinen Platz im Gefüge erarbeiten muss sich noch Pano Tsetoulidis. Aus der eigenen A-Jugend gekommen, „muss er mich davon überzeugen, dass er unbedingt zum Kader gehört“, macht Kotrade keinen Hehl daraus, dass der junge Mann einem Akteur wie Stefan Rosenthal im taktischen Bereich noch nicht das Wasser reichen kann.

Um spielerisch das volle Potenzial abrufen zu können, schafft Kotrade in diesen Wochen die Basis. „Wir arbeiten hart an Fitness und Kraft. Die ersten Testspiele verliefen allerdings durchwachsen“, rechnet er mit einer Steigerung. „Wir müssen unsere Formation jetzt finden.“ Damit meint der Trainer nicht nur das neue System. „Ich brauche Leute, die die Mannschaft führen. Da ist die Leistung letztendlich das entscheidende Kriterium. Aber ich mache mir keine Sorgen. Jeder versucht sich aufzudrängen, die freien Posten zu besetzen.“

Als Kotrade das Angebot vom FC bekam, musste er nicht lange überlegen: „Das ist ein gut geführter Verein. Die Eigenmotivation der Spieler ist enorm.“ Kotrade sagte zu, auch für die Kreisliga. „Wir können froh sein, dass wir die Bezirksliga doch noch gehalten haben. Ein direkter Wiederaufstieg wäre nicht selbstverständlich gewesen“, spricht er die vielen Hochkaräter wie Syke und Twistringen an. „So sah vor ein paar Jahren die Bezirksklasse aus“, erinnert sich Kotrade. Damals trainierte er noch den TSV Bassum. In dieser Saison muss er nun zusehen, wie er den Akteuren seines Ex-Clubs am besten das Handwerk legt. Bis zum 5. September muss die richtige Taktik dafür ausgetüftelt sein.

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