„Die waren zwei Klassen besser“

Brinkum geht gegen Bremer SV mit 0:8 unter

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Auch Brinkums Angreifer Saimir Dikollari (links, hier gegen den Bremer Dominic Krogeman) blieb Freitag wirkungslos.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Klatsche, Begräbnis erster Klasse oder auch kostenlose Lehrstunde: All das traf Freitag vor 150 Zuschauern auf das 0:8 (0:4) des Bremen-Liga-Meisters Brinkumer SV auf dem eigenen Kunstrasenplatz gegen den Bremer SV zu.

Brinkums Coach Dennis Offermann suchte auch erst gar nicht nach Ausflüchten: „Die waren zwei Klassen besser als wir. Wir haben vorn in der Tabelle nichts zu suchen.“

Dabei wollte es Offermann mit der Flucht nach vorn versuchen, stellte mit Saimir Dikollari, Marcel Dörgeloh, Joshua Brandhoff und Jakob Raub gleich vier Offensivkräfte in die Startelf – mehr hat Brinkum momentan nicht im Kader. „Wir haben nichts zu verlieren. Vielleicht können wir den Bremer SV damit überraschen. Ich hoffe, dass das nicht nach hinten losgeht“, meinte der Brinkumer Coach vor dem Anpfiff.

Letztlich ist es komplett in die Hose gegangen. Und das lag nicht in erster Linie an der taktischen Ausrichtung, sondern daran, dass alle Bremer ihren Gegenspielern in Sachen Aggressivität, Schnelligkeit und Ballsicherheit überlegen waren. 

„Klar haben wir personelle Probleme. Aber das ist nicht der Hauptgrund für die Klatsche. Wir konnten einfach nicht mithalten. Leider ist der BSV momentan kein Maßstab für uns. Wir müssen die Punkte gegen die kommenden Teams holen, die nicht so stark sind“, meinte „Offer“. Ist beim amtierenden Meister denn noch Ruhe im „Karton“? Offermanns Antwort: „Noch ja. Aber wir müssen bald mal wieder punkten.“

Keine Antwort auf Pressing

Freitag war Brinkum davon Lichtjahre entfernt. Unter anderem deshalb, weil die Gastgeber auf das Pressing des früheren Bremer Abonnementmeisters keine Antwort hatten. Und so stand es nach 14 Minuten auch schon 0:2. Zunächst traf Björn Hakansson aus halblinker Position zum 1:0 (7.) – dann legte Vafing Jabateh aus dem Hinterhalt zum 2:0 (14.) nach. 

Schon da war zu merken, dass einige Brinkumer überfordert waren. Noch vor der Pause sorgten Emrullah Gülalan (43.) und Lukas Muszong (45.) für die Entscheidung nach teilweise haarsträubenden Brinkumer Fehlern, an denen sich später auch Torwart Benjamin Schimmel beteiligen sollte.

Nach der Pause rangen die „Offermänner“ vergeblich um Schadensbegrenzung. Dominic Krogemann (58.), Maxwell Appiah (75.), Malte Tietze (78./Foulelfmeter) und erneut Jabateh (88.) machten die Brinkumer 0:8-Bestrafung perfekt.

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