Startnummer 7: Daniel Korobko

Daniel Korobko

Daniel Korobko (rechts) vom Skip Syke wurde bei der DM Dritter. - Foto: Töbelmann

Syke - Von Arne Flügge. Es war ein Konter, zwei Sekunden vor Schluss, geschickt abgewartet, dann sicher und erfolgreich gesetzt. Daniel Korobko hatte es geschafft, seinen Kontrahenten Tiechon Platow aus Nübel besiegt – und bei den deutschen Karate-Meisterschaften in Ilsenburg in seiner Alterklasse (U14 bis 44 kg) im Kumite die Bronzemedaille geholt. Fantastisch, unglaublich, sensationell.

So cool, wie der 13-Jährige vom Skip Syke den Kampf gewonnen und das vorherige, knappe Halbfinal-Aus gegen den starken Denis Jankowski (Puderbach) weggesteckt hatte, so cool gab sich der Syker Gymnasiast auch nach der Siegerehrung. „Ich denke, es lief ganz gut für mich“, schmunzelte Korobko damals – und schob nach: „Wenn du schon so weit kommst, willst du natürlich auch ins Finale einziehen. Aber ich denke, ich kann auch so zufrieden sein.“

Konnte er. Und dieser 5. November 2016 wird der Familie Korobko immer als ein Tag der Glückseligkeit in Erinnerung bleiben. Wenngleich er für Vater Dmitri, der seinen Sohn nach Ilsenburg begleitet hatte, mit reichlich Seelenschmerzen verbunden war. „Ich habe fast einen Nervenzusammenbruch erlitten“, schmunzelt der Papa heute, „ich bin sehr, sehr stolz auf Daniel. Ihn da oben auf dem Treppchen zu sehen, war für mich als Vater einfach nur ein geiles Gefühl.“

Für Daniel Korobko hat sich seitdem „nicht viel verändert“, sagt der 13-Jährige, der die siebte Klasse des Syker Gymnasiums besucht. Außer, „dass ich aus dem dritten Platz noch mehr Motivation für meinen Sport geschöpft habe, noch besser zu werden und noch mehr zu erreichen.“ Im Klartext: Nach Platz sieben im Vorjahr und Rang drei in diesem Jahr darf es 2017 bei den deutschen Meisterschaften gern der Titel sein.

Was jedoch ziemlich schwierig wird. Denn Daniel Korobko, 2016 auch Landesmeister sowie Dritter bei den Croatian Open geworden und zudem im niedersächsischen Landeskader aktiv, wechselt in eine neue Alterklasse. Die U 16 ist ab Januar sein sportliches Zuhause. „Das wird eine ganz neue Aufgabe für Daniel, eine große Herausforderung“, weiß sein Trainer Björn Strote, dass es in der neuen U 16 schon etwas anders zur Sache gehen kann. Doch der 35-Jährige ist sich sicher, dass sein Schüler die neuen Aufgaben ebenso fleißig wie gewissenhaft angehen wird. „Daniel ist unglaublich ehrgeizig, extrem diszipliniert und bei jedem Training dabei. Das ist schon beeindruckend“, lobt Strote seinen Schützling, der selten Emotionen zeige und unheimlich cool sei. „Er hat ein absolutes Pokerface. Für einen Trainer ist das manchmal gar nicht so einfach“, schmunzelt Strote. Und ergänzt: „Der Junge ist schon richtig gut.“

Doch abheben würde Daniel Korobko trotz seiner Erfolge und der Lobenshymne von seinem Trainer nie, wie er sagt: „Ich muss mir alles immer weiter hart erarbeiten und sehr viel trainieren. Denn ich stehe erst am Anfang.“ Karate ist eben sein Leben. Und seinem Sport ordnet Daniel Korobko auch alles unter. Vor kurzem bestand der Syker die Prüfung zum ersten blauen Gürtel. Eine weitere Etappe auf dem Weg seiner vielen Ziele. „Nicht viele in meinem Alter schaffen das. Da kann ich schon ein wenig stolz sein“, sagt der Schüler, dessen Lieblingsfach natürlich Sport ist. „Und Mathe macht auch noch ein bisschen Spaß“, schmunzelt Korobko.

Die Motivation, sich mehrfach die Woche stundenlang für seinen Sport zu quälen, zieht Daniel Korobko aus seinen großen Träumen, die der junge Karateka für die Zukunft hat. „Irgendwann möchte ich mal an einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Oder an Olympischen Spielen“, sagt er selbstbewusst.

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