Startnummer 30

Korbballerinnen des FTSV Jahn Brinkum nur knapp am DM-Gold vorbei

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Startnummer 30 - Der FTSV Jahn Brinkum holte sich mit der C-Jugend DM-Silber. Über das Edelmetall freuten sich ausgiebig (v.l.): Trainer Thorsten Böger, Betreuerin Pia Husmann, Zoe Roos, Insa Knipper, Tabea Böger, Marlene Kamp, Carina Bösselmann, Nele Willmann, Emma Preuß, Dana Stöver und Lea Reiners.

Brinkum - Von Sandra Hellmers. Diese Mannschaft ist ein Phänomen: Seit der E-Jugend fast unverändert zusammen, ist die Korbball-C-Jugend des FTSV Jahn Brinkum im letzten Jahr in höchste Sphären aufgestiegen.

Bei der Deutschen Meisterschaft in Thedinghausen erreichte die Mannschaft von Trainer Thorsten Böger das Endspiel und musste sich erst im Finale ganz knapp dem bayerischen Meister TSV Bergrheinfeld geschlagen geben. Damit darf sich Brinkum jetzt offiziell Deutscher Vizemeister nennen.

Korbball total – das gilt für dieses Team wie für kaum ein anderes. Die hoch veranlagte Mannschaft spielt seit der E-Jugend mit einigen Zu- und Abgängen zusammen. „Ich trainiere sie jetzt seit drei Jahren. Die Mannschaft wurde frühzeitig in die C-Jugend gezogen“, erklärt Trainer Böger, der die Truppe Jahr für Jahr mit viel Aufwand immer weiter zur deutschen Spitzenmannschaft formte.

In den vergangenen Jahren trat der Jahn gar jeweils in zwei Altersklassen an – in der eigentlichen und in der nächstälteren. So holte Brinkum in der vergangenen Saison kurioserweise sowohl in der C- als auch in der B-Jugend mit der gleichen Besetzung den Bezirkstitel und wäre damit theoretisch sogar in beiden Altersklassen für die Landestitelkämpfe qualifiziert gewesen.

Spielerinnen auch in der B-Jugend im Einsatz

Gestartet wurde schließlich in der C-Jugend – der Klasse, in der es eben eine DM gibt. Das war eine gute Entscheidung, denn nach Platz zwei im Vorjahr schnappte sich der Jahn im März in Brake souverän mit einem 13:5 gegen den TuS Sudweyhe den Landestitel – und damit gleichzeitig die Qualifikation für die DM. Denn die Regel ist einfach: Alle Landesmeister buchen sicher das Ticket für den Korbball-Höhepunkt, der traditionell im Mai stattfindet; in diesem Fall zur Freude der Brinkumer Fangemeinde sogar ganz in der Nähe, in Thedinghausen.

Brinkum belohnte sich für die harte Arbeit im Training und schaffte es wieder, sich bis ins Finale durchzukämpfen. In der voll besetzten Gustav-England-Halle lieferte der Jahn nach einer starken Vorrunde und einem klaren 8:1 im Halbfinale gegen Sudweyhe dem Bayernmeister ein packendes Endspiel – vor allem, weil auch ein zwischenzeitlicher 2:6-Rückstand das kampfstarke und bestens eingespielte Böger-Team nie entmutigte.

Doch es reichte nicht ganz: Am Ende hieß es denkbar knapp 6:7, der Titelgewinn wurde um Haaresbreite verpasst. Bei aller Enttäuschung durfte sich Brinkum über ein wirklich starkes Turnierwochenende freuen, bei dem das Team zumindest am ganz großen Coup geschnuppert hatte. Dass es für Lea Reiners zur besten Spielerin der Altersklasse reichte, war am Ende auch eine tolle Belohnung fürs gesamte Team, das am Ende zufrieden mit Silber abreiste.

Die Mannschaft spielt übrigens immer noch erfolgreich zusammen – und hat später in der A-Jugend erneut die Chance, eine Deutsche Meisterschaft zu spielen. Vielleicht reicht es dann für den Titel. Es wäre den ehrgeizigen und zielstrebigen Brinkumerinnen zu gönnen.

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