Korbball-Bundesligist verschafft sich im Abstiegskampf mit Siegen über Heiligenfelde und Barrien Luft

Bei Sudweyhe platzt der Knoten

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Lena Breitsprecher war beste Korbwerferin bei Bundesligist TSG Seckenhausen-Fahrenhorst.

Moordeich - Von Sandra Hellmers. Alles anders in der Korbball-Bundesliga Nord: Der siebte Spieltag in Moordeich brachte einige Überraschungen. Folge: Der Kampf um die DM-Tickets und der Kampf gegen den Abstieg sind offen wie nie. Gewinner des Spieltags war der TuS Sudweyhe, der sich mit zwei Siegen Luft im Abstiegskampf verschaffen konnte.

SG Findorff - TV Stuhr 13:9 (7:3): Gegen den Tabellenführer zeigte Stuhr (ohne Jana Sudmann) zumindest eine solide Leistung. Vor allem in der Offensive setzte der TVS die taktischen Pläne diszipliniert um, kam allerdings nie wirklich zu einem zufriedenstellenden Ende. Denn spätestens beim Wurf spielte Findorff seine Überlegenheit aus. Während die Bremerinnen die sich bietenden Chancen zu nutzen wussten, belohnte Stuhr sich zu selten für gelungene Angriffsaktionen. Bis auf eine kurze Phase in Halbzeit eins (3:4/17.) war die SGF meist komfortabel vorn, erst in den Schlussminuten konnte Stuhr sein Angriffspotenzial andeuten – allerdings zu spät.

TuS Sudweyhe - SV Heiligenfelde 17:9 (6:5): Schon vorher war klar: Dieses Spiel würde Weichen stellen. Für Aufsteiger Heiligenfelde war es die letzte Chance, im Abstiegskampf nochmal heranzukommen, für Sudweyhe sollte sich zeigen, ob der Aufwärtstrend der letzten Wochen Bestand haben würde. Bis zur Pause war es eng. Sudweyhe ging hochnervös zu Werke, Heiligenfelde hielt gut dagegen. Doch dann, genau im richtigen Moment, platzte beim TuS der Knoten. „Wir haben Dinger versenkt, an denen wir uns zuletzt die Zähne ausgebissen haben. Ich habe richtig gemerkt, wie die Mädels aufblühten“, freute sich Trainer Alexander Mauz. Ganz anders die Stimmungslage auf der anderen Bank: „Mit jedem Korb, den der TuS enteilte, wurden wir unsicherer. So haben wir uns schon fast in unser Schicksal ergeben“, stellte Jörg Spalkhaver fest. Am Ende siegte der TuS deutlich, Heiligenfelde hängt weiter am Tabellenende fest.

Oldenbroker TV - TV Stuhr 16:10 (7:4): Oldenbrok ist Ligaprimus in puncto Treffsicherheit. So war es für einen Sieg zwingend, dass Stuhr in dieser Partie seinerseits Körbe erzielte. Genau da hakte es aber für die Gastgeber. Hinten arbeitete die Mannschaft wacker und machte Oldenbrok streckenweise das Leben schwer; vorne allerdings wurden Gelegenheiten in Serie liegen gelassen. Selbst beste Chancen aus Standardsituationen wurden teilweise kläglich vergeben. Gegen Spielende stellte der TVS auf Einzeldeckung um und konnte so gegen Ende noch etwas Boden gutmachen, weil Sand ins Oldenbroker Getriebe geriet. Zu Punkten reichte es wieder nicht. Weil die Konkurrenz selbige eifrig sammelte, ist der TVS mit acht Punkten wieder mitten im Schlamassel.

SV Heiligenfelde - SG Findorff 2:12 (1:8): Noch ganz konsterniert von der Niederlage im wichtigen Spiel gegen Sudweyhe, wartete auf den SVH schon der nächste Brocken. Tabellenführer Findorff schien dann auch kurzen Prozess zu machen mit dem Aufsteiger. Schon zur Pause war der Rückstand deutlich. „Gott sei Dank konnten wir uns in der zweiten Halbzeit fangen, so dass es nicht zu einen absoluten Desaster kam“, nahm das Trainerteam Frauke und Jörg Spalkhaver zur Kenntnis. Und auch wenn jetzt ein kleines Wunder geschehen müsste, um die Klasse zu halten, kündigte Jörg Spalkhaver an: „Wir werden in den noch verbleibenden Spielen alles daran setzen, noch den einen oder anderen Punkt zu holen. Das sind wir allen Mannschaften in der Bundesliga schuldig.“

TSV Barrien - TuS Sudweyhe 9:10 (4:5): „Das sind goldene Punkte“, jubelte Sudweyhes Alexander Mauz. Gegen das Spitzenteam aus dem Syker Süden erwartete keiner eine Wundertat, doch mit einer geschlossenen Leistung holte sich der TuS diesen Sieg wirklich verdient. Schnell lag Barrien mit 0:3 hinten, kämpfte sich zur Pause aber wieder heran. Sudweyhe (ohne die verletzten Julia Hoffmann und Beatrice Hauch) zeigte eine starke Defensive. Zwar boten sich dem TSV durchaus Chancen, diese wurden zu oft unkonzentriert liegen gelassen oder von Sudweyhes Nachwuchs-Korbfrau Yvonne Moritz entschärft. „Dem Sudweyher Team ist eine starke Leistung zu attestieren“, kommentierte Barriens Coach Manfred Otto.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - Oldenbroker TV 16:18 (9:9): „Das war heute nicht unser bester Tag“, musste TSG-Trainer Torsten Behrens feststellen. Gegen die Oldenbrokerinnen, die seit Wochen das Feld von hinten aufrollen, hatte sein Team in allen Belangen das Nachsehen. Die zeitweise konfuse Defensive ließ zu viele Chancen zu, gleichzeitig fehlte vorn die Entschlossenheit beim Wurf. „Oldenbrok war einfach cleverer, sie haben auch immer geführt“, erkannte Behrens an und bescheinigte dem OTV einen verdienten Sieg.

TSV Heiligenrode mit

schwacher Wurfquote

TSV Thedinghausen - TSV Heiligenrode 12:4 (7:2): Dass Heiligenrode (ohne Ann-Cathrin Hagen) gegen den DM-Kandidaten chancenlos blieb, lag vor allem an der Wurfquote. Zwar lief es in der ersten Hälfte auch in der Abwehr nicht gut (Coach Schnelle: „Wir waren immer zu spät am Ball“), doch die schwache Trefferausbeute trotz gut herausgespielter Chancen zog sich durch die gesamten 40 Minuten Spielzeit. „Die bessere Korbfrau hat am Ende dieses Spiel entschieden“, kommentierte Schnelle.

TSV Barrien - TSV Ingeln Oesselse 7:7 (3:2): „Wir sind derzeit ziemlich durch den Wind“, stellte Barriens Trainer Otto lakonisch fest. Tatsächlich zeigte sich seine Mannschaft auch gegen den Aufsteiger nicht so kompakt und griffig wie noch vor Wochen. Die Entscheidung fiel kurz vor Schluss, als Barrien zum wiederholten Male einen Tempogegenstoß von Ingeln-Oesselse zuließ und damit den Ausgleich kassierte. Der TSV rutschte nach diesem Remis in der Tabelle damit auf Platz drei ab, hat nun den erneut siegreichen Oldenbroker TV im Nacken – und das Spiel gegen den neuen Tabellenzweiten Thedinghausen vor der Brust.

TSG Seckenhausen-F. - TSV Thedinghausen 5:10 (3:7): Für beide Teams ging es um viel, stand doch Platz drei und damit die DM-Qualifikation im Fokus. Am Ende hatten diejenigen die Nase vorn, die im Mai in der heimischen Gustav-England-Halle eben jene Deutschen Meisterschaften ausrichten werden. „Unsere Leistung war insgesamt gar nicht schlecht“, urteilte TSG-Coach Behrens. Entscheidend war die Phase Mitte der ersten Halbzeit, als Thedinghausen innerhalb weniger Minuten aus einem 2:1 ein 7:2 machen konnte. „Wir haben einfach zu viele Chancen liegen gelassen“, resümierte Behrens. Seine Mannschaft rutscht nach den beiden Niederlagen auf Platz fünf der Tabelle ab.

TSV Heiligenrode - TSV Ingeln Oesselse 14:11 (6:8): Mit der Anfangsphase des Spiels war Heiligenrodes Trainerin Dagmar Schnelle unzufrieden. Weil in der Abwehr zu viel zugelassen wurde und es im Angriff gleichzeitig hakte, lag ihr Team schnell mit 1:5 (11. Minute) hinten. Beim Stand von 2:7 reagierte Schnelle; sie nahm den Druck von Korbhüterin Romina von Öhsen, indem sie Routinier Gabi Brosowsky brachte. Schon bis zur Pause kam der TSV näher heran und konnte in Halbzeit zwei das Spiel noch souverän drehen.

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