Lokalsport-Kolumne

Nachspielzeit: Ein Snack via Smartphone

Ein Beitrag von Daniel Wiechert. „Sonst daddeln sie den ganzen Tag mit den Dingern rum“, schimpfte Benjamin Priesmeier leise vor sich hin. Wetschens Co-Trainer hatte vergeblich versucht, einen Ersatzspieler per Smartphone anzurufen. Es galt, Mitte der zweiten Halbzeit ein nicht alltägliches Problem zu lösen.

Daniel Wiechert

Lars Schulze klagte über Schwindelgefühle, verspürte Kohldampf und bat Priesmeier, ihm etwas zu besorgen. Statt zur gegenüberliegenden Bank zu laufen, wählte Priesmeier den digitalen Weg. Und erreichte nach einigen Abfuhren Dino Maieli. „Besorg Lars mal etwas zu essen“, war zu hören. „Nein, keine Bratwurst!“, entgegnete er dem Scherzkeks Maieli: „Einen Corny mit Schoko oder so.“ 

Zwei Minuten später handreichte der verletzte Defensivspieler dem scheinbar unterzuckerten Teamkollegen einen Energieriegel. Eine Szene, die für reichlich Gelächter auf dem Wetscher Sportplatz sorgte. Von der Tribüne angebotene Kaltgetränke lehnte Schulze übrigens ab. Zumindest während der Partie.

Zur letzten Nachspielzeit: Ich, der Nagus?

Rubriklistenbild: © imago

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