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Kollektives Versagen der „Löwinnen“

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Von: Bernd Pundt

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Zumindest einige Glanzlichter gelangen Kim Klostermann (beim Wurf) in der Offensive.
Zumindest einige Glanzlichter gelangen Kim Klostermann (beim Wurf) in der Offensive. © Rehnert

Osnabrück – Faustdicke Überraschung in der Landesliga West: Nach zwölf Siegen am Stück ist die Serie der Handballerinnen der HSG Hunte-Aue Löwen am Sonnabend gerissen. Der bis dato noch ungeschlagene Tabellenführer unterlag nach einer schwachen Vorstellung mit 27:31 (15:15) bei der TSG 07 Burg Gretesch.

„Wir haben heute kollektiv versagt. Trotz unserer personellen Situation hatten wir die Möglichkeit, die zwei Punkte zu holen. Heute muss sich jeder an die eigene Nase fassen“, zeigte sich HSG-Trainer Mario Mohrland nach der Partie enttäuscht über den harmlosen Auftritt seines Teams. Die „Löwinnen“ mussten in Osnabrück zwar sowohl auf die beiden Top-Torjägerinnen Karla Witte und Lea Hillmer (beide in Corona-Isolation) als auch auf die erkrankte Torhüterin Jessica Michel verzichten, verfügten dennoch aber über genügend Qualität im Kader.

Von Beginn an tat sich der Favorit schwer. In der Offensive kam auf Seiten des HSG-Teams wenig Spielfluss zustande. Stattdessen verzettelten sich die Gäste immer wieder in Einzelaktionen und ließen gerade in der Anfangsphase zu viele Chancen über Linksaußen ungenutzt.

Stenogramm, Landesliga Frauen

TSG 07 Burg Gretesch - HSG Hunte-Aue Löwen 31:27 (15:15) - Hunte-Aue Löwen: Gatzemeier - Bahr, Gläser (4), Dehlfing (5), Greiner (n.e.), L. Witte (4/1), Scheper (n.e.), Logvin (5), A. Meyer (1), K. Klostermann (8/2), M. Meyer, Buchwald.

In doppelter Unterzahl geriet der Spitzenreiter in der 16. Minute erstmals mit 7:9 in Rückstand. Dass die Mohrland-Truppe überhaupt mit einem 15:15 in die Pause ging, hatte sie unter anderem fünf Treffern von Kim Klostermann (8/2) zu verdanken, die offensiv noch zu den Lichtblicken zählte.

Im zweiten Durchgang blieb eine Leistungssteigerung der „Löwinnen“ aus. Wie schon in der ersten Hälfte stand der Aufstiegsfavorit im Deckungszentrum kompakt, ließ jedoch über beide Außenpositionen etliche Gegentreffer zu. So erzielte Greteschs Rechtsaußen Sina Hilmes satte elf Treffer. Torhüterin Svenja Gatzemeier parierte zwar insgesamt zwei Siebenmeter, bekam ansonsten jedoch zu selten eine Hand an den Ball.

Im Angriff tat sich zudem auch Ex-Bundesligaspielerin Kristina Logvin (5) schwer gegen die abwehrstarke Kreisläuferin Greta Bolte. Bis zur Schlussphase ging es zunächst ausgeglichen weiter, ehe die Gäste immer hektischer agierten. Nach einer Zeitstrafe gegen Elisa Buchwald sorgte die TSG durch einen 3:0-Lauf für die Vorentscheidung (28:24/52.).

„Es ist definitiv schade, dass unsere Serie endet, denn es war vermeidbar. Ich kann nur hoffen, dass wir unsere Lehren daraus ziehen“, verdeutlichte Mohrland abschließend.

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