Klarer Sieg des Ex-Stuhrers beim Silvesterlauf / Lokalmatador Dorn Zweiter

Kohlwes spielt mit der Konkurrenz

So viel los wie vor zwei Jahren war zwar nicht in Fahrenhorst, aber immerhin mehr als 200 Starter waren beim Silvesterlauf dabei.
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So viel los wie vor zwei Jahren war zwar nicht in Fahrenhorst, aber immerhin mehr als 200 Starter waren beim Silvesterlauf dabei.

Das tat ihm mal so richtig gut. Im Oktober musste Sebastian Kohlwes den Bremen-Marathon, den er liebend gern mal gewonnen hätte, aufgeben. Herzprobleme. Für einen Langstreckler eine fürchterliche Diagnose. Der 32-Jährige kurierte sich aus, bekam nach diversen Checks grünes Licht vom Arzt – und holte sich am Freitag beim 44. Silvesterlauf des LC Hansa Stuhr den Sieg im Hauptlauf über zehn Kilometer.

Fahrenhorst - Hinterher wirkte Kohlwes, der erst im Sommer vom LC Hansa zu Werder Bremen gewechselt war, natürlich extrem gelöst: „Das ist wirklich toll, dass ich es heute geschafft habe. Gar nicht so sehr der Sieg, sondern vielmehr die Tatsache, dass ich wieder Leistungssport machen kann, sind mir wichtig.“

Man könnte auch sagen, dass Kohlwes herzschonend durchs Badenholz laufen konnte, denn nach 35:42 Minuten hatte er fast zwei Minuten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Aaron Dorn (LC Hansa Stuhr). Kohlwes" Analyse: „Die fünf Runden mit dem Matsch im Wald waren anstrengend. Die ersten beiden Runden bin ich nur mitgelaufen, um einmal die Konkurrenten zu checken. Das Tempo war da nicht hoch. Ab der dritten Runde habe ich dann angezogen und bin den Rest der Strecke quasi im Alleingang gelaufen.“

Favorit Sebastian Kohlwes (Mitte) ließ sich den Sieg im Hauptlauf nicht nehmen und verwies Lokalmatador Aaron Dorn (li.) und Carsten Hülss auf die Plätze.

Der Zweitplatzierte Dorn (32), der nach zehnjährigem Aufenthalt in Schweden erst kürzlich dem LC Hansa Stuhr beigetreten ist und von Hartmut Selz (Ex-Coach von Kohlwes) trainert wird, war hinterher ebenfalls zufrieden: „Für mich sind diese Strecken unterhalb eines Halbmarathons wie ein Sprint. Es hat dennoch viel Spaß gemacht. Mit Sebastian, mit dem ich auch schon mal trainiert habe, konnte ich nun wirklich nicht mithalten.“

Strecken unter Halbmarathon sind für mich wie ein Sprint.

Aaron Dorn, Neuzugang des LC Hansa Stuhr

Das galt auch für den drittplatzierten Weyher Carsten Hülss (46), der für ATS Buntentor startet: „Nach 1 000 Metern war mir schon klar, was hier heute Sache ist. Nach meinem verkorksten Rennen mit Platz acht bei der Cross-DM bin ich heute zufrieden mit meiner Leistung und Platz drei.“

In Abwesenheit der vorher hoch eingeschätzten Oliver Sebrantke (LC Hansa Stuhr) und Jesse Hinrichs (Oldenburg) belegte Triathlon-Spezialist Horst Wittmershaus (53/SC Weyhe Triathlon) Rang fünf und meinte später: „Kaum zu glauben, aber mir haben vor dem Start die Beine vor Nervosität gewackelt. Das war schließlich erst mein zweites Rennen in diesem Jahr.“

Bei den Frauen gab es ebenfalls eine Solo-Show: Josephine Beneke (LG Kreis Verden/44:56) siegte mit fast drei Minuten Vorsprung. Beste Starterin aus dem Kreis Diepholz war Kerstin Klasen (TSV Schwarme/52:58) auf Rang vier.

Über die Mittelstrecke von 4,2 Kilometern ließ sich Floyd Schnaars (17/TV Lilienthal) mit 14:34 Minuten die Butter nicht vom Brot nehmen und meinte später: „Ich wollte unter 15 Minuten laufen und das hat geklappt. Alles gut.“

Bei den Frauen zeigte Lina Marie Hülss (17/FTSV Jahn Brinkum) ihrem Papa Carsten, wie man gewinnt und holte sich nach 18:05 Minuten Platz eins. Lokalmatadorin Lea Jerkovic landete mit großem Abstand (19:39) auf dem zweiten Rang.

Insgesamt waren 207 Teilnehmer auf den drei verschiedenen Strecken dabei. Damit dürfte der Veranstalter nach Begleichung aller Kosten zumindest kein Minus gemacht haben. Die Stuhrer hoffen, dass sie Silvester 2022 wieder mehr als 500 Läufer begrüßen dürfen.

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