Kohlwes kehrt aus dem „Exil“ zurück

Langstreckenläufer schließt sich wieder dem LC Hansa Stuhr an

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Spartenleiter Berthold Buchwald (li.) und Trainer Hartmut Selz (re.) freuen sich, dass Sebastian Kohlwes bald wieder für den LC Hansa Stuhr an den Start geht.

Brinkum - Von Gerd Töbelmann. Der LC Hansa Stuhr in Person von Leichtathletik-Spartenleiter Berthold Buchwald hatte gestern zur Pressekonferenz geladen, um einen Neuzugang zu präsentieren. Bei Fußballern ist das auf Lokalebene schon mal angesagt – in der Leichtathletik eher nicht. Aber Buchwald hatte einen guten Grund, denn schließlich kehrt Sebastian Kohlwes mit Wirkung zum 1. Januar 2019 in den Kreis Diepholz zurück. Der 29-Jährige, einer der besten Langstreckler in Niedersachsen, hatte sich erst vor knapp einem Jahr dem Bremer Verein ATS Buntentor angeschlossen.

Buchwald war der Stolz darüber, einen so leistungsstarken Sportler wieder in Stuhr begrüßen zu können, deutlich anzumerken: „Bei kleinen Vereinen ist es ja oft so, dass die guten Leute irgendwann gehen und sich größeren Clubs anschließen. Schön, dass es jetzt mal umgekehrt gelaufen ist.“ Und der Hansa-Leichtathletik-Chef versprach Kohlwes gestern auch schon mal Unterstützung: „In unserem Rahlem werden wir Sebastian bei Startgeldern und Kilometer- und Unterbringungskosten bei Wettkämpfen unterstützen. Aber das kennt er ja.“

Das ist so, denn vor seinem Abstecher nach Buntentor war der ehemalige Fußballer Kohlwes schon drei Jahre lang für Hansa unterwegs gewesen. Dann jedoch wollte er etwas anderes machen: „Das Konzept in Buntentor unter Trainer Jan Petermann hat mir schon zugesagt“, erklärte der Daimler-Mitarbeiter. Ein weiterer Grund für den Wechsel war auch das nicht gerade gute Verhältnis zu Hansa-„Platzhirsch“ Oliver Sebrantke. „Freunde sind Olli und ich nicht. Aber das muss ja auch nicht sein“, sagte Kohlwes gestern.

Doch irgendwie hatte er sich seine Zeit in Buntentor anders vorgestellt. Es fehlte ihm der persönliche Austausch mit Petermann. Das ist jetzt in Stuhr anders, denn erneut wird sich Hartmut Selz dort als Trainer um ihn kümmern. Und Selz ist mittlerweile 70 Jahre alt und hat viel mehr Zeit für seinen Schützling, als das bei Petermann der Fall war.

Und wie wird das mit Sebrantke laufen? Kohlwes macht sich darüber keinen großen Kopf: „Wir sind ja nicht in einem Fußball-Team und sind so nicht ständig zusammen. In meiner Leistungsklasse werde ich ohnehin allein trainieren müssen.“ Und Buchwald fügt noch hinzu: „Die Wechselfrist endet am 30. November. Mal sehen, für welchen Verein Olli dann am 1. Dezember gemeldet ist . . .“

Kohlwes und Selz haben hohe Ziele. Der Neu-Stuhrer möchte seine bisherigen Marathon-Bestzeit von 2:26,44 Stunden, gelaufen 2017 in Berlin, gern auf unter 2:20 Std. drücken. „Dann zähle ich zu den Eliteläufern und bekomme bei großen Läufen eine Startnummer mit meinem Namen“, schmunzelt Kohlwes. Und Selz fügt an: „Ich möchte, dass sich Sebastian allgemein läuferisch verbessert.“ Kohlwes jedenfalls freut sich, wieder „mit meinem väterlichen Freund Hartmut“ arbeiten zu können, denn dieses innige Verhältnis zum Trainer hatte er in Buntentor vermisst.

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