40. Stuhrer Silvesterlauf: Lokalmatador siegt über Mittelstrecke / Sebrantke und Lawendel passen

Kohlwes hält die Hansa-Fahne hoch

Volles Haus: Auch beim 40. Silvesterlauf des LC Hansa Stuhr wimmelte es auf dem Fahrenhorster Sportplatz nur so vor Teilnehmern. - Foto: Töbelmann

FAHRENHORST - Von Gerd Töbelmann. Im Ziel hatte Sebastian Kohlwes eigentlich nur ein Problem. Seine Hände steckten zwar in Woll-Handschuhen, aber dennoch stöhnte der 27-Jährige: „Mein lieber Mann. Ich spüre meine Finger kaum noch.“ Auf der Strecke war das bei nasskalten zwei Grad kein Thema, denn beim 40. Silvesterlauf des LC Hansa Stuhr setzte sich der Lokalmatador über die 9,5-Kilometer-Strecke klar durch. Weitere (erhoffte) Hansa-Siege bei den Männern gab es nicht, denn die auf ihren Strecken mitfavorisierten Oliver Sebrantke und Mario Lawendel traten wegen Verletzung und Trainingsrückstand erst gar nicht an, so dass das erhoffte Stuhrer Triple Utopie war.

Hansa-Chef Lutz Tappert fand das jedoch gar nicht so schlimm: „Klar hätte ich Oliver und Mario gern auf der Strecke gesehen. So aber können sie mir ausgeruht bei der Siegerehrung helfen. Und schließlich tut es unserer Veranstaltung auch ganz gut, wenn mal Läufer aus anderen Vereinen gewinnen.“ Zudem freute sich der Vereinsboss darüber, dass insgesamt 560 Athleten den Weg ins Fahrenhorster Badenholz fanden. „Das könnte sogar neuer Rekord sein“, erklärte Tappert.

Bei den Männern wurde Bremen-Marathon-Seriensieger Sebrantke als heißester Siegaspirant über die 13,5 Kilometer gehandelt. Doch der 40-Jährige war nur Zuschauer und nannte den Grund: „Ich bin gestern noch in Uenzen gelaufen, und da ist meine Oberschenkel-Zerrung wieder aufgebrochen. Ich habe heute bis 12.00 Uhr gewartet, aber es hat einfach keinen Sinn. Wenn ich gelaufen wäre, hätte daraus auch ein dicker Faserriss werden können.“ Sebrantke wollte eigentlich ab dem 10. Januar bei der Bremer Winterlauf-Serie starten. Dies ist nun zumindest gefährdet.

Sie dominierten zum Ende des Jahres die Männerstrecken (v.l.): Claas Jantz, Sebastian Kohlwes und Carsten Hülss. - Fotos: töb

Maren Rösner nach Sieg in Uenzen nun Zweite

So war der Weg frei für Underdog Claas Jantz aus Schwanewede. Der 31-Jährige gewann nach 45:42 Minuten und strahlte danach übers ganze Gesicht: „Ich bin das erste Mal hier und gewinne gleich. Wie cool ist das denn! Die Zeit ist absolut okay. Ich wäre gern gegen Sebrantke gelaufen.“ Und dies auch mit guten Chancen, denn der Stuhrer hatte 2015 48:09 Minuten benötigt.

Prost: Langstrecken-Siegerin Janina Heyn hatte es verdient.

Bei den Frauen hatte sich Siegerin Janina Heyn (ATS Buntentor/56:42), überspitzt gesagt, schon geduscht, ehe zehn Minuten später ihre Vereinskollegin Julia Ebers das Ziel erreichte.

Über die 9,5 Kilometer war Kohlwes ebenso dominant und siegte in 31:50 Minuten. Christian Siedlitzki (LG Kreis Verden/34:49) hatte keinerlei Siegchance. „Ich bin gleich an die Spitze gegangen und habe mich kontinuierlich abgesetzt. Die Strecke war top und nicht matschig“, sagte Kohlwes, der in diesem Jahr im Marathon die Marke von 2:30 Stunden knacken möchte. Ob in Bremen im Herbst, ließ er offen, „aber Berlin habe ich fest eingeplant“.

Bei den Frauen musste sich Maren Rösner (Tri Team Schwarme/39:08), die am Tag zuvor in Uenzen gewonnen hatte, nur Christiane Schwietert (DSC Oldenburg/38:55) geschlagen geben.

Auch über die kurzen 4,5 Kilometer war der Ausgang eine klare Sache. Der Weyher Carsten Hülss (LAV Zeven), der zwei Wochen zuvor schon die Serienwertung beim Syke-Weyher-Cross-Fünfer gewonnen hatte, setzte sich in 15:25 Minuten klar vor Joaquim Pedro (LG Bremen-Nord/16:18) durch. Dahinter folgte Florian Krüger (Wanted-Laufteam/16:32).

Bei den Frauen schaffte die erst Zwölfjährige Neeltje Cordes (Jahn Brinkum/19:58) die beste Platzierung einer Läuferin aus dem Kreis Diepholz. Den Sieg holte sich Tatjana Mense (TV Lilienthal/18:12).

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