Weyhe zwar ohne Torjäger Mumpese, dafür aber mit viel Selbstvertrauen

„Könnte mit dem Aufstieg klappen“

Kader ergänzt: Die Weyher Trainer Harald Meyer (oben links) und Dennis Lingnau (daneben) setzen auf folgende Neuzugänge: Tillmann Meyer (oben, 2.v.r) und Betreuer Hans Peters (oben rechts) sowie (vorne v.l.): Dennis Rohmeyer, Mansour Mohamed und Sven Bachmann. Foto: töbelmann

Weyhe - Von Gerd Töbelmann. „Nein. In den Köpfen ist es jetzt nicht mehr. Aber es hat lange gedauert, bis wir darüber hinweggekommen sind“, sagt Dennis Lingnau, neben Harald Meyer der Trainer des Bremer Fußball-Bezirksligisten SC Weyhe.

Das war aber auch wirklich ärgerlich. Die Weyher spielten eine tolle Rückrunde und hatten es gar selbst in der Hand, den zweiten Platz zu belegen, der die Landesliga bedeutet hätte. Neben Meister SV Türkspor erwies sich jedoch auch noch der TSV Hasenbüren zu stark für die Weyher. Aber auch Platz drei hätte noch reichen können, wenn, ja wenn endlich einmal der Bremen-Liga-Meister in die Regionalliga Nord aufgestiegen wäre. Aber auch im fünften Anlauf blieb der Bremer SV in der Relegation hängen. „Wir hatten uns schon Hoffnungen gemacht. Aber es ist, wie es ist“, zuckt Harald Meyer nur mit den Schultern.

Aber mittlerweile haben die Weyher neuen Mut gefasst. „Dann wollen wir es eben in dieser Saison packen. Nach Platz drei im Vorjahr können wir jetzt ja nicht sagen, dass wir Fünfter werden wollen“, erklärt Lingnau.

Und die Chancen stehen recht gut. Bezirksliga-Überflieger Türkspor ist raus und die aus der Landesliga abgestiegenen Teams TSV Lesum-Burgdamm und TV Bremen-Walle verbreiten auch nicht gerade Angst und Schrecken.

Noch wichtiger ist jedoch, dass der Nordkreis-Club, der zu sportlich besten Zeiten mal in der Oberliga gespielte, mit nahezu unverändertem Kader in die Mitte August beginnende Saison starten kann. Das „nahezu“ umfasst allerdings einen herben Verlust. Nach langer Überlegungszeit entschloss sich Liga-Toptorjäger Gordy Mumpese (37 Treffer) zu einem Wechsel zum Bremen-Ligisten Brinkumer SV. „Klar hätten wir Gordy noch mindestens ein Jahr gern bei uns behalten. Aber jetzt wünschen wir ihm in Brinkum alles Gute. Er weiß, dass unsere Tür für ihn jederzeit offensteht“, sagt Meyer.

Der Handlungsdruck, um neue Leute in den Kader zu bringen, war also nicht sehr groß. Eins zu eins werden die Weyher Mumpese nicht ersetzen können. Das muss im Angriff nun auf mehrere Schultern verteilt werden. Lingnau ist aber optimistisch, dass der Bruch nicht zu krass ausfallen wird: „Gordy hat es ja auch nicht allein gerissen. Er hatte glänzender Vorbereiter. Wir haben es nun einmal mit Joel Braune oder Rene Heide in vorderster Front versucht. Das sieht in Ansätzen schon ganz gut aus.“

Bei den Neuzugängen dürfte Dennis Rohmeyer (kam vom Bremen-Ligisten Brinkumer SV) das größte Potenzial haben. Der 20-jährige Außenstürmer hat ein gutes Spielverständnis und ist schnell. Auch er kommt als Mumpese-Ersatz infrage.

Vom SV Werder Bremen IV schloss sich Mansour Mohamed den Weyhern an. Der 26-Jährige ist ebenfalls recht schnell und gilt als Offensiv-Allrounder.

Und dann kehren zwei Spieler aus der aufgelösten alten Herren des SCW in den „Schoß“ der ersten Herren zurück. Sven Bachmann (35/Mittelstürmer) und Tillmann Meyer (35/Innenverteidiger) wollen es noch einmal versuchen. „Sie werden die komplette Vorbereitung mitmachen. Dann werden wir sehen, ob es reicht und ob sie auch Lust haben, eine komplette Saison bei uns durchzuziehen“, sagt Lingnau.

Zudem hoffen die SCW-Trainer, dass Thilo Richter möglichst bald auf den Platz zurückkehrt. Der Mittelfeld-Wirbelwind hatte sich im Test gegen Stuhr eine schwere Schienbeinprellung samt Bänderriss zugezogen, ist aber bereits voll in der Reha. „Er ist kaum zu bremsen, aber ich denke, dass er noch bis September ausfallen wird. Wir werden ihn nicht zum Comeback drängen“, schildert Lingnau, der mit der Unterstützung aus dem Verein zufrieden ist: „Bei uns wird zwar kein Geld gezahlt, aber die Spartenleitung hat für uns immer ein offenes Ohr, wenn es um andere Dinge geht.“

Los geht es für sein Team am morgen im Bremer Landespokal mit einem Heimspiel gegen den Landesligisten SV Grohn (siehe Text links). Eine Woche später folgt dann der Ligaauftakt (wieder auf eigenem Platz) gegen die Leher TS II. „Wenn wir, im Gegensatz zur Vorsaison, die Hinrunde nicht verschlafen, dann könnte es mit dem Aufstieg klappen“, hofft Lingnau.

Am Ende sollten die Weyher aber mindestens Zweiter werden – denn auf den Aufstieg des Bremen-Liga-Meisters kann man sich nun wirklich nicht verlassen . . .

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