HSG Barnstorf/Diepholz II verschenkt beim 24:24 einen Punkt

Köhnken springt in die Bresche

Übernahm Verantwortung: Barnstorfs Dennis Wulf (l.) verwandelte in der Endphase drei Siebenmeter eiskalt.

Diepholz – Pure Enttäuschung bei den Verbandsliga-Handballern der HSG Barnstorf/Diepholz II, denn sie kassierten am Samstag quasi mit dem Schlusspfiff durch einen Tempogegenstoß von Jonas Koch (9/2) den Ausgleich zum 24:24 (11:10)-Endstand gegen den Wilhelmshavener HV II. Barnstorfs Mannschaftskapitän Martin Golenia brachte es auf den Punkt: „Wir schmeißen am Ende einen Punkt weg, sind zu leichtfertig mit den Chancen umgegangen.“ So scheiterten beim Stand von 24:23 Bastian Carsten-Frerichs und Jeldrik Heemann an Wilhelmshavens Torhüter Levin Stasch, der zuvor bereits Siebenmeter von Carsten-Frerichs (2/1), Golenia (8/1) und Sascha Recht (3) gehalten hatte.

Auch Barnstorfs Trainer Raul-Lucian Ferent ärgerte sich über das Unentschieden: „Wir haben einen Punkt verschenkt. Mit der Abwehrleistung bin ich zufrieden, aber vorn haben wir zu viel verworfen, gerade von den Außenpositionen.“ Der 36-Jährige musste umdisponieren, denn Torwart Simon Schreiner zog sich beim Aufwärmen einen Muskelfaserriss zu. Für ihn sprang Luca Köhnken in die Bresche. Der 27-Jährige hatte zuletzt vier Jahre Fußball gespielt, hat jetzt wieder Lust zum Handball. „Er hat gut gehalten“, lobte Ferent den Rückkehrer.

Der Tabellenvorletzte erwischte in der Diepholzer Mühlenkamphalle einen guten Start, führte nach einem Treffer von Malte Helmerking mit 4:1 (9.), Recht erhöhte sogar auf 7:3 (13.). Es folgte eine schwächere Phase der Gastgeber, Fabrice Lehmann egalisierte zum 7:7 (20.). Anschließend legten die Barnstorfer wieder vor, Rückraumakteur Golenia sorgte für den 11:10-Pausenstand.

Nach dem Wechsel deckten die Hausherren weiterhin aggressiv, kamen zu Ballgewinnen. Golenia gelang beim 15:12 (37.) eine Drei-Tore-Führung. An diesem Vorsprung änderte sich bis zum 18:15 (44.) durch Golenia nichts. Danach versiebten die Barnstorfer wieder zu viele Chancen. Wilhelmshavens Kreisläufer Thorben Hackstein (4) drehte den Spieß zum 19:18 (50.) um. In der Endphase verwandelte HSG-Allrounder Dennis Wulf (7/4) drei Strafwürfe nervenstark, aber eine 24:22-Führung (59.) reichte nicht zum Sieg.  mbo

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