7:4 – Stürmer trifft dreimal, holt einen Elfer raus und bereitet zwei Tore vor

Koc-Gala im verrückten Spiel

Sulingen - Co-Trainer Thorolf Meyer fand’s ein „wenig verrückt“. Und irgendwie lagen Genie und Wahnsinn gestern in diesem Spiel auch eng beieinander: Fußball-Landesligist TuS Sulingen gewann bei Schlusslicht Fortuna Sachsenross nach einem völlig verrückten Match mit 7:4 (4:1). In Worten: siebenzuvier!

Mann des Tages war Sulingens Goalgetter Mehmet Koc. Der Stürmer erzielte selbst drei Tore (9./12./73.), holte einen Elfmeter heraus (26.), den Salam Garaf im Nachschuss verwandelte, und bereitete zudem die beiden Treffer von Manuel Meyer (40.) und Pierre Neuse (86.) vor. Einzig beim Tor von Kapitän Dennis Neumann, der einen herrlichen Alleingang abschloss (65.), hatte Koc seine Finger nicht im Spiel. „Memo war heute überragend. Das war ganz stark, was er gezeigt hat“, lobte Thorolf Meyer seinen Angreifer, der nunmehr 17 Saisontore auf dem Buckel hat.

Nicht nur Koc – die gesamte Sulinger Mannschaft zeigte in der ersten Halbzeit eine Reaktion auf die zuletzt leblose Vorstellung beim 0:1 gegen den HSC Hannover. Sulingen übernahm gleich die Initiative, legte schon bis zur 26. Minute ein 3:0 vor. „Es waren wirklich herrliche Tore dabei“, strahlte Meyer. Zwar gestatteten die Gäste Sachsenross den Anschlusstreffer durch Davran (38.), doch fast im Gegenzug stellte Manuel Meyer den alten Abstand wieder her – 4:1. Urteil „Toto“ Meyer: „Die Mannschaft hat das in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht.“

Allerdings war nach dem Wechsel von einem konzentrierten Auftreten der Gäste nicht mehr ganz so viel zu sehen. „Wenn du beim Tabellenletzten zur Halbzeit 4:1 führst, dann lässt du vielleicht schon mal etwas nach. Aber das war schon reichlich vogelwild, was wir dann gespielt haben“, schmunzelte Meyer.

Die Quittung: Chahrour (58.) und Gebreslasie (63.) verkürzten auf 3:4, ehe Neumann mit besagtem Solo dem Spuk ein Ende bereitete. Mehr als das Tor zum zwischenzeitlichen 4:6 (79.) durch De-Vries ließ Sulingen nicht mehr zu. Mit einem Tor und einer Torvorlage stand die Schlussphase ohnehin im Zeichen der Mehmet-Koc-Gala, zumal Fortunas Besmir Haliti noch die Gelb-Rote Karte sah (85.). · flü

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