BSV Rehden setzt sich mit 3:0 über Stade an die Spitze der Oberliga / Uwe Brunn: „Mehr geht nicht“

Koc‘ Doppelpack bei Pflichtsieg

Kurze Pause: Doppeltorschütze Mehmet Koc war konditionell voll auf der Höhe.

Rehden - Von Arne Helms · Ganze zwei wagemutige Anhänger des TuS Güldenstern Stade hatten zweieinhalb Stunden Fahrt auf sich genommen, um den Rehdener Waldsportstätten am Sonnabend einen Besuch abzustatten. Was ihr Team dort gegen den heimischen BSV anbot, hatte mit Oberliga-Fußball jedoch rein gar nichts zu tun – und nach dem 3:0 (1:0) für Rehden bahnte sich jede Menge Verständnis den Weg. Und zwar für jene Fans, die in Stade geblieben waren.

BSV-Coach Uwe Brunn wollte über den Gegner „eigentlich nichts sagen. Aber es gibt sicher stärkere Gegner.“ Die Rehdener Offensivstärke war Güldenstern von Trainer Martin König ganz offensichtlich eingetrichtert worden. So wie es sich die Gäste in der eigenen Spielhälfte eingerichtet hatten, erinnerten sie aber eher an eine Igelfamilie im Winterschlaf als an eine Mannschaft, die ernsthaft auf Punktebeute ist. „Sie wollten es wohl im Rahmen halten“, nannte Brunn später die maue Aktivität der Stader, deren einzige Möglichkeit in der 47. Minute Kristof Heitmann hatte. Sein harmloser Kopfball landete jedoch in den Fängen des beschäftigungslosen René Damerow.

Aber was heißt beschäftigungslos? Der BSV-Keeper hatte durchaus zu tun, allerdings eher mit seinen eigenen Leuten, die er wiederholt lautstark aufforderte, jetzt doch „endlich Fußball“ zu spielen. Denn der BSV Rehden hatte die Partie zwar jederzeit im Griff, wirkte jedoch häufig ideenlos. Stürmer Mehmet Koc mit dem Versuch einer Erklärung: „An der Einstellung lag es nicht. Wir haben Stade einfach nicht so tief hinten drin erwartet und es dann nicht geschafft, schnell zu spielen.“ Für Koc persönlich hätte es hingegen durchaus schlechter laufen können. Ein Zuspiel von Maarten Schops aus dem Mittelfeld verwertete er elegant zum 1:0 (14.). TuS-Schlussmann Pascal Drusch war beim Heber des 28-Jährigen chancenlos. Und als die Führung nach dem Seitenwechsel immer noch nicht üppiger ausfiel, stand Koc plötzlich goldrichtig und staubte zum 2:0 (66.) ab.

„Er hat seine Tore gemacht. Das ist wichtig. Das erste war natürlich herrlich“, lobte Brunn seinen derzeitigen Stürmer Nummer eins, der den Auswechsel-Ausraster im Pokalspiel gegen Meppen, als er wutentbrannt die Werbebande malträtiert hatte, längst abgehakt hat. „Das ist gegessen. Ich habe mit dem Trainer darüber gesprochen und versuche jetzt, das in mich gesetzte Vertrauen zurückzugeben. Heute habe ich sicherlich einen weiteren Schritt gemacht“, sagte Koc, dem ein Tor bislang gefehlt hatte. „Jetzt ist der Knoten hoffentlich geplatzt“, sieht er sich auf einem guten Weg.

Uwe Brunn findet ähnliche Worte, wenn es um den gelungenen Saisonstart des BSV geht: „Neun Punkte aus drei Spielen – mehr geht nicht. Jetzt können wir am Freitag mit breiter Brust nach Meppen fahren.“ Beim emsländischen Traditionsverein würde dem BSV auch ein Tor von Spielmacher Christian Schiffbänker gut zu Gesicht stehen – selbst wenn es wieder ein so glückliches wie gegen Stade sein sollte. Beim 3:0 in der 89. Minute profitierte „Schiffi“ von einem Platzfehler. Den Fans aus Stade war es egal. Ihr Tag war ohnehin schon völlig verhagelt.

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