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Knock-out in der letzten Sekunde: Weyhe verliert in der Nachspielzeit

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Von: Julian Diekmann

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Zeigte eine engagierte Leistung: Keno Behrmann (re.). Doch die Niederlage konnte auch Weyhes Nummer 15 am Ende nicht verhindern.
Zeigte eine engagierte Leistung: Keno Behrmann (re.). Doch die Niederlage konnte auch Weyhes Nummer 15 am Ende nicht verhindern. © jdi

Weyhe – Als der Schlusspfiff ertönte, stand Simon Peters gedankenversunken neben der Trainerbank und trauerte dem verpassten Punktgewinn nach. „Die Niederlage ist komplett unnötig und ärgerlich“, sagte der Coach des Bremer Fußball-Landesligisten nach dem bitteren 1:2 (1:1) im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn 1. FC Burg.

Dass die Weyher am Sonntagvormittag den Platz als Verlierer verlassen mussten, lag an Burgs Julian Kubicek, der den Gästen mit der letzten Aktion des Spiels (90.+3) noch den Sieg bescherte. „Das hätten wir eindeutig besser lösen müssen“, ärgerte sich Peters: „Das war mehr als unnötig.“

Genauso unnötig war auch die Aktion in der zweiten Minute, als Weyhes Defensivmann Marc Tietgens versuchte, den Ball auf der linken Abwehrseite zu klären. Anstatt ihn ins Aus zu spielen, entschied sich Weyhes Nummer 23 für den Befreiungsschlag in die Mitte. Der Ball landete aber ausgerechnet kurz vor dem Strafraum der „Grün-Weißen“ und vor den Füßen von Malte Randecker, der nicht lange fackelte und aus knapp 20 Metern abzog. Der Ball wurde immer länger und länger und schlug letztendlich in der rechten Ecke des Weyher Tores ein – 0:1. Torwart Finn Wichmann war bei dem Distanzschuss machtlos.

„Gerade die ersten zehn Minuten waren wir noch nicht wach genug“, monierte auch Peters, der mit seiner Mannschaft aber nicht allzu hart ins Gericht ging. „Wir waren mal wieder sehr dünn besetzt. Dafür, dass uns wieder einige Leute fehlten, haben wir es nach der anfänglichen Schwächephase aber noch ganz ordentlich gemacht“, befand der SCW-Coach, der sich sein Traineramt mit Harald Meyer teilt: „Immerhin sind wir noch vor dem Halbzeitpfiff zum Ausgleich gekommen.“

Damit sprach Peters auf die 25. Minute an. Eine Ecke von Florian Richter verfehlte in der Mitte Freund und Feind, sodass Weyhes Stürmer Dirk Lampe am zweiten Pfosten wenig Probleme hatte, den Ball anzunehmen und aus kurzer Distanz ins kurze Eck zu vollenden – 1:1. Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient, weil die Hausherren nach dem Rückstand mehr fürs Spiel taten als die Gäste.

Nach dem Seitenwechsel verfielen die Weyher aber wieder in Lethargie, wachten erst kurz vor Schluss auf und vergaben die große Chance zur Führung. Nach einer Richter-Ecke kam Georg Tylla aus rund fünf Metern frei zum Kopfball, der von einem Burger Abwehrspieler aber noch gerade so von der Linie gekratzt wurde (88.). Kurz darauf folgte der Auftritt von Kubicek, der die Weyher ins Tal der Tränen stürzte.

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