Jensens Kunststück: 390 Ringe

Bassumer Bundesliga-Schützen beenden Saison als Fünfter

Bassums Sascha Sandmann gewann sein Duell am Samstag, verlor aber gestern. - Foto: Voß
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Bassums Sascha Sandmann gewann sein Duell am Samstag, verlor aber gestern.

Bassum - Es hat nicht ganz gereicht, doch am Ende steht ein starker fünfter Platz: Trotz zweier Siege zum Saison-Kehraus in der Luftpistolen-Bundesliga Nord schrammten die Sportschützen des SV Bassum von 1848 knapp an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft vorbei.

Bereits am Samstag hatte die Mannschaft von Sportleiter Jens Voß ihren Traum vom DM-Ticket begraben müssen. Zwar setzte sie sich mit 3:2 gegen die Sport-Schützen Fahrdorf durch, zuvor hatte aber an gleicher Stelle beim SB Broistedt in Lengede Olympia Berlin mit 3:2 gegen Braunschweig gewonnen.

Damit waren die Bundeshaupstädter vor dem gestrigen letzten Wettkampftag nicht mehr vom vierten Platz zu verdrängen, der die Qualifikation für das DM-Viertelfinale bedeutet. „Der fünfte Platz bedeutet für uns trotzdem ein Happy End, nur das i-Tüpfelchen hat gefehlt“, fasste Voß die zweite Bundesliga-Serie der 1848er nach dem Wiederaufstieg zusammen. Vor allem aber freute er sich, dass er weiter planen kann: „Alle, die heute mit dabei waren, haben auch für die neue Saison zugesagt“, berichtete der „Macher“ der 1848er gestern. Weitere Gespräche mit den übrigen Aktiven folgen.

SV Bassum von 1848 - Sp. Sch. Fahrdorf 3:2: Einmal mehr durften sich die Bassumer auf ihren Spitzenschützen Marcus Errebo Jensen verlassen. Der Däne rang seinen ihm bestens bekannten Landsmann Jonas Hansen nieder. „Beide haben schon zusammen im Nationalkader geschossen, und keiner wollte sich einen Fehler leisten“, umriss Voß den Vergleich. Am Ende besiegte Jensen den ebenfalls 21-Jährigen mit 377:370. Einen Ring besser schoss Artur Gevorgjan an Position zwei – und wies damit Steffen Schröder in die Schranken. „Artur hat seinem Gegner von Beginn gar nicht erst Hoffnung auf einen Punktgewinn gemacht“, bilanzierte Voß.

Weil sich zudem noch Bassums Nummer drei Sascha Sandmann dank einer 96er-Serie zum Schluss knapp mit 375:372 gegen Gagik Sahakian durchsetzte, war das Minimalziel der Lindenstädter dieses Samstagabends schon erfüllt. Ein klarerer Sieg sprang nicht heraus, denn Sebastian Wollenhaupt hatte gegen Michael Bäcker ebenso das Nachsehen wie Martin Mohnke gegen Matthias Hofmann.

SV Schirumer Leegmoor - SV Bassum von 1848 2:3: Das war ein ganz starker Auftritt von Marcus Errebo Jensen: Der Däne brachte im Top-Duell gegen Eike Frerichs unfassbare 390 Ringe ins Ziel und triumphierte mit 17 Ringen Abstand. „Was die Sache noch denkwürdiger macht, sind seine vollen 100 Ringe in der letzten Serie“, unterstrich Voß: „Wir haben mal in den Statistiken nachgesehen, aber 100 gab es in dieser Bundesliga-Saison wohl noch nicht“, berichtete der Bassumer Sportleiter. 

Ebenfalls deutlich brachte Artur Gevorgjan sein Match durch: Bassums Nummer zwei behauptete sich mit 383:363 gegen Michael Broers, der überhaupt nicht in den Wettkampf fand. An Position drei verlor zwar Sascha Sandmann gegen Dennis Grünhoff, doch Denis Rother sorgte dank eines knappen 367:366 über Maik Ritter für den dritten Zähler. 

Nach 30 Schüssen hatte der Bassumer noch mit vier Ringen zurückgelegen, um am Ende aufzudrehen. „Alles hat am letzten Schuss gelegen“, fasste Voß den Showdown zusammen: „Denis wusste, dass er mit einer Neun ins Stechen hätte müssen, mit einer Acht verlieren würde – also schoss er eine Zehn.“ Sebastian Wollenhaupts 360 Ringe reichten gestern nicht zum Gewinn, Carsten Grünhoff genügten 362 Ringe.

ck

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