TSG-Keeper beleidigt Trainer Winsemann

Klusmeyer fliegt aus dem Kader

Jens Klusmeyer ist nicht mehr Torwart der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst. Er flog aus dem Kader. ·
+
Jens Klusmeyer ist nicht mehr Torwart der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst. Er flog aus dem Kader. ·

Seckenhausen - Noch zwei Tage nach dieser Entgleisung wirkte sein bisheriger Trainer Thomas Winsemann geschockt. „Gibt's bei sowas noch eine Steigerung?“, fragte der Coach des Fußball-Bezirksligisten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst gestern. Die Antwort lieferte er gleich mit: „Wir haben uns mit sofortiger Wirkung von Jens Klusmeyer getrennt.“

Es begab sich am Ende eines – wohlgemerkt – Freundschaftsspiels: Seckenhausen hatte am Samstag gerade auf dem Varreler Kunstrasen seinen Test gegen Kreisliga-Aufsteiger TSV Bramstedt mit 2:3 verloren, TSG-Torwart Klusmeyer sprintete sofort nach dem Abpfiff vom Platz, Schiedsrichter Michael Thrams forderte beide Teams zum obligatorischen Zusammenkommen am Mittelkreis auf. „Da habe ich Jens hinterher gerufen, dass er eben kurz zurückkommen soll“, berichtete TSG-Trainer Thomas Winsemann. Klusmeyer war freilich nicht der einzige Seckenhauser auf der Flucht, doch die Antwort des Keepers in Richtung seines Übungsleiters kostete „Winse“ in der Nacht den Schlaf: „F… dich!“

„Das war so laut, dass man es bis nach Bramstedt hören konnte“, schildert Winsemann. „Es ging mir sehr nah.“ Schnell wurde ihm klar: „Das konnte ich mir nicht gefallen lassen. Darauf musste ich reagieren.“ Also traf er sich am Sonntag mit Fußball-Abteilungsleiter Diego Wagner. Das Ergebnis der Unterredung: der sofortige Rauswurf. „Das ist ausgesprochen traurig, aber so etwas geht gar nicht“, verdeutlichte Wagner. „Jens kann seinen Spielerpass abholen. Es gibt auch keinen Weg zurück für ihn – weder in die Erste noch in die Zweite“, stellt Winsemann klar. Dabei könnte die Reserve einen Schlussmann jetzt ganz gut gebrauchen, denn Stammkeeper Robin Ellerbrock rückt ins Bezirksliga-Team auf, weil im Winter bereits Patric Lampe von Seckenhausen nach Stuhr gewechselt war (wir berichteten). Bereits morgen ab 20 Uhr im Test gegen Landesligist TB Uphusen auf dem Varreler Kunstrasenplatz steht Ellerbrock zwischen den Pfosten.

Am Sonntag hatte sich Klusmeyer zwar noch per SMS bei Winsemann entschuldigt, doch es änderte nichts am Entschluss. Für unsere Zeitung war er gestern nicht erreichbar. „Mir tut das sehr leid“, sagte Winsemann: „Ich kenne seine Eltern gut, aber mir blieb keine andere Wahl.“ · ck

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

„Das ist das Wunder von Wetschen“

„Das ist das Wunder von Wetschen“

„Das ist das Wunder von Wetschen“
Phoenix siegt weiter trotz Schweitzers Aus

Phoenix siegt weiter trotz Schweitzers Aus

Phoenix siegt weiter trotz Schweitzers Aus
Unger köpft Brockum in Ekstase

Unger köpft Brockum in Ekstase

Unger köpft Brockum in Ekstase
Das Virus zwingt zur Winterpause

Das Virus zwingt zur Winterpause

Das Virus zwingt zur Winterpause

Kommentare