Startnummer 9

Klaus Krabbe startet mit 50 noch einmal richtig durch

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Startnummer 9: Klaus Krabbe

Stuhr - Keine Frage: Auch mit 50 Jahren zählt Klaus Krabbe unverändert zu den mit Abstand stärksten Akteuren des Tischtennis-Kreises Diepholz: Schließlich führte er in der vergangenen Saison den TV Stuhr als Nummer eins mit einer grandiosen 32:3-Bilanz zum Bezirksliga-Titel und überzeugte auch eine Klasse höher in der Bezirksoberliga-Hinrunde mit starken 13:5-Siegen.

Krabbe stellte seine Klasse auch auf Turnierebene ebenfalls eindrucksvoll unter Beweis. Nach längerer Pause versuchte der Lehrer bei den Senioren in der Altersklasse Ü50 sein Glück und schnappte sich ohne Probleme nacheinander den Kreis- und Bezirksmeistertitel. Doch damit war sein Erfolgshunger noch längst nicht gestillt: Selbst die hochkarätig besetzte Landesmeisterschaft in Dinklage entschied Krabbe für sich und verwies dabei zur eigenen Verblüffung sogar den langjährigen Werderaner Zweitliga-Profi Martin Scholz auf die Plätze: „Damit hatte ich im Vorfeld niemals gerechnet, da ich vorher kein einziges Spiel gegen Martin gewinnen konnte.“ Diesmal aber schon, so dass der Stuhrer neben der Goldmedaille zusätzlich noch das Ticket zur Deutschen Meisterschaft in Empfang nehmen durfte.

Und auch bei den nationalen Titelkämpfen in Bielefeld bewies der gebürtige Bremer seine Klasse. Nur hauchdünn scheiterte er am Einzug ins Achtelfinale, zeigte sich mit seinem Abschneiden aber dennoch hochzufrieden: „Es ist zwar schade, dass ich in der Runde der letzten 32 meine Matchbälle nicht nutzen konnte, doch insgesamt war meine Leistung schon in Ordnung.“

Sogar mehr als das, was allerdings keine allzu große Überraschung darstellte. Immerhin zählt Krabbe seit rund 35 Jahren zur norddeutschen Spitze. Sicherlich auch ein Verdienst seines Vaters, der ihn früh für den Tischtennissport begeistern konnte. „Mein Vater hat ja selbst aktiv gespielt und steht selbst jetzt noch mit 78 Jahren am Tisch. Wahrscheinlich ist mir das Talent in die Wiege gelegt worden“, schmunzelt Krabbe.

Wobei er seinen alten Herren allerdings schnell übertreffen sollte. Schon mit 14 Jahren gewann der damalige Huchtinger die Deutsche Meisterschaft im Schüler-Doppel und wurde vom TuS Huchting sofort ins Herrenteam hochgezogen. Mit Erfolg, da Krabbe auf Anhieb selbst in der 3. Liga zu den Aktivposten zählte. Genau wie Jahre später beim TV Hude, den er ebenfalls in die dritthöchste deutsche Spielklasse führte. „Das war während des Studiums eine tolle Zeit. Leider hatte sich der Verein dann finanziell übernommen und die Mannschaft fiel auseinander“, blickt der 50-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück.

So verschlug es den Pädagogen über die Stationen TTC Delmenhorst (Landesliga) und TTSC 09 Delmenhorst (Verbandsliga) schließlich vor vier Jahren in den Kreis Diepholz zum TV Stuhr. Für Krabbe war das naheliegend: „Ich wohne in Stuhr und kann jetzt zusammen mit meinem Sohn Florian in einem Team spielen. Das machte für mich am meisten Sinn.“ Für den TVS ebenfalls, der dank seines Edeltechnikers von der 1. Bezirksklasse bis in die Bezirksoberliga aufstieg. Wie gesagt, auch im Herbst seiner Karriere zählt Klaus Krabbe ganz sicher nicht zum alten Eisen.

drö

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