Startnummer 36: TuS Kirchdorf, Boßeln

TuS Kirchdorf, Boßeln

Die Boßel-Frauen des TuS Kirchdorf präsentieren stolz den Samtgemeindepokal. Zu diesem Titel trugen bei (vorn von links): Lea Grünenwald und Sigrid Windhorn sowie (stehend von links) Dagmar Logemann, Angelika Becker, Simone Grünenwald und Kerstin Gerlach.

kirchdorf - Von Rafael Kaluza. Im Boßeln ist der Sieger des Samtgemeindepokals eigentlich immer schon vorher in Stein gemeißelt. Jahr für Jahren krönen sich – egal ob bei den Männern oder den Frauen – die Riegen vom Barenburger Boßelverein „Bliev drup“ zum Sieger. Doch 2016 gab es eine Ausnahme: Die Frauenmannschaft vom TuS Kirchdorf beendete die Siegesserie des ewigen Konkurrenten und durfte endlich mal wieder die Samtgemeindemeisterschaft feiern. Es war der erste Sieg seit 2011 für die Kirchdorfer. Als i-Tüpfelchen auf diesen Erfolg steht für die Boßelerinnen nun die Nominierung zur Sportlerwahl.

Die Freude war im Verein und insbesondere bei den vier Werferinnen Dagmar Logemann (52), Kerstin Gerlach (50), Simone Grünenwald (47) und Tochter Lea Grünenwald (15) dementsprechend riesig. „Danach haben wir schön mit den Männern zusammen gefeiert“, erzählt Mannschaftskapitänin Logemann.

Geselligkeit gehört beim Boßeln eben dazu, gerade bei den Frauen des TuS Kirchdorf. Neben regelmäßigen Wettbewerben wie dem Popken-Pokal oder dem Samtgemeindeturnier treffen sie sich alle zwei Wochen immer samstags, um die Boßel zu werfen.

„Es ist einfach schön, draußen bei Wind und Wetter an der frischen Luft zu sein“, schwärmt Logemann, die seit etwa 17 Jahren leidenschaftlich boßelt. Nach den Treffen sitzen die Frauen dann meistens noch in einem alten Bauwagen gemütlich zusammen und lassen den Tag gemeinsam ausklingen.

Problematisch ist bei den Boßelerinnen nur die Beteiligung. Waren vor nicht allzu langer Zeit noch 17 Spielerinnen im Verein, sind es jetzt nur noch elf, von denen nur fünf bis sechs regelmäßig zu den Treffen kommen. Außer der 15-jährigen Lea Grünenwald fehlt es vor allem an Nachwuchs. „Viele haben arbeitsmäßig keine Lust. Bei den Männern sind schon eher Jungs dabei, bei den Frauen haben wir Probleme. Auch meine Mädchen haben keine Lust dazu“, seufzt Dagmar Logemann.

Vielleicht kann ja der Erfolg neue Interessierte anlocken. Nach der gewonnenen Samtgemeindemeisterschaft steht nun schließlich das nächste große Turnier auf dem Plan. Dank des Siegs geht es nämlich am 17. und 18. Februar zur Fachverbandsmeisterschaft nach Syke, an der die Samtgemeindesieger aus großen Teilen des Nordwestens Deutschlands teilnehmen. Dort waren die Boßelerinnen aus Kirchdorf noch nie am Start – und natürlich soll da das nächste tolle Ergebnis erzielt werden. Das ist zumindest das Ziel.

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