Ex-Tennisprofi: „Alles super“

Kiefer begeistert Barrien

Der Stargast in der Mitte: Die Damenmannschaft und die U 18 des Barrier TC rahmen Nicolas Kiefer ein.
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Der Stargast in der Mitte: Die Damenmannschaft und die U 18 des Barrier TC rahmen Nicolas Kiefer ein.

Barrien – Bendix Schröder und seine Teamkollegen droschen wieder und wieder auf den Tennisball ein, bis die Beine schlapp machten – doch gebracht hat es nichts. Denn auf der anderen Seite des Netzes war ein gewisser Nicolas Kiefer. Die ehemalige Nummer vier der Weltrangliste stand Freitagnachmittag in einer Seelenruhe auf dem Court des Barrier TC, hielt ganz locker den Schläger hin und spielte die gelbe Filzkugel wie eine Ballwand zurück ins Feld. Dabei gab der inzwischen 43-jährige Ex-Profi noch pushende Kommentare wie „mehr, mehr, mehr“, „komm, beweg’ dich“ oder „da geht noch was“ – und trieb die ächzende U 18 des BTC damit ans Limit.

„Das ging schon auf die Pumpe“, meinte Schröder nach dem Show-Training, das die Barrier durch eine Facebook-Verlosung gewonnen hatten, und geriet dann ein bisschen ins Schwärmen: „Er (Kiefer, d. Red.) hat schon ein unglaubliches Ballgefühl.“ Die Einheit sei für den BTC-Kapitän „schon etwas Besonderes“ gewesen: „Er hat mir viele Tipps gegeben.“

Nervös sei Schröder ob des großen Namens neben ihm auf dem Platz und der vielen Zuschauer (konstant knapp 150) indes nicht gewesen. „Am Anfang vielleicht ein kleines bisschen“, erzählte der 17-Jährige, der es „mag, vor Publikum zu spielen: Irgendwann wird man locker und entspannt.“

Gollenstede: „Es war schon cool“

Die Damen-Mannschaft, die vor dem U 18-Team mit Kiefer auf dem Platz stand, hatte mehr Probleme mit der Nervosität. Doch der Olympia-Silbermedaillengewinner von 2004 hätte es den vier Spielerinnen dann „recht einfach gemacht. Er hat normal mit uns gesprochen und Training gemacht“, erklärte Stefanie Gollenstede. „Er hat uns gesagt, was wir besser machen können – wie ein normaler Trainer eigentlich“, meinte die Mannschaftsführerin: „Es war schon cool, mal mit so jemandem auf dem Platz gestanden zu haben.“

Kiefer selbst moderierte das Geschehen auf dem Court routiniert. „Ich habe mich sehr darauf gefreut, zumal es die Premiere meiner Aktion Coach-,Kiwi‘ war“, meinte der Australian-Open-Halbfinalist von 2006, „und es war hier in Barrien alles top-organisiert. Gutes Wetter – bis auf die paar Regentropfen, super Plätze und eine tolle Anlage. Also: alles super.“

„Die Veranstaltung bleibt in den Köpfen“

Auch die Veranstalter waren sehr zufrieden mit ihrem Auftakt-Event der „Barrier Tennistage“. „Das ist sehr gut gelaufen“, freute sich Wolfgang Held, 1. Vorsitzender des BTC: „Für die Mitglieder und Barrien ist das super, sogar auch darüber hinaus.“ An erster Stelle dankte er aber Kiefer: „Wir freuen uns, dass er das möglich gemacht hat.“

Pressewart Erik Trümpler schlug in dieselbe Kerbe. „,Kiwi‘ hat das extrem sympathisch gemacht, so wie er nunmal ist“, strahlte der Tennis-Trainer, der früher selbst Profi gewesen ist: „Das war eine Veranstaltung, die in den Köpfen bleibt. Für den Verein ist das top, ich bin sehr glücklich. Das war genau so, wie ich es mir erträumt habe.“

In Träumen dürfte Kiefer, der mehrere Stunden in Barrien blieb und nach den Einheiten fleißig Autogramme gab und Fotos machen ließ, in der Nacht noch ein-, zweimal vorgekommen sein – als Ballwand, die Schröder und Co. partout nicht passieren lassen wollte . . .

Von Felix Schlickmann Und Malte Rehnert

Er kann es noch – und es sah alles so leicht aus: Nicolas Kiefer in Aktion beim Show-Training in Barrien.

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