Kellerduell und Spitzenspiel in der Bezirksliga gesichert – es drohen aber auch Absagen

Ein Hoch auf den Kunstrasen

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Mediengruppe Kreiszeitung

Landkreis - Auch wenn die Wettervorhersagen gar nicht so schlecht aussehen – die Minustemperaturen und der viele Niederschlag in den vergangenen Wochen hat die Fußballplätze im Landkreis extrem in Mitleidenschaft gezogen. Eine Bezirksliga-Partie ist gestern bereits abgesagt worden, andere stehen mal wieder auf der Kippe. Geht der Daumen hoch oder runter? Wir haben uns bei den Verantwortlichen der Kreis-Mannschaften umgehört.

TV Neuenkirchen - SG Diepholz (abgesagt): Neuenkirchens Trainer Dirk Meyer war gestern Mittag nicht in der Lage gewesen, große Zuversicht zu verbreiten, am späten Nachmittag bewahrheitete sich sein Pessimismus. „Wir sind natürlich unzufrieden“, seufzt der 38-Jährige, „auch die Jungs fangen langsam an zu nörgeln – was verständlich ist. Man hat schon ein mulmiges Gefühl, weil man überhaupt nicht weiß, wo man steht. Selbst Testspiele waren ja in den vergangenen Wochen nicht möglich.“

SC Twistringen - TuS Sudweyhe (Samstag, 15.00 Uhr): Zehn Kilometer weiter westlich sieht es ähnlich aus. SCT-Trainer Stefan Müller ist skeptisch, dass es morgen zum Bezirksliga-Jahresauftakt seines Teams kommen kann. Dem Platz seien immer noch die Strapazen aus dem letzten Heimspiel (Mitte November) anzumerken. Sollte es doch klappen, wird es für den Tabellenachten ein hartes Stück Arbeit. Sudweyhe kommt als Zweitplatzierter, legte laut TuS-Trainer Uwe Behrens auch eine starke Vorbereitung hin. Trotzdem warnt er vor den Blaumeisen: „Twistringen ist ein zweikampf- und laufstarkes Team – sie können sehr unangenehm sein, gerade bei ihren schnellen Gegenstößen müssen wir aufpassen.“

FC Sulingen - SV Mörsen-Scharrendorf (Samstag, 15.00 Uhr): Der Ball wird rollen! Allerdings nicht auf dem FC-Gelände, sondern auf dem Kunstrasenplatz des TuS Sulingen. Die Gäste sind als Liga-Schlusslicht Außenseiter, gehen die fast aussichtslose Lage (nur drei Punkte nach 13 Spielen) mit Elan an. „Natürlich wäre es eine Sensation, wenn wir da unten noch rauskommen würden, aber ein kleines Fünkchen Hoffnung glimmt noch“, sagt SVMS-Trainer Friedhelm Famulla: „Wir gehen die Sache entspannt an, fühlen null Druck.“ Der FC Sulingen hat zwar zwölf Punkte mehr, steht aber auch auf einem Abstiegsplatz. Das jüngste 2:2 gegen den SC Uchte war aber ein Schritt nach vorne für FC-Coach Pedro Pinheiro: „Das war kämpferisch gut, die Einstellung war wirklich super. Genau das müssen wir aber auch gegen Mörsen wieder zeigen.“

BSV Rehden II - TuS Drakenburg (Samstag, 16.00 Uhr): Die Rehdener hatten keine gute Vorbereitung. Die Plätze waren oft gesperrt, „weshalb wir viel im läuferischen Bereich gemacht haben“, sagt BSV-Coach Sascha Feldt: „Daher sind wir zumindest konditionell top-aufgestellt.“ Aber das wird seine Mannschaft morgen gegen den Tabellenvorletzten wohl nicht unter Beweis stellen können. Entschieden ist die Absage zwar noch nicht, „aber es wird schwierig“, meint Feldt: „Das Wasser drückt nach oben. Und nachts friert es ja immer wieder.“

Landesberger SV - TSV Bassum (Sonntag, 15.00 Uhr): Noch hat Bassums Trainer Andreas Merdon noch keine schlechte Nachricht aus Landesbergen bekommen, er hofft, dass es so bleibt – wenngleich er zugibt, „dass es für uns ein Kaltstart wird. Kräftemäßig sind wir gut drauf, in Sachen Kombinationsfußball werden wir uns erst finden müssen.“ Schließlich sei ein normaler Trainingsbetrieb nicht möglich gewesen. „Aber so geht es allen – auch Landesbergen“, sagt Merdon.

SV Heiligenfelde - SG Hoya (Sonntag, 15.00 Uhr): Die zweitstärkste Heimmannschaft empfängt die Auswärtsmacht der Liga. „Sie stehen auswärts sehr kompakt“, sagt Heiligenfeldes Trainer Walter Brinkmann über Hoya: „Und sie sind dann oft torgefährlich mit Standardsituationen.“ Ob gespielt werden kann, entscheidet sich wohl erst am Sonntagmorgen. „Wir werden alles versuchen“, versichert Brinkmann, „aber sicher nicht den Platz umpflügen.“

SV BE Steimbke - TV Stuhr (Sonntag, 15.00 Uhr): Ein Hoch auf den Kunstrasen! Das Spitzenspiel geht über die Bühne, und der Sechstplatzierte fährt selbstbewusst zum Spitzenreiter: „Die Jungs brennen, haben richtig Bock, das sieht man in jeder Trainingseinheit“, sagt Stuhrs Coach Stephan Stindt, der glaubt, dass ein Auftritt beim Primus „nochmal 10 bis 15 Prozent mehr aus einem herauskitzelt. Man ärgert gerne den Tabellenführer.“ Auch wenn die dreimonatige Spielpause ein „ziemliches Brett“ gewesen sei, sei sein Team gut drauf. „Wir wollen aus Steimbke etwas mitnehmen“, sagt der 39-Jährige, dessen Mannschaft seit vier Spielen ungeschlagen ist.

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