Keine gute Chance bei Heimpleite gegen Blumenthal / Kleemann stark im Tor

0:1 – Melchiorshausen unglaublich ungefährlich

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Starke Partie: Keeper Sascha Kleemann bewahrte Melchiorshausen zwei Mal vor einem Rückstand.

Melchiorshausen - Von Malte Rehnert. Eigentlich wollte der TSV Melchiorshausen noch Platz fünf in der Bremer Fußball-Landesliga angreifen – dieses Ziel hatte Trainer Reiner Klausmann vor dem Heimspiel am Samstag gegen DJK Germania Blumenthal optimistisch und ehrgeizig formuliert. Als die 90 Minuten dann gespielt waren, klang der Coach aber mächtig frustriert und desillusioniert. Seine Mannschaft war wieder leer ausgegangen, hatte mit 0:1 (0:0) verloren und eindrucksvoll gezeigt: In dieser Form geht nach oben ganz sicher gar nichts mehr!

Die Quittung für den völlig ideen- und harmlosen Auftritt auf dem eigenen, ziemlich holprigen Rasen: Melchiorshausen rutschte vom achten sogar auf den zehnten Platz ab. Den Hauptgrund für das sechste Spiel hintereinander ohne Sieg (erst vier Remis, dann zwei Niederlagen) hatte Klausmann ganz schnell ausgemacht. „Wir sind einfach zu ungefährlich, können den Gegner nicht hinten reindrücken. Dass es vorne nicht läuft, ist schon die ganze Saison unser Problem.“ 31 Treffer hat Melchiorshausen in 23 Partien erzielt – der zweitschlechteste Wert der Landesliga hinter Wulsdorf. Sogar Schlusslicht Huchting ist besser. Gegen Blumenthal brachte Melchiorshausen das Kunststück fertig, nicht ein einziges Mal gefährlich aufs Tor zu schießen. „Für viel Ballbesitz gibt es leider keine Punkte. Wir waren nicht zwingend genug, ab 25 Meter vor dem Tor fehlte die Dynamik. Da ist vieles verpufft“, stöhnte Klausmann und ergänzte: „Den unbedingten Willen habe ich nicht gesehen.“ Weder Felix noch Tim Cohrs vermochten in der Offensive Akzente zu setzen. Der später eingewechselte Trainersohn Romario Klausmann brachte zwar ein bisschen frischen Wind rein, zum Abschluss kam aber auch er nicht. Schmerzlich vermisste wurde beim TSV Lars Behrens. Der Torjäger hatte sich gerade wieder herangearbeitet, zog sich dann aber im Training eine Fußprellung zu – und schaute sich das Blumenthal-Spiel in zivil an.

Behrens sah von seiner Mannschaft immerhin einen ordentlichen Auftritt in der Defensive. Die Hausherren ließen nur wenig zu – und wenn doch etwas durchkam, war Sascha Kleemann zur Stelle. Der Keeper hatte seine Schulterprobleme rechtzeitig überwunden – und so musste doch kein Feldspieler zwischen die Pfosten. Genau das hatte Klausmann zuvor befürchtet. Kleemann parierte klasse gegen Can Kaya (26.) und war auch bei Rene Olszaks listigem Heber von der Mittellinie (56.) auf dem Posten – der TSV-Torwarte eilte zurück und lenkte den Ball artistisch über die Latte. „Sascha hat seine Sache 100-prozentig gemacht“, lobte Klausmann. Kurz vor Schluss war Kleemann dann aber geschlagen. Seine Vorderleute hatten eine Linksflanke nicht verhindert – und am langen Pfosten musste Blumenthals „Joker“ Patrick Nadolski nur noch den Fuß hinhalten – 1:0 für die Gäste (84.). „Ein Tor aus dem Nichts“, fand Klausmann. Aber es war verdient, weil Blumenthal eben die besseren Chancen hatte und den knappen Vorsprung clever verteidigte.

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