1:2 im Pokalendspiel gegen Bremer SV

Keine Brinkumer Traumabewältigung

In der Brinkumer Sturm- und Drangphase ballert Dynar Kücük ans linke Außennetz.
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In der Brinkumer Sturm- und Drangphase ballert Dynar Kücük ans linke Außennetz.

Wieder nichts: Der Brinkumer SV startet stark ins Endspiel des Bremer Landespokals, verliert aber am Ende mit 1:2. Damit zieht der Bremer SV in den DFB-Pokal ein. Brinkums Fußball-Trainer Mike Gabel schaltet direkt wieder in den Kampfmodus.

Oberneuland – Aus der Traum! Wenn Fußballexperte und Ex-Profi Thomas Broich am Samstag in der ARD-„Sportschau“ in die Lostrommel greift, befindet sich der Brinkumer SV nicht im Topf. Das Team von Trainer Mike Gabel verlor am Mittwochabend in der Marko Mock Arena in Oberneuland mit 1:2 (0:0) gegen den Bremer SV. Es war bereits die fünfte Finalniederlage im Bremer Landespokal für die Brinkumer.

Und so darf sich der Bremer SV auf die erste DFB-Pokalhauptrunde (6. bis 8. August) freuen. „Wir werden wiederkommen“, zeigte sich Gabel nach dem Schlusspfiff direkt wieder kämpferisch: „Und dann werden wir uns den Pott holen!“

Demirkapi verpasst Brinkums Führung

Psychospielchen gehören im Pokalwettbewerb dazu. Und so hatte Gabel im Vorfeld des Endspiels den Understatement-Joker gezogen. Während viele Experten ein Duell der Bremen-Ligisten auf Augenhöhe erwarteten, erklärte Brinkums Coach den Bremer SV zum klaren Favoriten. Die Chancen stünden 80:20 pro Bremen. Zumindest Bremens Coach Benjamin Eta schien Gabel damit anfangs etwas eingelullt zu haben. Im Trainerstuhl entspannt zurückgelehnt sah Eta schon nach zwei Minuten, wie ein Freistoß von Brinkums Can Ercan von rechts in den Strafraum segelte, am zweiten Pfosten stand Esin Demirkapi völlig blank, doch scheinbar überrascht schob der Verteidiger den Ball aus vier Metern links vorbei. Nur Sekunden später tauchte Dynar Kücük im Bremer Sechzehner auf, sein Linksschuss rauschte aus sieben Metern ins linke Außennetz.

Nach furiosem Beginn schaltete Brinkum einen Gang runter. Wohl kein Zufall. Schließlich hatte Gabel schon angekündigt, in Intervallen agieren zu wollen. Mal zehn Minuten Vollgas, mal kontrollierter Schongang. Schließlich war die Vorbereitungszeit kurz – und das Finale die fünfte Pokalrunde in nur 13 Tagen.

Brinkum zog sich also etwas zurück, überließ dem Gegner das Spielgerät, versuchte bei Ballgewinnen schnell umzuschalten. Das gelang in der elften Minute, als der pfeilschnelle Ramien Safi nach einem Bremer Eckball Fahrt aufnahm, bis zur Grundlinie durchstieß, doch sein Querpass auf den am langen Pfosten gut mitgelaufenen Marvin Osei geriet viel zu ungenau. Da war deutlich mehr drin.

Goebel gesteht Fehler ein

Danach lag die Spielkontrolle komplett beim Bremer SV. Doch Lücken fand das Eta-Team zunächst nicht. Am gefährlichsten waren noch die beiden Weitschüsse von Alexander Arnhold und Sebastian Kurkiewicz, die allerdings beide rechts am Tor von Lars Goebel vorbeigingen. Ab Mitte der ersten Halbzeit passte sich das Spielniveau dem Bremer Wetter an: 16 Grad und Nieselregen.

Nach dem Seitenwechsel wurde es besser. Zunächst fischte Bremens Keeper Ole Bahr einen Safi-Schuss (52.) aus dem Winkel, ehe sich Goebel einen Blackout leistete. Einen langen Ball schätzte Brinkums Torwart völlig falsch ein, ohne Not verließ er seine zentrale Position, versuchte den Ball vor Sadrak-Kalemba Nankishi an der rechten Strafraumkante zu erreichen. Doch der Bremer war zuerst am Ball, sodass Arnhold in der Mitte nur noch zum 1:0 (59.) einschieben musste. „Da sehe ich nicht gut aus“, gab Goebel hinterher bei „sporttotal.tv“ zu: „Da muss ich einfach im Tor bleiben, dann haben wir eine bessere Chance, die Situation zu klären.“ Brinkums Manager Jörg Bender zeigte Größe. Auf den Fehler des Torwarts angesprochen, meinte Bender, „dass es Lars Goebel war, der uns erst hier ins Finale gebracht hat“.

Eine knappe Viertelstunde nach dem 0:1 zerstörte Sebastian Kmiec endgültig den Brinkumer Pokal-Traum, als die Abwehrkante nach einem Eckball das 2:0 (73.) erzielte. Fraglich, ob dabei nicht eine Hand im Spiel gewesen war. In der Nachspielzeit gelang Demirkapi per Foulelfmeter noch das 1:2.  

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